Wildbiene "Wildbiene" ist ein Portal über die Biologie, Arten und Nisthilfen von Wildbienen.

Im Rahmen des Projekts "Wildbienen wild vernetzt" hat uns Michael Schoch von der Biologischen Station Haus Bürgel besuch...
02/01/2022

Im Rahmen des Projekts "Wildbienen wild vernetzt" hat uns Michael Schoch von der Biologischen Station Haus Bürgel besucht und ein Video produziert.
Der Film gehört zu einer Reihe von Lehr- und Informationsvideos, die die Faszination für die schönen aber auch gefährdeten Tiere wecken sollen und nützliche Praxistipps für einen wildbienenfreundlichen Garten und Balkon enthalten. Sie sind in die Online-Plattform YouTube eingebunden.

„Wildbienen wild vernetzt“ ist ein Projekt der Biologische Station Haus Bürgel. Fördergeber ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR). In diesem Video zeige...

Sandarium:Nutzen Sie jetzt die Zeit und legen diese insektenfreundliche Niststruktur an.50 % der Wildbienenarten nisten ...
17/01/2021

Sandarium:
Nutzen Sie jetzt die Zeit und legen diese insektenfreundliche Niststruktur an.
50 % der Wildbienenarten nisten im Erdboden. Rechnet man die Kuckucksbienen der bodennistenden Bienen hinzu, so entwickeln sich die Larven von 75 % der Bienenarten im Boden. Trockene, vegetationsarme und sonnenbeschienene Sandflächen sind für eine Vielzahl an Bienenarten lebensnotwendige Niststrukturen.
Sandflächen als Nisthabitat für eine Vielzahl an spezialisierten Bienen- und Einsiedlerwespenarten können auch angelegt werden. Eine solche Niststruktur wird „Sandarium“ genannt. Eine ausführliche, bebilderte Anleitung dafür wurde gerade bei wildbiene.com online gestellt:
https://www.wildbiene.com/nisthilfen/sandarien

Der „Markstängel-Busch“ Einige Wildbienen bauen ausschließlich in markhaltigen Zweigen oder Stängeln (wie Brombeeren ode...
28/05/2019

Der „Markstängel-Busch“

Einige Wildbienen bauen ausschließlich in markhaltigen Zweigen oder Stängeln (wie Brombeeren oder Königskerzen) ihre Nester. In das weiche Pflanzenmark nagen sie ihr Nest. Fast alle Arten sind nicht in der Lage verholzte Stängelwände zu durchnagen. Sie sind auf Bruchstellen angewiesen, an denen das Mark offenliegt. Es werden nur Zweige oder Stängel besiedelt, die abgestorben und trocken sind.

Markstängelnistern kann geholfen werden, indem beispielsweise abgestorbene Rosenranken gekappt werden. Einerseits können die Stängel am Ort zu belassen werden, anderseits können ca. 60 cm lange Stücke geschnitten werden und an gut besonnten Stellen neu angeordnet werden. Die Stängel sollten senkrecht oder leicht geneigt zum Beispiel an einem Zaun oder an parallelen Drähten angebunden werden. Die Stängel können auch an in den Boden geschlagenen Stäben fixiert werden. Werden Stängel direkt in den Boden gesteckt, verrotten sie durch die Bodenfeuchte im unteren Bereich und fallen um. Eine auch optisch ansprechende Nisthilfe ist ein „Markstängel-Busch“ (Idee: Volker Fockenberg). In einen abgestorbenen Strauch (gibt es oft auf Grünsammelstellen an Friedhöfen) werden mit Wollresten verschiedene markhaltige Stängel angebunden. Der „Markstängel-Busch“ wird in einem Blumenkübel mit Sand „gepflanzt“. Der Blumenkübel dient bodennistenden Bienen und Grabwespen als Nistplatz.

Folgende Markhaltige Stängel können verwendet werden:
Brombeeren (werden am besten besiedelt), Himbeeren, (Wild)Rosen, Sommerflieder (Buddleja), Disteln, Königskerzen, (Stauden)Sonnenblumen (z. B Topinambur), Kletten, Beifuß, Holunder (wird nur selten besiedelt)

Nützliche Hinweise:
Markhaltige Stängel nie bündeln oder zusammen mit hohlen Stängeln in Dosen Stecken. Derartige Strukturen entsprechen nicht dem Suchschema der Mark-Spezialisten und werden daher kaum besiedelt. Zudem bevorzugen die Arten senkrecht oder leicht geneigte Stängel gegenüber horizontal ausgerichteten Stängeln.
Nach der Besiedlung müssen die Stängel für ein weiteres Jahr im Freien bleiben. Die neue Generation überwintert in den Stängeln und schlüpft erst im nächsten Jahr.

In markhaltigen Stängeln wurden 12 Bienenarten 12 solitäre Wespenarten und 10 parasitische Wespen nachgewiesen.
Folgende Bienen sind zu erwarten:
Ceratina cyanea (Gewöhnliche Keulhornbiene)
Hylaeus brevicornis (Kurzfühler-Maskenbiene)
Hylaeus communis (Gewöhnliche Maskenbiene)
Osmia claviventris (Gelbspornige Stängel-Mauerbiene)
Osmia leucomelana (Schwarzspornige Stängel-Mauerbiene)

Die Wildbienen-Saison an Nisthilfen hat begonnen :-) Ein Foto von heute Morgen mit Männchen der Gehörnten Mauerbiene (Os...
22/03/2019

Die Wildbienen-Saison an Nisthilfen hat begonnen :-)
Ein Foto von heute Morgen mit Männchen der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) in einem Bienenstein.

Insekt des Jahres 2019: Rostrote MauerbieneRampenlicht an für die Rostrote Mauerbiene: Im kommenden Jahr wird sie in Deu...
02/12/2018

Insekt des Jahres 2019: Rostrote Mauerbiene

Rampenlicht an für die Rostrote Mauerbiene: Im kommenden Jahr wird sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Rolle der Botschafterin für die bedrohten Wildbienenarten und für weitere Bestäuberinsekten übernehmen. Wer genau hinschaut, kann die summende Botschafterin leicht im heimischen Umfeld entdecken, sagen Experten.

Die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) ist ein echter Frühlingsbote – sobald die auffallend pelzig behaarte Wildbiene auftritt, ist die Zeit der andauernden Fröste vorüber und Frühjahrsblüher, wie Krokusse oder Schneeglöckchen recken ihre Knospen der Sonne entgegen.

„Mit der Rostroten Mauerbiene wurde die zweite Bienenart als ‚Insekt des Jahres’ gekürt. Wir möchten mit dieser Wahl auch auf das Artensterben der Wildbienen aufmerksam machen – auch wenn unser Jahresinsekt bisher nicht als gefährdet gilt“, erläutert Prof. Dr. Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg und Vorsitzender des Auswahl-Kuratoriums. „Auch wollen wir generell auf die hohe Bedeutung der Bestäubung als Ökosystemdienstleistung hinweisen, die für unsere Nahrungsmittelproduktion äußerst wichtig ist“, fügt der Wissenschaftler hinzu.

„Rund 700 Wildbienenarten leben bei uns in Mitteleuropa. Sie alle spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Die Natur, die Kulturlandschaft, wir Menschen brauchen sie – als unersetzbare Bestäuber in einem gesunden und produktiven Ökosystem. Für ihren Schutz müssen wir ‚grenzenlos‘ denken. Deshalb habe ich sofort zugesagt, Schirmherrin für die Rostrote Mauerbiene, das Insekt des Jahres 2019 für Österreich, Deutschland und die Schweiz zu werden“, so die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Aufgrund ihres Nistverhaltens ist die Rostrote Mauerbiene häufig in der Nähe menschlicher Behausungen zu finden. Die etwa 8 bis 14 Millimeter großen Insekten nutzen vorhandene Hohlräume in Trockenmauern, Löß- und Lehmwänden, aber auch in Totholz, lockerem Gestein und zahlreichen anderen Strukturen, um darin ihre einzelnen gemörtelten Brutnester anzulegen. „Nester dieser Biene wurden schon in Türschlössern, in der Plastikhülle eines Rolladenstoppers und sogar in einer Holzflöte gefunden“, ergänzt Schmitt.

Dabei geht von der an eine schlanke Hummel erinnernden Biene aber keine Gefahr aus. Schmitt hierzu: „Die Rostroten Mauerbienen sind nicht zum Stechen aufgelegt – das ‚Zusammenleben’ mit dem Menschen ist kein Problem. Im Gegenteil: Die Biene bietet die Gelegenheit den Lebenszyklus eines Insekten ganz aus der Nähe zu beobachten.“
Pro Jahr entwickelt sich eine Generation dieser Mauerbienen: Die Weibchen legen im Frühjahr die mit Pollen gefüllten Nisthöhlen an, in denen sich die Larven bis August zu erwachsenen Bienen entwickeln. In diesem Zustand verharren sie bis zum nächsten Frühjahr, um sich dann mit ihren kräftigen Kiefern aus dem verschlossenen Nest zu nagen. Dort warten bereits die männlichen Tiere zu Paarung und der Zyklus beginnt erneut.

Der wissenschaftliche Namenszusatz des Jahresinsekts – bicornis, lateinisch für zweihörnig – leitet sich von einem eindeutigen Erkennungsmerkmal ab: Die weiblichen Tiere tragen zwei spatelartige Hörnchen am Kopf, die zur Ernte von Blütenpollen dienen. Hierbei sind die Mauerbienen nicht auf eine bestimmte Pflanze angewiesen, es gibt kaum eine Blütenpflanze deren Pollen Osmia bicornis nicht einträgt. Viel entscheidender ist dagegen der Umfang des Pollenangebotes und die Verfügbarkeit in Nestnähe – auch damit die Bienen ihre wichtige Aufgabe als Bestäuber wahrnehmen können.

„Die Rostrote Mauerbiene gilt bisher als ungefährdet – dennoch steht sie, wie alle Wildbienenarten, unter Schutz“, erläutert Schmitt und gibt einen Tipp, wie der Erhalt der Bienenart unterstützt werden kann: „Unser ‚Insekt des Jahres’ freut sich im Frühjahr über Nistplatzangebote. Diese ‚Insektenhotels’ lassen sich auch prima selbst herstellen und bieten eine gute Gelegenheit Kinder an das Thema Insektenschutz heranzuführen!“.

Das Insekt des Jahres wird seit 1999 proklamiert. Die Idee hierzu stammte vom Prof. Dr. Holger Dathe, damaliger Leiter des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg. Ein Kuratorium, dem namhafte Insektenkundler und Vertreter wissenschaftlicher Gesellschaften und Einrichtungen angehören, wählt jedes Jahr aus verschiedenen Vorschlägen ein Insekt aus.

Quelle: www.senckenberg.de
Foto: Volker Fockenberg

Die Wildbienen Deutschlands Das Warten hat ein Ende Die „Wildbienenbibel“, das Werk „Die Wildbienen Baden-Württembergs“,...
01/09/2018

Die Wildbienen Deutschlands
Das Warten hat ein Ende
Die „Wildbienenbibel“, das Werk „Die Wildbienen Baden-Württembergs“, von Paul Westrich, ist seit über 20 Jahren vergriffen. Für gebrauchte Werke muss man im Antiquariat 600 € zahlen. Nun erscheint sein neues großartiges Buch zu den Wildbienen Deutschlands. Es enthält über 560 Steckbriefe sämtlicher heimischer Arten mit allem Wissenswerten zu Verbreitung, Biologie, Flugzeit. 1700 erstklassige Farbfotos erwarten den Leser (in der "alten" Bibel waren es 496).
Ein Muss für jeden, der sich näherer mit Wildbienen beschäftigt.
Die neue "Bibel" jetzt bei wildbiene.com für € 99 kaufen und versandkostenfrei (innerhalb Deutschlands) erhalten!

Weitere Infos und Leseprobe hier:
https://www.wildbiene.com/standard/details.php?am=4&as=11&am_a=&artnr=301

Neu erschienen: Film-DVD Wildbienen (€ 16)jetzt Preisnachlass von € 2,50Atemberaubende Bilder über unsere heimischen Wil...
22/11/2017

Neu erschienen: Film-DVD Wildbienen (€ 16)
jetzt Preisnachlass von € 2,50

Atemberaubende Bilder über unsere heimischen Wildbienen und Ihre Verhaltens- und Lebensweisen. Bei jeder vorgestellten Wildbienen-Art erlebt der Zuschauer dramatische Geschichten, die die jeweiligen, oft hochspezialisierten Anpassungen der Wildbienen veranschaulichen. Dabei wird mehr als einmal deutlich, wie wichtig Ödland und Wilde Ecken in unserer Landschaft sind – Lebensräume die unter der industriellen Landwirtschaft und durch unsere Ordnungsliebe stark zurückgegangen sind. So ist der Film auch ein emotionales Plädoyer für mehr Wildnis, auch und gerade für Wildnis „im Westentaschenformat“, die in jedem Vorgarten Platz hat.

Als Bonus-Material befindet sich ein Film über die erstaunliche Vielfalt in der Welt der Schmetterlinge auf der DVD.
Laufzeit: 90 Minuten (45 Minuten Wildbienen, 45 Minuten Schmetterlinge)

Wer bei Bestellung der DVD / Blu-ray bei www.wildbiene.com beim Bestellabschluss unter „Haben Sie noch Fragen, Anregungen oder Wünsche?“ den Code „facebook“ angibt erhält einen Preisnachlass von € 2,50, auch wenn noch weitere Artikel bestellt werden :-)

Zuerst vergiftet BAYER mit seinen Neonicotinoiden unsere Insekten. Dann will der Chemiekonzern uns mit dieser "Fata Morg...
11/02/2017

Zuerst vergiftet BAYER mit seinen Neonicotinoiden unsere Insekten. Dann will der Chemiekonzern uns mit dieser "Fata Morgana Blumen-Mischung" Geld aus der Tasche ziehen. Viele der bunten, fremdländischen Blumen locken wie eine Fata Morgana Wildbienen an, die dort aber keinen Nektar oder Pollen ernten können.

Das Thema Bienenschutz ist in der breiten Öffentlichkeit längst angekommen und so machen sich auch die Konzerne langsam Gedanken, wie sie aus diesem Engagement der Bürger ihren Nutzen ziehen können…

Die Knautien-Sandbiene ist Wildbiene des Jahres 2017 "Mit der Knautien-Sandbiene haben wir eine Wildbiene ausgewählt, di...
21/12/2016

Die Knautien-Sandbiene ist Wildbiene des Jahres 2017

"Mit der Knautien-Sandbiene haben wir eine Wildbiene ausgewählt, die als gut erkenntliche Botschafterin dafür wirbt, unsere Landschaften bienenfreundlicher zu machen", so Martin Klatt vom Kuratorium "Wildbiene des Jahres".
Die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) fällt durch ihre Rotfärbung auf dem Hinterleib besonders auf. Dazu kommen die leuchtend purpurroten Pollenkörner, welche die Weibchen ausschließlich an der Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) sammeln. Nach der ZaunrübenSandbiene, der Wildbiene des Jahres 2015, wurde erneut eine Nahrungsspezialistin ausgewählt. Sie gehören zu den 134 Bienenarten Deutschlands (23 % der Arten), welche auf den Blütenpollen ganz bestimmter Pflanzenarten angewiesen sind, um ihre Nachkommen aufzuziehen. Der Pollen dient als Eiweißquelle für die Bienenlarven. Fehlen Blüten der WiesenWitwenblume, kann die Knautien-Sandbiene nicht auf andere Pflanzenarten ausweichen und reagiert deshalb besonders empfindlich auf ein Verschwinden ihrer Nahrungspflanzen.
Die Knautien-Sandbiene verdeutlicht stellvertretend für alle Wildbienen, wie problematisch heute die Lebensumstände für Insekten sind, die auf bunt blühende Wildkräuter angewiesen sind. Durch fortschreitenden Umbruch der Wiesen in Ackerland, die starke Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen, oftmals ohne Abräumen des Mähguts, ist die WiesenKnautie zurückgedrängt worden. So ist die Initiative zur Vorstellung der Knautien-Sandbiene zugleich ein dringender Appell, für ein reiches Blütenangebot aus heimischen Pflanzen zu sorgen. Das funktioniert an Wegrändern, auf Wiesen aber auch in Gärten und Parks, wo beispielsweise Blühinseln beim Mähen ausgespart werden können, damit die WiesenWitwenblume ungestört abblühen kann.
Mit dem Faltblatt zur Knautien-Sandbiene ruft das Kuratorium "Wildbiene des Jahres" dazu auf, nach diesem Tier Ausschau zu halten und Beobachtungen zu melden, um ein genaueres Bild von der Verbreitung dieser Art zu bekommen. Weitere Informationen zur Knautien-Sandbiene finden sich unter www.wildbienen-kataster.de.

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Heimersfeld 77
Bottrop-Kirchhellen
46244

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