13/08/2026
Der lange Weg zum sicheren Radweg:
Radunterführung Anthering-Lehen
Unser Einsatz für die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer
Wer dieser Tage mit dem Auto bei der Baustelle in Anthering-Lehen auf die B156 auffährt, kann gut nachempfinden, wie es Radfahrenden in diesem Bereich immer gegangen ist: Plötzlich endet der Verkehrsweg und um sich wieder in den Verkehrsfluss einzugliedern, muss man abrupt abbremsen und sich einer potenziell gefährlichen Situation aussetzen. Die einzige „Alternative“, die es bisher dafür gab, war eine unerlaubte: auf dem wenig benutzten Gehweg durch die Unterführung mit dem Rad weiterzufahren – nicht gerade eine gute Lösung.
Aber nun ist es endlich so weit: Es wird Platz geben für alle, egal ob sie zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad oder dem Auto fahren. Die Lösung ist sogar besser, als wir ursprünglich erwartet hatten.
Wir GRÜNE Anthering hatten als kostengünstige Variante vorgeschlagen, die Fahrbahn in der Unterführung für den Autoverkehr einspurig zu führen und eine Wartepflicht einzuführen für jene Fahrzeuge, die von Oberndorf kommend in Lehen Richtung Anthering abfahren. Nach den vorliegenden Verkehrsdaten handelt es sich dabei um nur wenige Fahrzeuge. Durch eine solche Regelung hätte mit wenig Aufwand in der Unterführung eine eigene Fahrspur für den Radverkehr geschaffen werden können. Aus Sicht des Verkehrslandesbüros hätte das aber aus Sicherheitsgründen nicht ohne bauliche Maßnahmen umgesetzt werden können. Das hätte auch Kosten verursacht, deshalb entschied man sich für eine umfassende und dauerhafte Lösung: Da ohnehin die Generalsanierung sämtlicher Brücken der Landesstraße 156 im Ortsgebiet von Anthering fällig werden würde, entschlossen sich die Verantwortlichen dazu, im Zuge dieser Arbeiten in der Lehener Unterführung einen eigenen Tunnel für den Radverkehr zu bauen.
Das ist ein großer Erfolg für die Sicherheit des Radverkehrs. Der Weg dorthin war jedoch lang und steinig. Wir haben seit vielen Jahren immer wieder bei den zuständigen Stellen eine Entschärfung dieser Gefahrenstelle eingefordert. Umso mehr freuen wir uns, dass der lange Atem, den wir in dieser Angelegenheit bewiesen haben, nun zum Ziel geführt hat.