am Südostgrat des Hohen Sonnblicks
1898 hatte Wilhelm Ritter von Arlt in den Felswänden des Südostgrates zwischen dem kleinen Sonnblickgletscher und dem Südhang des Goldberggletschers auf seine Kosten eine Schutzhütte in der Größe von 5,4 x 5,4 m erbauen lassen. Sie ist ein bescheidener Stützpunkt, aber willkommene Notunterkunft am neuen „Rauriser Weg“. August 1899 fand die Eröffnung der Rojacher
hütte im Beisein der Mitglieder der DuOeAV Sektion Rauris statt. Der Grund, auf dem die Hütte steht (Besitz des Wilhelm Ritter von Arlt), wurde auf dessen Wunsch durch Vermittlung der Gesellschaft von der Gewerkschaft Radhausberg dem DuOeAV geschenkweise überlassen (Jahrbuch Sonnblickverein 1919-1923).
16. Juni 1925: Kauf durch die Sektion Halle an der Saale des DeOeAV zum Kaufpreis von 3.000Reichsmark.
1930 Da die Hütte nicht ständig bewirtschaftet wurde, kam es zu regelrechten Plünderungen, sodass in diesem Jahr die Räume neu eingerichtet werden mussten.
1945 bis 1984 wurde die Hütte und auch das Zittelhaus vom Hüttenwart Karl Baumann aus Salzburg betreut.
1955 Nach Inkrafttreten des österr. Staatsvertrages mit den Alliierten wurden die deutschen Hütten Eigentum des österreichischen Staates. Die Hütten der ostdeutschen Sektionen (auch Sektion Halle an der Saale) gingen 1960 in das Eigentum des österreichischen Alpenvereines über.
1951 bis 1975 - 25 Sommer lang bewirtschaftete die Hüttenwirtin Theresia Peer, liebevoll „Gletschergoaß“ genannt, „ihr Hütterl“. Ihren kargen Verdienst verwendete sie zum großen Teilwieder für die Erhaltung der Hütte. Ihr ist es zu verdanken, dass die Rojacherhütte nicht dem Verfall preisgegeben wurde. Die von ihr verkörperte Nachkriegs-Hüttengeschichte wird unvergesslich bleiben. April 1984 ging durch den Kauf des Zittelhauses von der Sektion Rauris des Österreichischen Alpenvereines auch die Rojacherhütte, im Einvernehmen mit dem OeAV, in ihren Besitz über.
1989 Verkleidung der Wände mit Holzschindeln, Installation einer kleinen Solaranlage.
1992 Um eine halbwegs gute Bewirtschaftung und ordentliche Unterkunft des Pächters zu ermöglichen, wurde eine Erweiterung in Richtung Felshang geplant.
1993 Bau der Fundamente, Aufstellung der Holzkonstruktion mit Isolierung und Verkleidung. Verkleidung der Wände und der gesamten Dachfläche mit Holzschindeln, neuer Kamin.
1994 Innenausbau, neue Fenster und Türen. Der Zubau ging mit viel Eigenleistung der Sektionsmitglieder rasch voran. Derzeit bietet die Rojacherhütte einen Küchenraum, Pächter-Schlafraum, einen kleinen Lager-Vorratsraum, Holzlager und im Obergeschoß zehn Schlafstellen. Sommer 2010: Sanierung der Photovoltaikanlage (Sonnenkollektoren für Stromerzeugung). Sommer 2011: Sanierung der Fensterbalken und Fenstertausch. Juli 2015: Komplette Erneuerung PV-Anlage mit Schaltschrank und neue LED-Leuchten. Sommer 2016/2017: Wasserquellfassung und Wasserversorgung. Sommer 2018: Erneuerung der Matratzen und der Bettwäsche. Geplant 2020 – eventuell aufgrund von COVID19 erst 2021: Neue Toilette, ein „Trockenklo“. Seit 2021 steht die Hütte unter Denkmalschutz. Quelle: Auszug aus dem Buch von Margot Daum 2021
"Biografie des Ignaz Rojacher von Ururenkelin Margot Daum"