13/04/2022
Nachdem wir die seit Jahren höchsten Zahlen an gewalttätigen und sexuellen Übergriffen gegen Kinder und Jugendliche, ausgelöst durch die Wegsperrpolitik aufgrund der Pandemie, haben, beschließt die Politik, die psychiatrischen Zentren, deren Aufgabe es wäre, diese Folgen abzufedern, die auch seit Jahren unterfinanziert sind, einfach aufzulösen. Dieser Beschluss lässt nicht nur viele Kinder/Familien mit ihren Problemen alleine - die Folgen werden sich auch in der Gesellschaft zeigen. Kinder, die mit ihren psychischen Problemen alleine gelassen werden, werden eines Tages desillusionierte Erwachsene sein. Damit danach die beteiligten Politiker nicht sagen können - sie hätten es nicht gewusst, sei hier aus folgendes zusammengefasst:
McMilan et al. haben in Ihrer Studie zu den Auswirkungen von Gewalt in der Kindheit ein deutlich erhöhtes Risiko im Erwachsenenalter gefunden, an psychiatrischen Störungen zu erkranken (zB. Depression, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Drogenabhängigkeit oder posttraumatische Belastungsstörungen). Das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen, emotionale Beeinträchtigungen wie etwa ein niedriges Selbstwertgefühl oder Ängste sowie beschränkte Konfliktlösungsmöglichkeiten, Probleme in der Identitätsentwicklung und unkontrollierbare Aggressivität ist außerdem deutlich erhöht.
Pläne sehen vor, dass die Kinderpsychiatrie in Hietzing ab Sommer übers Wochenende schließt. Die Uniklinik müsste diese Lücke füllen, ist aber schon jetzt überbelegt