Die Idee:
Ob Menschen gesund oder krank sind, hängt nicht nur von ihrem individuellen Verhalten und ihren körperlichen Voraussetzungen ab, sondern auch von den gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen sie leben. Ungleichheit bei Einkommen, Wohnverhältnissen, Umwelteinflüssen, Arbeitsbedingungen und Bildung sowie Rassismus und verschiedene Formen von Diskriminierung sind soziale Determinanten v
on Gesundheit. Wir setzen uns für eine solidarische Verteilung der Ressourcen und eine gute Gesundheitsversorgung für Alle ein. Mit der Gründung eines gemeinwohlorientierten Stadtteilgesundheitszentrums (SGZ) wollen wir einen Ort schaffen, an dem u.a. Pfleger*innen, Mediziner*innen, Sozialarbeiter*innen, Aktivist*innen, Jurist*innen, Heilpraktiker*innen kollektiv, interdisziplinär und hierarchiearm zusammen mit den Menschen im Stadtteil bedarfsorientiert und niederschwellig arbeiten. In unserem Stadtteilgesundheitszentrum erhalten alle Menschen Zugang zu Gesundheitsversorgung unabhängig von ihrem Versicherungs- und Aufenthaltsstatus. Über die Unterstützung von Einzelfällen hinaus entwickeln wir kollektive Lösungsstrategien für gemeinsame Problemlagen mit dem Ziel krankmachende Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verändern. Hierfür ist es zunächst notwendig, gemeinsame Problemlagen im Viertel mit den Bewohner*innen zu identifizieren. Wir verstehen unser Projekt als Form gelebter Solidarität und als eine politische Aufgabe. Wir möchten ein gutes, selbstbestimmtes und würdevolles Leben für alle Menschen erkämpfen. Wir treten für eine Gesundheitsversorgung unabhängig von Profit-Interessen ein. Der Ökonomisierung setzen wir ein Bild von Gesundheit und Gesundheitsarbeit entgehen, in dem der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.