06/09/2023
Gestern wurde der Entwurf der Bundesregierung für den Bundeshaushalt des BMFSFJ 2024 in erster Lesung im Bundestag beraten. Die geplanten Kürzungen sind besorgniserregend. Wenn wir jetzt an der falschen Stelle sparen, kommt uns das in der Zukunft teuer zu stehen. Es ist ein Irrglaube, man würde jungen Menschen mit einer vermeintlich schwarzen Null irgendeinen Gefallen tun. Das Gegenteil ist der Fall: Wer bei jungen Menschen spart, spart an der Zukunft! Wo wir jetzt nicht bereit sind in Bildung, Demokratieförderung und Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu investieren, werden wir mit den (teuren) Folgen leben müssen. Was jetzt nicht für den Klimaschutz aufgewendet wird, werden wir ungleich mehr in die Abfederung der Folgen der Klimakrise stecken müssen. Verantwortungsbewusstes und besonnenes Wirtschaften sieht anders aus. Besonders fatal ist es, wenn, wie nun vorgesehen, bei den besonders von den Krisen unserer Zeit betroffenen jungen Menschen gespart wird, statt Strukturen zu schaffen, die allen jungen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe an Gesellschaftsgestaltung sichern. Dazu sind insbesondere Jugendverbände und weitere Institutionen und Einrichtungen der Jugendarbeit bedarfsgerecht finanziell auszustatten. Hier lernen junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen, Gesellschaft und Umwelt aktiv mitzugestalten und bringen sich für zentrale Themen unserer Zeit wie Klimaschutz, gesellschaftliche Teilhabe oder internationale Gerechtigkeit ein.
Wir fordern daher ein sofortiges Umdenken der Bundesregierung, denn Zukunft braucht Investitionen!