Bundesverband Männertrauer

Bundesverband Männertrauer Der Bundesverband Männertrauer ist der einzige Verband, der sich gezielt dem Mann und seiner Trauer widmet.

Welttag der Suizidprävention – warum Männertrauer dazugehörtAm 10. September ist Welttag der Suizidprävention. Eine Zahl...
02/09/2026

Welttag der Suizidprävention – warum Männertrauer dazugehört

Am 10. September ist Welttag der Suizidprävention. Eine Zahl dazu, die uns als Verband direkt betrifft: 2024 haben sich in Deutschland 10.372 Menschen das Leben genommen – 71,5 Prozent davon waren Männer. Männer sterben durch Suizid fast dreimal so häufig wie Frauen.

Das ist kein Zufall und keine Frage der "Veranlagung". Ein zentraler Risikofaktor ist unverarbeitete, unbegleitete Trauer – nach dem Tod eines nahen Menschen, nach einer Trennung, nach dem Verlust der eigenen Rolle im Leben. Und genau hier zeigt sich das Problem, das wir als Bundesverband Männertrauer täglich sehen: Männer suchen sich Unterstützung oft spät, manchmal zu spät, weil Trauerangebote selten so gestaltet sind, dass sie sie überhaupt erreichen.

Suizidprävention beginnt für uns deshalb nicht erst in der akuten Krise. Sie beginnt viel früher – bei der Frage, ob ein trauernder Mann merkt, dass es einen Ort für ihn gibt, bevor die Belastung untragbar wird.

👉 Mehr über unsere Arbeit: https://www.bundesverband-maennertrauer.de

Vorstand, Beirat, Gründungsmitglieder

25/08/2026

Warum sich eine Spende an den Bundesverband Männertrauer lohnt

100.000 € ist unser Ziel. 934 € haben wir bisher erreicht. Das ist kein Grund zur Frustration, sondern die ehrliche Ausgangslage einer Organisation, die gerade erst am Anfang steht – und genau deshalb zählt jede einzelne Spende gerade jetzt besonders.

Warum es sich lohnt, den Bundesverband Männertrauer zu unterstützen: Wir bauen etwas auf, das es in dieser Form kaum gibt – qualifizierte Trauerbegleitung speziell für Männer, eine eigene Ausbildung für Trauerbegleiter:innen mit Männersensibilität, Öffentlichkeitsarbeit, die ein blindes Feld sichtbar macht, und ein Netzwerk aus Fachleuten, die genau diese Perspektive einbringen.

Nichts davon ist selbstverständlich finanziert. Website, Materialien, Messeauftritte, die ersten Schritte einer noch jungen Organisation – all das kostet, bevor es sich selbst trägt.

Jeder Betrag hilft, ob 5 Euro oder 500. Und wer selbst erlebt hat, wie schwer männliche Trauer wiegen kann, weiß am besten, warum das wichtig ist.

👉 Jetzt spenden: https://www.goodcrowd.org/bundesverband-maennertrauer/donate

Warum tun sich Psychologie und Soziologie schwer, die Biologie als weitere Sichtweise auf Trauer zu akzeptieren?Trauer i...
22/08/2026

Warum tun sich Psychologie und Soziologie schwer, die Biologie als weitere Sichtweise auf Trauer zu akzeptieren?

Trauer ist über ein Jahrhundert hinweg fast ausschließlich mit den Werkzeugen der Psychologie und Soziologie erklärt worden. Freuds Trauerarbeit, Bowlbys Bindungstheorie, Kübler-Ross' Phasenmodell, später die Weiterentwicklungen über Kontinuität der Bindung und soziale Konstruktion von Trauerritualen – all das sind Bausteine eines Gebäudes, das über Jahrzehnte errichtet wurde. Wenn nun die Biologie an dieses Gebäude klopft und einen eigenen Flügel beansprucht, ist Skepsis fast zwangsläufig. Vier Gründe stecken meiner Erfahrung nach dahinter.

Die Angst vor der Reduktion

Der stärkste Vorbehalt ist die Sorge vor biologischem Reduktionismus: dass eine zutiefst persönliche, kulturell eingebettete, sinnstiftende Erfahrung auf Cortisolwerte und evolutionäre Mechanismen heruntergebrochen wird. Wer Trauer als "evolutionär sinnvolles Bindungssignal" beschreibt, läuft Gefahr, ihr genau das zu nehmen, was Psychologie und Soziologie über Jahrzehnte herausgearbeitet haben: dass Trauer individuell, kulturell vielfältig und nicht auf eine Formel reduzierbar ist. Diese Sorge ist berechtigt – sie wird nur zum Problem, wenn daraus ein Denkverbot wird, statt eine Mahnung zur Sorgfalt.

Unterschiedliche Fragen, keine Konkurrenz

Biologie und Sozialwissenschaften stellen grundverschiedene Fragen. Die Biologie fragt: Wozu dient ein Verhalten, welchen Überlebens- oder Fortpflanzungsvorteil hatte es? Psychologie und Soziologie fragen: Wie wird eine Erfahrung erlebt, welchen Sinn bekommt sie, wie wird sie sozial verhandelt? Das sind keine konkurrierenden, sondern komplementäre Ebenen – nur werden sie in getrennten Fakultäten, mit getrennten Methoden und in getrennten Fachzeitschriften bearbeitet. Wer in seiner Ausbildung nie lernt, zwischen diesen Ebenen zu übersetzen, hält die andere Perspektive schnell für Konkurrenz statt für Ergänzung.

Die Geschichte der Evolutionsargumente

Hinzu kommt eine historische Altlast: Evolutionäre Erklärungen für menschliches Verhalten wurden in der Vergangenheit missbraucht, um soziale Ungleichheit zu rechtfertigen – vom Sozialdarwinismus bis zur Eugenik. Sozialwissenschaftler:innen sind dadurch zu Recht wachsam gegenüber jeder Aussage, die gesellschaftliche Unterschiede biologisch "natürlich" erscheinen lässt. Bezogen auf Trauer heißt das konkret: Die Sorge, eine biologische Erklärung für geschlechtsspezifische Trauermuster könnte als Ausrede dienen – nach dem Motto, Männer könnten eben nicht anders, und müssten sich folglich auch nicht ändern.

Der mühsam erkämpfte Blick weg von der Pathologisierung

Schließlich haben Psychologie und Soziologie in den letzten Jahrzehnten hart daran gearbeitet, Trauer zu entpathologisieren: weg von starren Phasenmodellen, hin zu "Continuing Bonds", hin zur Anerkennung kultureller Vielfalt im Umgang mit Verlust. Eine biologische Perspektive kann sich dabei wie ein Rückschritt anfühlen – zurück zu Diagnosen, Hormonspiegeln und der Sprache der Medizin, die man gerade erst hinter sich gelassen hat.

Warum es sich trotzdem lohnt

Keiner dieser Einwände macht die biologische Perspektive falsch – sie machen sie erklärungsbedürftig. Ein vollständiges Bild von Trauer braucht meines Erachtens alle drei Ebenen: was im Körper geschieht, was im Erleben des Einzelnen passiert, und wie eine Gesellschaft Verlust rahmt und ritualisiert. Keine der drei Ebenen ist für sich genommen ausreichend. Gerade weil Trauer so unterschiedlich erlebt wird – zwischen Männern und Frauen, zwischen Kulturen, zwischen Generationen –, lohnt sich der Blick auf das, was uns biologisch verbindet, ohne dabei zu vergessen, wie viel davon geformt, gedeutet und gelebt wird. Nicht die Biologie ersetzt Psychologie und Soziologie. Sie erweitert das Bild um eine Ebene, die bislang zu oft fehlte.

Dr. Martin Kreuels: Biologe, Autor & Referent: www.martinkreuels.de

Dr. Martin Kreuels: Biologe, Autor & Referent. Fortbildung zu Trauer bei Männern. Kontakt: 0171 50 75 943.

Jahresausbildung zum Einstiegspreis buchbarDie Jahresausbildung zum/zur zertifizierten Trauerbegleiter/in des Bundesverb...
20/08/2026

Jahresausbildung zum Einstiegspreis buchbar

Die Jahresausbildung zum/zur zertifizierten Trauerbegleiter/in des Bundesverbandes Männertrauer ist ab sofort zum Einstiegspreis buchbar.

Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist: Wir werden den Preis der Ausbildung in den kommenden Jahren anheben. Wer jetzt bucht, sichert sich den aktuellen Einstiegspreis dauerhaft – unabhängig davon, wie sich der Preis künftig entwickelt.

Und das Beste: Ihr müsst die Ausbildung nicht sofort am Stück durchlaufen. Die 12 Module könnt ihr euch flexibel über die kommenden Jahre einteilen – der Gesamtpreis bleibt dabei auf dem Stand eures Buchungszeitpunkts eingefroren. Ihr zahlt den Preis von heute, ganz gleich, wann ihr das letzte Modul abschließt.

Das ist kein Werbeversprechen, sondern ein echtes Einstiegsangebot für alle, die sich für die Trauerbegleitung von Männern qualifizieren wollen, ohne sich sofort zeitlich oder finanziell unter Druck zu setzen.

👉 Zur Anmeldung und allen Infos: https://www.bundesverband-maennertrauer.de/jahresausbildung/

Warum der BVMT eine eigene Jahresausbildung anbietetEs gibt in Deutschland zahlreiche Ausbildungen zum Trauerbegleiter. ...
18/08/2026

Warum der BVMT eine eigene Jahresausbildung anbietet

Es gibt in Deutschland zahlreiche Ausbildungen zum Trauerbegleiter. Warum dann noch eine eigene, speziell für die Begleitung von Männern?

Weil die meisten bestehenden Ausbildungen ein Modell von Trauer vermitteln, das sich vor allem am Sprechen orientiert: Gefühle benennen, im Kreis sitzen, das Erlebte in Worte fassen. Das ist wertvoll – aber es passt nicht automatisch zu der Art, wie viele Männer trauern: handelnd statt redend, zurückgezogen statt offen, im Tun statt im Gespräch. Wer das nicht kennt oder gelernt hat zu erkennen, läuft Gefahr, genau die Männer zu übersehen, die eigentlich Hilfe bräuchten.

Deshalb bilden wir mit der Jahresausbildung des Bundesverbandes Männertrauer gezielt aus: 12 Module, 250 Stunden, die geschlechtsspezifische Trauerprozesse aus biologischer, psychologischer und gesellschaftlicher Perspektive beleuchten – und ganz praktisch vermitteln, wie Gesprächsführung und Begleitung bei Männern tatsächlich funktionieren.

Eine eigene Ausbildung zu betreiben bedeutet mehr Aufwand, als einfach auf bestehende Angebote zu verweisen. Aber genau dieser Aufwand ist es, der den Unterschied macht – für die Trauerbegleiter:innen von morgen und für die Männer, die sie einmal begleiten werden.

👉 Mehr zur Jahresausbildung: https://www.bundesverband-maennertrauer.de/jahresausbildung/

Jahresausbildung zum/zur zertifizierten Trauerbegleiter/inWenn die Stille lauter wird als der Schmerz, braucht es Mensch...
12/08/2026

Jahresausbildung zum/zur zertifizierten Trauerbegleiter/in

Wenn die Stille lauter wird als der Schmerz, braucht es Menschen, die beide Sprachen der Trauer verstehen.

Ab dem 24. Oktober 2026 startet die neue Jahresausbildung zum/zur zertifizierten Trauerbegleiter/in des Bundesverbandes Männertrauer. In 12 Modulen und 250 Ausbildungsstunden lernt ihr, geschlechtsspezifische Trauerprozesse zu erkennen und professionell zu begleiten – biologisch, psychologisch, gesellschaftlich und ganz praktisch in der Gesprächsführung.

Die Module finden kompakt an Wochenenden statt (Sa 09–17 Uhr, So 09–15 Uhr), geleitet von Fachexpert:innen des Bundesverbandes, in Kooperation mit dem Hospiz in Holzminden. Ein Outdoorwochenende und eine Abschlussarbeit zu einem Praxisfall gehören ebenfalls dazu.

Der Kurs ist durch den Bundesverband Männertrauer zertifiziert – und die Gruppe bewusst klein gehalten, damit wirklich intensiv miteinander gearbeitet werden kann.

📅 Start: 24.–25.10.2026
📝 Anmeldeschluss: 30.09.2026
💶 2.400 € – einmaliger Preis, gültig nur für den Jahrgang 2026/2027

Einzelne Plätze sind aktuell noch frei.

👉 Alle Infos und Anmeldung: https://www.bundesverband-maennertrauer.de/jahresausbildung/

Wenn unverarbeitete Trauer krank machtDer Tod der Ehefrau erhöht bei älteren Männern nachweislich das Risiko, später an ...
10/08/2026

Wenn unverarbeitete Trauer krank macht

Der Tod der Ehefrau erhöht bei älteren Männern nachweislich das Risiko, später an Demenz zu erkranken. Das zeigt eine aktuelle japanische Studie (Kawaguchi et al. 2026), über die u. a. fitbook.de berichtete. Bei Frauen verbessert sich das Wohlbefinden nach der akuten Trauerphase häufig sogar wieder – bei Männern ist es oft umgekehrt.

Die Forschenden raten: In den ersten zwölf Monaten nach dem Verlust nicht allein lassen, im Gespräch bleiben, beim Aufbau eines sozialen Netzes unterstützen. Klingt banal. Ist es aber nicht – denn genau das fehlt vielen trauernden Männern bis heute.

Und genau hier setzt der Bundesverband Männertrauer an: Trauer bei Männern wird zu selten ernst genommen, zu selten professionell begleitet, zu oft mit "der kommt schon klar" abgetan. Diese Studie zeigt, wohin das führen kann – nicht nur seelisch, sondern messbar körperlich.

Wer einen trauernden Mann im Umfeld hat: Fragt nach, bleibt dran. Und wer selbst betroffen ist: Diesen Weg muss niemand allein gehen.

👉 Mehr über unsere Arbeit: https://www.bundesverband-maennertrauer.de

Vorstand, Beirat, Gründungsmitglieder

Warum wir bei neuen Experten so streng auswählenWir bekommen regelmäßig Anfragen von Menschen, die gerne Teil des Expert...
31/07/2026

Warum wir bei neuen Experten so streng auswählen

Wir bekommen regelmäßig Anfragen von Menschen, die gerne Teil des Expertenstabs im Bundesverband Männertrauer werden möchten. Und regelmäßig sagen wir auch: noch nicht, oder so nicht.

Warum sind wir da so streng?

Weil Trauer kein Feld für Schnellangebote ist. Wer in wenigen Wochenenden ein Zertifikat erwirbt und sich danach "Experte" nennt, hat vielleicht Werkzeuge gelernt – aber noch keine Erfahrung darin, wie sich Trauer in echten, chaotischen, oft widersprüchlichen Leben tatsächlich zeigt. Genau diese Erfahrung entscheidet aber darüber, ob wir einem Trauernden wirklich helfen oder ihm unbeabsichtigt schaden.

Unsere Experten bringen deshalb echte Praxis mit: jahrelange Arbeit in Hospiz- und Sterbebegleitung, eigene Praxen, wissenschaftliche Qualifikationen, oft eigene Verlusterfahrungen. Wissen, das über Jahrzehnte gewachsen ist, nicht über ein Wochenende.

Deshalb haben wir uns von Anfang an für einen Beirat entschieden – eine fachliche Instanz, die jede Aufnahme kritisch prüft, bevor sie dem Vorstand zuarbeitet.

Uns ist bewusst, dass das bedeutet: Wir wachsen langsamer, als wir könnten. Aber lieber langsam und verlässlich, als schnell und beliebig. Trauernde verdienen keine Schnellangebote, sondern Menschen, die wissen, was sie tun.

Mehr zu unseren Expertinnen und Experten: https://www.bundesverband-maennertrauer.de/experten/

Adresse

Swart Weg 82
Bünde
26831

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