25/05/2026
Von der Vergangenheit für die Zukunft lernen!
Der Ausschuss der Generationen des Altlengbacher Gemeinderates hat überlegt, wie Generationen einander näher kommen können.
Mit einer kleinen Bilderserie, präsentiert auf Schautafeln, wird auf die rasche Entwicklung im 20. Jahrhundert hingewiesen.
Erinnerungen von Zeitzeugen und viele Jahre alte Fotografien sollen der jüngeren Generation einen Eindruck vergangener Zeiten vermitteln. Der Blick in unsere Geschichte relativiert so manch verklärtes Bild einer vermeintlich „guten alten Zeit“ und lehrt uns den Blick kritisch darauf zu richten. Nicht jede Tradition ist ein Wegweiser in eine bessere Zukunft.
Gemeinderätin Christine Raser (Die Grünen Altlengbach) hat zu ausgewählten Fotografien die erklärenden Texte verfasst und damit die Geschichte lebendig erhalten, dabei auch so manch finstere Ereignisse erhellt.
Anton Breitner hat seinen Bildband "Altlengbach Einst bis Jetzt 1897 - 2020" mit alten Ansichtskarten und Fotos samt Begleittexten zur Verfügung gestellt. Für die Texte hat Christine Raser pimär seine über vieleJahre recherchierten Informationen als Quellen verwendet.
Die Open Air Ausstellung entlang des Rad- und Wanderweges umfasst zehn Themen, etwa Mühlen, Bildung, Gastronomie, Kirche, Landwirtschaft und andere mehr.
Christine Raser zu einer besonders berührenden Geschichte: „Beim Thema Alltag und Kultur bin ich auf den jüdischen Gemischtwarenhändler Alfred Heller gestoßen. Alfred und zuvor sein Sohn Fritz Heller, 1939 im Alter von nur 29 Jahren, wurden, soweit ich es recherchieren konnte, von Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Den beiden Töchtern gelang die Flucht nach Bulgarien und Palästina. Diese Menschen möchte ich damit in Erinnerung behalten, sie dem Vergessen entreißen.“
Es bleibt nur zu sagen: Schauen Sie sich das an!