Interbrigadas

Interbrigadas Interbrigadas e.V. - Verein für den interkulturellen Austausch zwischen Europa und Lateinamerika ein Zentrum für die internationale Soli-Bewegung aufzubauen.

Über uns

Interbrigadas gibt es seit 2007 als eingetragenen und gemeinnützigen Verein. Wir sind eine Gruppe junger Menschen aus Berlin und engagieren uns im Bereich des politischen und kulturellen Austausches zwischen Europa und Lateinamerika mit internationalistischem Anspruch. Wer wir sind

Interbrigadas genauer zu beschreiben, ist keine leichte Aufgabe. Wir haben über die Jahre eine Entwicklung

mit unterschiedlichen Phasen durchgemacht und es kommen immer weitere Facetten zu unserer Arbeit hinzu. Sie reichen von interkulturellem Austausch, politischer Kunst, über internationalistische Gewerkschaftsarbeit bis hin zur Romantik der großen Weltrevolution. Und wenn man einen gemeinsamen Nenner all unserer Aktivitäten, Projekte und Brigaden finden kann, dann ist es wohl der emanzipatorische politische Anspruch. Dieser Anspruch zeigt sich am ehesten in unseren Aktivitäten sowie den damit zusammenhängenden Themen, Aussagen und Diskussionen.

„Bildet euch, bildet andere, bildet Brigaden!“ – die ersten Jahre in Venezuela

Als wir noch als Schüler*innen unsere Arbeit begannen und erste Brigaden nach Venezuela organisierten – zu der in unseren Augen so hoffnungsvollen Bolivarischen Revolution – schlug für uns vor allem die Stunde der praktischen Solidarität. Viele Freund*innen und Interessent*innen ließen sich begeistern und kamen mit nach Venezuela. Doch wir fragten uns: Wo war die breite internationale Unterstützung und Solidarität, wie einst während der sandinistischen Revolution Nicaraguas, oder wie gar noch früher zu Zeiten der Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg 1936-1939? Im Prinzip musste die Solidarität für Venezuela in Deutschland erst organisiert werden. Unser Verein wurde 2007 mit dem Namen Interbrigadas ins Vereinsregister eingetragen – in ihm schwingt dieser Appell mit sowie das Bekenntnis zum historischen Erbe der internationalen Spanienkämpfer*innen. Wir brachten im Rahmen unserer praktischen Arbeit im Laufe der Jahre etwa 100 Menschen aus unterschiedlichen Ländern im Zeichen der Solidarität nach Venezuela (später auch nach Bolivien) und versuchten u.a. Wir besuchten und unterstützen lokale Gemeinderäte, besetzte und verstaatlichte Fabriken unter Arbeiter*innenkontrolle, landwirtschaftliche Kooperativen, immer auf der Suche nach Kooperationspartner*innen, die in Venezuela die Dinge weiter vorantreiben wollten. Denn Probleme taten sich in Venezuela zur Genüge auf, waren sie historisches Erbe der Zeit vor Hugo Chávez oder hausgemachte Probleme des Chavismus. Hier in Deutschland begeisterten wir viele Menschen mit unseren authentischen Informationsveranstaltungen, Brigadeberichten und Ausstellungen. Öffentlich besonders wahrgenommen wurden unsere Wandbildmalereien. Im Rahmen von zwei künstlerischen Projekten unter dem Motto „Aufstand der Farben“ knüpften wir viele Kontakte zu sozialen Initiativen hierzulande und schlugen Brücken der Solidarität zwischen den Kontinenten. Von der kritischen Solidarität…

Mit den positiven Erlebnissen und auch Enttäuschungen wurde unsere Solidarität über die Jahre kritischer und in gewissem Sinne politischer, d.h. wir mussten die wirtschaftlichen Widersprüche Venezuelas studieren und verstehen. Deshalb suchten wir dort nach Akteur*innen, die diese Widersprüche praktisch und ideologisch bearbeiteten. Es resultierten hier in Deutschland eigene Lesekreise zu Marx, Ökonomie-Seminare an der Uni und Vorträge von uns zur politischen Ökonomie Venezuelas. Wir begleiteten befreundete venezolanische Arbeiter*innen aus besetzten Betrieben unter Arbeiter*innenkontrolle auf zwei Touren durch Deutschland und stießen Debatten und Kooperationen an. In Venezuela war jedoch kein breiter Trend zu erkennen, der die Selbstverwaltung in Betrieben über Einzelbeispiele hinaus oder die einst vom Chavismus versprochene Diversifizierung der Wirtschaft durchzusetzen vermochte. Heute, im Nachhinein, haben wir einige Lehren aus dem Verlauf der Bolivarischen Revolution gezogen, die ihren Zenit wahrscheinlich schon früher überschritten hatte, als wir anfänglich im Stande waren wahrzunehmen. Venezuela war trotz allem ein wichtiger Impuls für uns. Er hat der vielerorts gepredigten Alternativlosigkeit der weltweiten sozialen Ungerechtigkeiten mit selbstbewusster Stimme eine Absage erteilt und gezeigt, dass eine andere Welt möglich ist. Gleichzeitig haben wir erlebt, dass die ökonomischen und daraus folgenden sozialen Widersprüche sich auf Dauer nicht im Rahmen eines einzelnen Landes mit den Merkmalen Venezuelas auflösen ließen. Wir hatten es über viele Jahre hinweg nicht geschafft nachhaltige Kooperationspartner zu finden, weder im politischen Herzen Venezuelas, der Hauptstadt Caracas, noch auf dem ruhigeren Land. Wiederholt brachen Projekte durch innere und äußere Umstände in sich zusammen. Es zeigte sich die Notwendigkeit, unsere Strategie zu diskutieren und angesichts der Entwicklungen in Venezuela neu auszurichten. In der folgenden Zeit organisierten wir mit weiteren internationalistischen Gruppen aus Berlin und Akteur*innen aus Lateinamerika und Spanien die Konferenz „Internationalismus im 21. Jahrhundert“, in deren Rahmen wir für ein Netzwerk zur Koordination internationalistischer Arbeit warben. Schnelle Erfolge wurden nicht erzielt, aber wir haben im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der andalusischen Landarbeiter*innengewerkschaft SOC-SAT begonnen, auch in Europa stärker aktiv zu werden. Neue Schwerpunkte und Partner*innen in Europa und Kuba

Die Arbeit und Erfahrungen in Andalusien sind anders als in Venezuela. Es handelt sich um keinen umfassenden gesellschaftlichen Prozess, sondern es sind wenige Akteur*innen, die sich dort gegen den enormen sozialen, ökonomischen sowie rassistischen Druck auf die Tagelöhner*innen in der Landwirtschaft stemmen. In ihrer Arbeit spiegeln sich äußerst deutlich die globalen ebenso wie die innergesellschaftlichen Missverhältnisse unserer Zeit, vor deren Mitverantwortung wir uns in Europa nicht verstecken können. Die Antworten der SOC-SAT sind nicht zaghaft, sondern gehen an die Wurzel der Probleme. Doch deren Überwindung können wir in Zeiten der Globalisierung nur gemeinsamen in einem großen Wurf internationalistischer Zusammenarbeit bewältigen. Zeitgleich besteht sei 2019 eine Kooperation mit dem kulturellen und politischen Projekt "Ventana al Valle" auf Kuba, das wir beim Aufbau unterstützen. Neben dem politischen Kennenlernen Kubas wird auf den Brigaden auch praktisch Hand angelegt: sei es beim Ausbau der Räumlichkeiten oder im Permakutur Fruchtwald auf einem nahegelegenen Grundstück. Unsere Energie stecken wir also weiterhin in den Aufbau und die Vernetzung internationalistischer Akteur*innen und möchten zur Vereinigung ihrer Kämpfe beitragen, wie wir es derzeit in Andalusien, Kuba und hierzulande tun. Wir laden euch herzlich dazu ein, uns auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen, euch an unseren Brigaden und Projekten zu beteiligen, Mitglied zu werden, oder unsere Arbeit finanziell zu unterstützen. Euer Interbrigadas-Team

(Letzte Aktualisierung: April 2022)

Seit 2017 begleiten wir einen Arbeitskampf bei dem Gemüsehersteller Eurosol aus der Provinz Almeria. Nach anfänglichen E...
20/10/2023

Seit 2017 begleiten wir einen Arbeitskampf bei dem Gemüsehersteller Eurosol aus der Provinz Almeria. Nach anfänglichen Erfolgen und einer Betriebsratsgründung 2018 entschloss sich das Unternehmen im Jahr 2021/22 der lästigen Arbeiter:innen, die sich für ihre Rechte stark machten, Schritt für Schritt zu kündigen.

Niemand der damals rund 40 gewerkschaftlich organisierten Arbeiter:innen ist mehr im Betrieb.

Zeit entlassene Betriebsräte und ein Stellvertreter warten bis heute auf ihre Abfindungen. Eurosol behauptet vor Gericht, dass die offensichtlich fingierten Gründe der Entlassung rechtmäßig seien.

Wir sagen - das ist ein Skandal und Großkunden wie Lidl Deutschland Migros Albert Heijn + GLOBALG.A.P schauen untätig zu!

Wir werden uns solange für Egidia, Volodomyr und Slava stark machen, bis sie ihre Abfindungen bekommen!










12/03/2023

Ab jetzt könnt ihr euch euer Kinoticket für unsere Filmpremiere von Frutos de Resistencia im Vorverkauf online sichern, unter:

https://citykinowedding.de/programm/

(Wartet nicht zu lange, da die Anzahl der Sitzplätze im Kino begrenzt ist.) ;-)

Wir freuen uns auf euch und eine spannende Diskussion im Anschluss an die Premiere.

Euer Interbrigadas-Team

Unsere langjährige Verbündete Maria Montavez kommt zu uns ins Interbüro! Sie war eine der vielen Aktivisten, die den Cer...
24/10/2022

Unsere langjährige Verbündete Maria Montavez kommt zu uns ins Interbüro! Sie war eine der vielen Aktivisten, die den Cerro Libertad besetzt haben. Ein brachliegendes Stück Land mit alten Olivenbäumen, dem neues Leben eingehaucht wurde. Maria spricht über die Perspektiven der Besetzung und Bewirtschaftung von Land. Über ihre Erfahrung mit Repression und der wiederholten Räumung. Über ihren Gewerkschaftsaktivismus und welchen Stellenwert Landbesetzungen in der Gewerkschaft SOC-SAT haben. Die Veranstaltung wird von einer Küfa (Küche für alle) eingerahmt und auf Spanisch (ggf. übersetzt) abgehalten.

Eurosol explota y despide!Eurosol beutet aus und entlässt Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter!Eurosol - Union busting...
23/09/2022

Eurosol explota y despide!

Eurosol beutet aus und entlässt Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter!

Eurosol - Union busting 100 %!

Hace 5 años ya hemos acompañado la lucha valiente de alrededor de 40 trabajadorxs por condiciones de trabajo Dianas en el campo. En los ultimos dos años la empresa ha despedido sistematicamente lxs trabajadorxs afiliadxs al sindicato Soc-Sat entre ellxs tres miembros del comité de empresa.

Estás acciones inacceptables han quedado en impunidad.

Exigimos justicia e exigimos el respeto a la libertad sindical!

Eurosol
GLOBALG.A.P
Migros
Lidl Deutschland
Soc-Sat Almería
Landworkers' Alliance
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Diego Cañamero Valle
Oxfam
Ecologistas en Acción
Interbrigadas
Hände weg vom Wedding
Migrantifa Berlin
SOLIFONDS

Langer Atem für das Bleiberecht in AlmeríaDie beiden jungen Männer, die auf den Fotos zu sehen sind (Adil und Sarr) kämp...
19/09/2022

Langer Atem für das Bleiberecht in Almería

Die beiden jungen Männer, die auf den Fotos zu sehen sind (Adil und Sarr) kämpfen mit Hilfe der SOC-SAT für einen Arbeitsvertrag und einen Aufenthaltstitel in Spanien.

Beide leben und arbeiten bereits seit mehreren Jahren ohne Papiere in Almeria. Adil arbeitet seit 5 Jahren in einer großen Düngemittelfabrik ohne einen Arbeitsvertrag. Viele Migrant:innen arbeiten in Andalusien Jahre ohne Papiere ohne den Schutz des lokal geltenden Rechts, mit dem Ziel an Papiere zu kommen.

Wenn die betroffene Person nachweisen kann, dass sie ein geregeltes Einkommen über einen Mindestzeitraum von zwei Jahren hatte (auf einem spanischen Konto), dann kann ein Aufenthaltstitel beantragt werden (arraigo laboral). Eine Gelegenheitsstruktur für viele Migrant:innen auf der einen Seite, aber ein Status der Unsicherheit und Entrechtung von Arbeitnehmer:innen auf der anderen.

Adil war erfolgreich. Der Arbeitgeber von Sarr (Gewächshausbauunternehmen) weigert sich aktuell noch das Arbeitsverhältnis zu regularisieren.

Die SOC-SAT Almeria macht weiter Druck.

Seit einem Monat sind 23 Arbeiter:innen von Casa Nova Monforte im unbefristeten Streik.Nachdem sie den Mindestlohn durch...
08/07/2022

Seit einem Monat sind 23 Arbeiter:innen von Casa Nova Monforte im unbefristeten Streik.

Nachdem sie den Mindestlohn durchgesetzt hatten und einen Betriebsrat gewählt hatten, wurden sie entlassen.

Das kleine Unternehmen beliefert die größeren Unternehmen und , die wiederrum die Supermarktkette beliefern. Auch diese dubisoen Geschäftspartner:innen werden von .a.p zertifiziert.

Die nächste Brigade nach Kuba steht in den Startlöchern. Vom 15.07-15.08 werden Brigadist:innen das projekt Ventana al v...
05/07/2022

Die nächste Brigade nach Kuba steht in den Startlöchern. Vom 15.07-15.08 werden Brigadist:innen das projekt Ventana al valle tatkräftig unterstützen. Nach wie vor werden Spenden gesucht (Liste unter: https//www.interbrigadas.org/ankuendigung-der-kuba-sommerbrigade-2022/ ). Diese können im Interbüro in der Genterstraße abgegeben werden.
¡Hasta pronto!

Wir sind heute auf dem Klimatak mit Workshop und Stand vertreten! Sonne, Livemusik und viele coole Leute. Kommt vorbei u...
02/07/2022

Wir sind heute auf dem Klimatak mit Workshop und Stand vertreten! Sonne, Livemusik und viele coole Leute. Kommt vorbei und genießt die Athmosphäre, diskutiert mit uns und werdet Fördermitglied im Interbüro.

Adresse

Mühlenstr.24
Berlin
13187

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