30/04/2026
Am heutigen Tag vor zehn Jahren bin ich – 23 Jahre jung –😅 vor die Presse getreten, um zu verkünden, dass ich die FPÖ Salzburg als Landesparteiobfrau übernehmen werde. Eine Entscheidung, die mein Leben geprägt hat und die weit über den Moment hinaus bis heute wirkt. Damals an meiner Seite der heutige Stadtrat und Landtagsabgeordnete a.D. Hermann Stöllner, der aktuelle Klubobmann Dr. Andreas Schöppl, der heutige Nationalratsabgeordnete Ing. Mag. Volker Reifenberger und mein heutiger Stellvertreter und Landtagsabgeordneter Dr. Andi Hochwimmer.
Damals war es eine offene Frage, ob ein 23-jähriges Mädl imstande ist, eine Partei zu führen. Heute ist diese Frage beantwortet und zwar nicht durch Worte, sondern durch ein Jahrzehnt gelebter Realität. Die letzten zehn Jahre waren kein bloßer Abschnitt, es war der Beginn eines echten Lebensprojekts. Es waren Jahre voller Gegensätze. Höhen, die mich oft getragen haben, aber auch Tiefen, die mich sehr gefordert haben. All das geschah nicht im Schutz des Privaten, sondern im Licht der Öffentlichkeit. Fehler verloren ihre Leichtigkeit und jede einzelne Entscheidung gewann an Tragweite.
So ein Weg hat seinen Preis und so blieb vieles auf der Strecke, vor allem im Privaten. Aber wer von einer Sache überzeugt ist, wer in sich ein echtes Anliegen trägt, der akzeptiert diesen Preis nicht nur, er nimmt ihn bewusst in Kauf. Überzeugung bedeutet, standzuhalten und zwar im Gegenwind genauso wie im Aufwind. Sie bedeutet, Kurs zu halten, wenn Zweifel laut werden und sich selbst treu zu bleiben. In der Politik lernt man das wohl wie in kaum einem anderen Bereich.
Heute, zehn Jahre später, bin ich nicht mehr das 23-jährige Mädl von damals. Politik ist eben kein Sprint, sie ist ein Marathon. Und wer diesen Weg aus Berufung geht, wer ein Ziel nicht nur verfolgt, sondern verinnerlicht hat, der weicht nicht, wenn es schwierig wird. Und schwierig war es oft.
Weggefährten sind gekommen und gegangen. Einige haben den Weg verlassen, andere sind dazu gestoßen und manche stehen noch immer an meiner Seite. Dafür bin ich dankbar! Ich werde diesen Weg weitergehen, aber anders als in der Form der vergangenen zehn Jahre. Eines ist mir nämlich klarer denn je: Ich muss mir selbst nichts mehr beweisen.
Es geht längst nicht mehr um mich. Es geht einzig und allein um euch und gemeinsam werden wir im Bundesland Salzburg weiterhin Geschichte schreiben💙