Stadtarchiv Amberg

Stadtarchiv Amberg Paulanerplatz 17, 92224 Amberg

Ein wichtiges Hilfsmittel bei unseren Recherchen stellen die im Stadtarchiv verwahrten Adressbücher dar.Ihre Geschichte ...
04/09/2026

Ein wichtiges Hilfsmittel bei unseren Recherchen stellen die im Stadtarchiv verwahrten Adressbücher dar.

Ihre Geschichte beginnt im 17. Jahrhundert, als Steuerbeschreibungen Auskunft über Häuser und Bewohner der Stadt gaben. 1762 folgte mit der „Herdstättenbeschreibung“ ein wichtiger Vorläufer der späteren Adressbücher. Diese verzeichnete erstmals Hauseigentümer und Bewohner sortiert nach Stadtvierteln. Wichtig zu wissen: es gab noch keine Straßennamen und Hausnummern wie heute. Adressen waren damals z.B.: A 24, D 15, C 88 usw., aber darüber machen wir mal einen gesonderten Post 🤓

🏠 1867 erschien das erste „Amberger Adressbuch“. Eine Neuerung zum Vorgängerverzeichnis war die alphabetische Auflistung der Amberger Bürger.

📖 1898 kam das erste Adressbuch im heutigen Sinne: Das „Adressbuch für die kgl. bayer. Stadt Amberg“ verband Einwohner- und Häuserverzeichnisse mit Informationen zu Behörden, Handel und Gewerbe. Auch Inserate gehörten bereits fest zum Konzept.

In den folgenden Jahrzehnten wurde der Informationsgehalt immer umfangreicher. Die Adressbücher dokumentierten nicht nur Einwohner und Hauseigentümer, sondern auch Behörden, Schulen, Kirchen, Vereine, städtische Bedienstete und örtliche Vorschriften. Damit sind sie heute eine wertvolle Quelle für die Stadt- und Alltagsgeschichte Ambergs.

🔎 Eine große Änderung gab es 1925: Die Häuser wurden nun nicht mehr nach den historischen Stadtvierteln, sondern alphabetisch nach Straßennamen aufgeführt und enthielten teilweise Herkunftserklärungen.

Die Zeit des Nationalsozialismus hinterließ auch hier ihre Spuren: einige Straßen wurden nach NS-Funktionären benannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Benennungen wieder rückgängig gemacht.

📅 Bis 1979 kamen die Adressbücher regelmäßig auf den Markt. Darauf folgte eine 22-jährige Pause, bis sich schließlich von 2001 bis 2020 sechs neue Adressbücher einreihten.

🙏wir freuen uns über die zahlreiche Teilnahme. Ganz so schwer, wie wir dachten, war das Rätsel nun doch nicht – tatsächl...
01/09/2026

🙏wir freuen uns über die zahlreiche Teilnahme. Ganz so schwer, wie wir dachten, war das Rätsel nun doch nicht – tatsächlich handelt es sich, wie von den meisten getippt – um einen Blick in die Schiffbrückgasse.

🌊Wir sehen das Hochwasser vom Februar 1909, das die komplette Straße überflutet hat. Links die Hausnummern 1 bis 7 sowie die Regierungsstraße 13 und geradeaus blicken wir auf das sog. „Bürgermeister-Haus“ (=Schiffbrückgasse 6/4). Rechts hinter der hohen Mauer ist der Garten des Bürgermeister-Hauses, die Landeszentralbank in Haus Nr. 2 war damals noch nicht gebaut.

💦Vermutlich ist die Aufnahme am Tag nach dem Hochwasser vom 7. Februar entstanden, als die Wassermassen bereits auf dem Rückzug waren und das Ausmaß des Jahrhunderthochwassers erfasst werden sollte.

Vielen Dank fürs mit rätseln ❤️

🌧️Für heute sagt der Wetterbericht Gewitter und Regenschauer voraus. Naja, so schlimm wie 1909 wird es nicht werden……❓Da...
28/08/2026

🌧️Für heute sagt der Wetterbericht Gewitter und Regenschauer voraus. Naja, so schlimm wie 1909 wird es nicht werden……
❓Dazu passt unser neues Rätselfoto: wo ist dieses Hochwasserbild entstanden? Wir wünschen viel Spaß beim Rätseln – die Auflösung erfolgt in der kommenden Woche.
☔Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

❌Heute erfüllen wir einen weiteren Wunsch aus unserer Fragerunde: wo war das Bayerische Rote Kreuz, bevor es an den Amse...
18/08/2026

❌Heute erfüllen wir einen weiteren Wunsch aus unserer Fragerunde: wo war das Bayerische Rote Kreuz, bevor es an den Amselweg umzog? Mit Hilfe des Zeitungsbestandes konnten wir herausfinden, dass der Kreisverband Amberg-Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuz seit 147 Jahren besteht.

🧯Ihre erste Dienststelle hatte die damals noch als Sanitätskolonne bezeichnete Hilfsorganisation gemeinsam mit der Feuerwehr in der Zeughausstraße 18. Die heute hier ansässige Stadtgalerie wird aus diesem Grund „Alte Feuerwache“ genannt.

🏠Verwaltung und Geschäftsführung des Roten Kreuzes waren im Zeughaus untergebracht, sie zogen 1966 zusammen mit Sozial- und Suchdienst, Nähstube und Jugend-Rotkreuz in die Waisenhausgasse 3/4 um. Die dortigen Räumlichkeiten wurden frei, weil das bisher hier angesiedelte Waisenhaus an den Haager Weg umzog.

🛻Dort blieben sie bis 1980, als am Amselweg ein moderner Zweckbau errichtet wurde. Neben der Feuerwache fanden hier alle Teilbereiche unter der Bezeichnung „BRK-Zentrum“ eine neue Heimat.

💕Wir nutzen die Gelegenheit und bedanken uns beim BRK für ihre Arbeit von ganzen Herzen!!

🏡Mit diesem Foto erfüllen wir einen Bilderwunsch nach „einem Blick in den früheren Jordan-Biergarten“. Man schaut auf de...
14/08/2026

🏡Mit diesem Foto erfüllen wir einen Bilderwunsch nach „einem Blick in den früheren Jordan-Biergarten“. Man schaut auf den noch leeren Garten, im Hintergrund erkennt man einen Teil des Anwesens Regensburger Straße 38.

🍻Die Geschichte des Jordan-Bräu lässt sich bis 1772 zurückverfolgen. Zu dieser Zeit wurde das Bier noch in den unterirdischen Felsenkellern vergoren, gelagert und abgefüllt. Der als „Meiler’sche Bierkeller“ bezeichnete Bräu zählte zu den größten Bierkellern Ambergs. In dem darüber liegenden „Kellerhaus“ wurde Bier ausgeschenkt, das vom damaligen Kommun-Brauhaus gebraut wurde und in Fässern in die Regensburger Straße geschafft wurde. Dies änderte sich, als Hans Pöllath 1930 auf diesem Grundstück ein Bräuhaus mit Eiskeller errichten ließ.

🍺1991 wurde das Sudhaus der Brauerei „Jordan“ abgerissen, um einem Mehrfamilienhaus Platz zu machen. Damit verlor Amberg eines seiner beliebtesten und attraktivsten Gartenlokale. Geblieben sind Reste der um den Biergarten führenden Mauer und das Metalltor. Der alte Baumbestand in diesem Bereich lässt uns den früheren Biergarten-Flair spüren. Vielleicht hat jemand noch ein Privatfoto von einem Besuch des Biergartens?

11/08/2026

🌧️Bei strömenden Regen feierten die Amberger am 11. August 1978 Richtfest für das neu gestaltete Hockermühlbad. Auch die letzten fünf Monate begleiteten die Baumaßnahmen missliche Wetterverhältnisse, Oberbürgermeister Prechtl meinte dazu pragmatisch, dass man sich eine bessere Bauphase gar nicht hätte wünschen können, weil der Badebetrieb fast komplett ausfiel. Der Neubau des Freibades entstand vor über 15 Jahren aus der Planung heraus, die Umkleidekabinen zu reparieren.

🪏Die Bauarbeiten für die komplette Neugestaltung starteten am 27.02.1978 mit den Erbarbeiten. Es sollten ein Sportbecken mit 1050 qm, ein Springerbecken mit 210 qm mit Plattformen für 5, 3 und 1-Meter-Sprungbretter sowie ein Nichtschwimmer- (950 qm) und ein Kinderplanschbecken (100 qm) entstehen. Es ist eine „Wachstation“ für DLRG, Erste Hilfe, Umkleide- und Geräteraum sowie Toiletten und Umkleideräume mit 20 Kabinen und 600 Schließfächern, ein Mutter-/Kindbereich geplant, die Kassenbedienung erfolgt automatisch.

🩴Die Beheizung erfolgt mit Hilfe einer Gaswärmepumpe, die dem Fiederbach Wärme entzieht. Jedes Becken lässt sich einzeln beheizen, je nach Außentemperatur, Frequenz und Verwendungszweck. Im Nichtschwimmerbecken wird es eine Rutsche und Massagedüsen geben, am Springerbecken entstehen „Sonnenbretter“. Für die Gaststätte mit 80 Plätzen (plus 30 im Nebenzimmer) und Terrasse mit Kiosk wurde zu dieser Zeit noch ein Pächter gesucht.

🚰Geplant war bis zur Eröffnung 1979 die Anbringung von Trinkwasser-Zapfstellen und im hinteren Bereich ein eigener Toilettenbau, der den Weg zum Zentralgebäude erspart.

🐈Am 8. August ist der internationale Tag der Katze (auch Weltkatzentag), ein weltweiter Aktionstag, der 2002 vom „Intern...
08/08/2026

🐈Am 8. August ist der internationale Tag der Katze (auch Weltkatzentag), ein weltweiter Aktionstag, der 2002 vom „International Fund for Animal Welfare“ (IFAW) ins Leben gerufen wurde. Aus diesem Grund haben die Mitarbeiter des Stadtarchivs mal in ihren Kinderfotoalben geblättert und wurden mit diesem Bild aus den 1970er Jahren fündig. Wollt Ihr Eure Kindheitserinnerungen mit uns teilen, dann postet ein Foto in die Kommentare; wir würden uns freuen!

🥛Ab 1. August 1951 gab es in Deutschland eine wesentliche Neuerung beim Kauf von Milch: nach der langen Kriegspause best...
06/08/2026

🥛Ab 1. August 1951 gab es in Deutschland eine wesentliche Neuerung beim Kauf von Milch: nach der langen Kriegspause bestand wieder die Möglichkeit, Trinkmilch in Flaschen bei den Händlern zu beziehen. Die keimfreie Behandlung in den Molkereien erfolgte schon seit langem in einwandfreier Art und Weise, erst wenn der Verbraucher mit der Milch in Berührung kam, war der Weg der Milch aus dem Milchladen in die Küche nicht immer so, wie er im Interesse unserer Gesundheit wünschenswert wäre – so kann man einer Zeitungsmeldung entnehmen.

🍶Die Entwicklung von Flaschenabfüllmaschinen hat im Arbeitsvorgang der Molkereien eine Lücke geschlossen. Auch in Amberg schaffte sich die Molkereigenossenschaft eine dieser neuen und modernen Maschinen an, die es der Molkerei nun ermöglicht, die Verbraucher über den Einzelhandel mit gekühlter und sauber verschlossener Trinkmilch in Ein- und Halb-Liter-Flaschen zu bedienen. Füllen und Verschließen der Flaschen passiert automatisch, damit entfällt die Gefahr, dass die von der Molkerei entkeimte und gereinigte Milch wieder verschmutzt wird. Der Aluminium-Verschluss der abgefüllten Trinkmilch in Flaschen trägt außerdem das jeweilige Datum des Abfülltages.

🪙Das Bayer. Wirtschaftsministerium hat auf die Flaschenmilch einen Verpackungszuschlag von 3 Pfennig pro ½ Liter- und 6 Pfennig pro 1-Liter-Flasche einheitlich festgelegt. Für diese wenigen Pfennige mehr wird "größere Bequemlichkeit sowie garantiert frische und hygienisch einwandfreie Milch geboten", so heißt es in der Pressemitteilung.

Bayernland eG Amberg Amberger Kühltechnik

31/07/2026

Amberg. Erste Arbeitssitzungen zum Deutschen Historischen Städteatlas markieren den Start eines interdisziplinären Projekts für das Stadtjubiläum 2034. Bis 2030 entsteht ein analoger und digitaler Atlas zur Stadtgeschichte.

🔝Wir freuen uns riesig, dass wieder Führungen zur Türmerstube auf dem Martinsturm möglich sind. Hierbei gibt es neben In...
30/07/2026

🔝Wir freuen uns riesig, dass wieder Führungen zur Türmerstube auf dem Martinsturm möglich sind. Hierbei gibt es neben Informationen zur Geschichte der Kirche wissenswertes zum Beruf des Türmers, seit wann es ihn gab und welche Aufgaben zu erfüllen waren. Kirchtürme sind durch ihre 360-Grad-Rundumsicht ideale Aussichtspunkte und man konnte von hier aus perfekt die Bevölkerung vor den unterschiedlichsten Gefahren warnen, wie z. B. Feuer oder Angreifer, die auf Amberg zukamen. Der Türmer war jedoch auch zuständig, um hochgestellte Persönlichkeiten anzuzeigen oder er vertrat die Stadt durch musikalische Darbietungen. In einer Zeit, in der ein modernes Feuermeldewesen existiert, ist der Beruf überflüssig geworden. Der letzte Amberger Türmer ging im April 1921 in Ruhestand.

🍹Der Aufstieg zur in ca. 65 m Höhe liegenden Stube ist alles andere als ein Spaziergang. Eine enge Treppe führt spiralförmig bis zur Höhe des mehrgeschossigen Dachstuhls und von dort aus weiter über ein hölzernes Treppengerüst bis in die Amtsstube des Türmers. Der Ausblick jedoch entschädigt für die Strapazen und man kann sich vom Balkon aus schon das Lokal aussuchen, in dem man nach dem Abstieg ein kaltes Getränk genießen möchte.

📷Unsere Fotos entstanden 1952 (Manfred Uhlig)
🎟️Buchungen können über die Tourist-Info vorgenommen werden.


Basilika St. Martin Amberg Stadterlebnis Amberg, Oberpfalz

Adresse

Paulanerplatz 17
Amberg
92224

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 12:30
Dienstag 08:00 - 12:00
14:00 - 16:00
Mittwoch 08:00 - 12:00
14:00 - 16:00
Donnerstag 08:00 - 12:00
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Freitag 08:00 - 12:00

Telefon

+499621101821

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