23/07/2026
𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝘃𝗲𝗿𝗸𝗲𝗵𝗿𝘀𝗯𝗲𝗿𝘂𝗵𝗶𝗴𝘁𝗲 𝗦𝗲𝗶𝘀𝗲𝗿 𝗔𝗹𝗺! 𝗔𝘂𝘁𝗼𝘀 𝘀𝗼 𝘄𝗲𝗶𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗔𝘂𝗴𝗲 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝗡𝗮𝗿𝗿𝗲𝗻𝗳𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗘𝗻𝗱𝗲.
Was sich dieser Tage – und vor allem bei Schönwetter – auf der Seiser Alm abspielt, gleicht dem Wilden Westen:
Autos parken kreuz und quer – nur nicht, wo sie sollten.
Camper belagern die gesamte Alm.
Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen zu allen Uhrzeiten.
Baumaschinen donnern hinterher.
Weniger unerlaubte Fahrten, weniger Verkehr, weniger Chaos.
Das hat uns der Gemeindeausschuss mit der digitalen Zufahrtskontrolle und Parkplatzbuchung versprochen.
Seit Ende Juni ist sie in Kraft – theoretisch. Die Realität ist eine völlig andere.
Da sind Tage mit komplettem Chaos (so wie am Mittwoch – alle Aufnahmen stammen von dem Tag) und keine Polizei in Sicht. Überall, wo ein Auto Platz findet, parkt auch eines – der Parkplatz bei Compatsch hingegen halb leer.
Viele von denen, die kurz vor 9 Uhr rauffahren, nichts von der Buchungspflicht wissen (wollen) und vor Ort noch buchen wollen, dürfen dann erst ab 17 Uhr auf den Parkplatz (weil es inzwischen wahrscheinlich nach 9 Uhr geworden ist). Viele sind verärgert und enttäuscht.
Camper fahren über die Alm, wie und wohin sie wollen.
Wir haben es lange schon und auch in den Medien kritisiert: 𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗹𝘂𝗻𝗴 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗲𝘀 𝗔𝘂𝘁𝗼 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗹𝗺 𝘃𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻. 𝗨𝗻𝗱 𝘀𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝘀 𝗴𝗲𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻.
Ampel und Kamera, die die Fahrzeuge erfassen und ihnen anzeigen sollen, ob sie auf die Alm fahren dürfen oder nicht, sind einen knappen Monat nach Start des “digitalen” Systems noch immer außer Betrieb.
Leute, die Haus, Hütte, Arbeit oben haben, tappen völlig im Dunkeln, sind verunsichert. Ihre digitale Genehmigung gibt es einfach mal gar nicht. Während die Einheimischen auf ihre Fahrgenehmigungen warten, fahren Gästeautos ungestört und ungebremst über die Almstraßen. Ein Schlag ins Gesicht.
Wir fragen uns: 𝗪𝗔𝗥𝗨𝗠?
Warum wollte der Ausschuss mit allen Mitteln und um jeden Preis diese Neuerung heuer noch durchdrücken?
Eine unausgereifte, übereilte, mies geschriebene Regelung, die auch noch überaus schlecht bis gar nicht kommuniziert wird (keine sichtbaren, klaren Anzeigetafeln, keine Ampeln, keine Schilder).
Wir haben im April (!) im Gemeinderat die SVP-Mehrheit eindringlich aufgefordert, nichts Halbgares anzugehen, sondern erst nächstes Jahr mit der digitalen Zufahrtskontrolle zu starten. Aber Nein, das wollte man partout nicht.
Und die Lösung, die wir schon längst fordern und die die einzig sinnvolle wäre – eine 𝗦𝗖𝗛𝗥𝗔𝗡𝗞𝗘 bei St. Valentin –, kommt nicht infrage, weil: zu personalintensiv.
Dafür lädt man nun alles auf die (personell immer dürftiger besetzte) Ortspolizei ab: Sie soll auf der Alm kontrollieren, regeln, strafen. Als ob es sonst nichts zu kontrollieren, regeln, strafen gäbe.
“Wir werden am Anfang etwas Chaos in Kauf nehmen müssen”, hat es vom Ausschuss immer geheißen. Also hat man schon von vornherein das eigene Versagen eingestanden. Dieses Chaos ist auf dem eigenen Mist gewachsen. Und wer übernimmt die Verantwortung?