18/03/2026
Wohin steuert die SPD Brilon??
Die "Bezahlkarte" ist ein Instrument um geflüchtete Menschen zu ärgern. Nutzen bringt sie für niemanden. Die Inhaber können damit z.B. nur 50 Euro pro Monat bar erhalten, aber auch keine Überweisungen selbst vornehmen (die muss in jedem Einzelfall das Amt genehmigen), keine Online-Käufe tätigen und nicht auf Flohmärkten oder beim Nachbarn einkaufen. Und der Verwaltungsaufwand ist enorm.
In NRW kann jede Gemeinde selbst über die Einführung der Bezahlkarte entscheiden. 197 Gemeinden mit zusammen 59% der Bevölkerung in NRW haben sich bereits dagegen entschieden ("Opt-Out"), häufig auf Initiative der Bürgermeister.
https://www.frnrw.de/top/nein-zur-bezahlkarte-ratsbeschluesse-aus-nordrhein-westfaelischen-kommunen.html
So auch im November in der größten Stadt des HSK, in Arnsberg. Der Rat unterstützte das mit großer Mehrheit; die Anzahl der Gegenstimmen bei der geheimen Abstimmung war kleiner als die Zahl der anwesenden CDU- und AfD-Ratsmitglieder.
Und in all diesen Fällen haben die örtlichen SPD-Fraktionen die Nicht-Einführung der Bezahlkarte unterstützt.
Aber in Brilon ist alles anders! Als gestern im Sozialausschuss über den Antrag der BBL, in Brilon keine Bezahlkarte einzuführen, abgestimmt wurde, unterstützte ihn kein einziges SPD-Mitglied. Einige von ihnen stimmten dagegen, die anderen enthielten sich.
Dass sich die CDU Brilon (aus ideologischen Gründen) nach der Einführung der Bezahlkarte sehnt, war ja zu erwarten.
Aber wohin führt hier der Weg der SPD? Will sie den Platz der CDU einnehmen, wenn die CDU immer weiter nach rechts rückt???
Und wie ist das mit dem Engagement einiger prominenter SPD-Mitglieder im lokalen Demokratiebündnis zu vereinbaren?
Mit einer Änderung am Landesgesetz zur Ausführung des Asylbewerberleistungsgesetzes hat die schwarz-grüne Regierungskoalition der flächendeckenden Einführung einer Bezahlkarte für Schutzsuchende in Nordrhein-Westfalen den Weg bereitet. In der entsprechenden Bezahlkartenverordnung (Fassung vom ...