25/02/2024
Weil die Verwaltung erkannt hat, dass es problematisch ist, offiziell mitzuteilen, dass in Zollstock ca. 1000 Parkplätze fehlen und sie trotzdem eine Maßnahme plant - die Umgestaltung der Vorgebirgstraße - die weitere 160 Parkplätze kostet, hat sie die Bürgerinformation zur Vorstellung ihrer Planungen kurzerhand umetikettiert: " Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Vorgebirgstraße"!
In der Bürgerinformation zur Umgestaltung der Vorgebirgstraße in Zollstock teilte die Verwaltung dann mit, dass es auf der Vorgebirgstraße 11 Unfälle (mit Fahrradfahrern?) gab. Leider teilte sie nicht mit, in welchem Zeitraum das war. In den Mitteilungen, die die Bezirksvertretung Rodenkirchen einmal jährlich zu Verkehrsunfällen im Stadtbezirk erhält, taucht die Vorgebirgstraße in den letzten 10 Jahren genau einmal auf, weil ein Radfahrer an der Einmündung des Bischofsweges ohne Fremdeinwirkung (sog. Alleinunfall) stürzte.
Ferner teilte die Verwaltung auf Anfrage mit, dass die Vorgebirgstraße täglich von 1000 Radfahrern genutzt wird und von 15.000 Kraftfahrzeugen. Davon ausgehend, dass sich die genannte Zahl von 11 Unfällen auf die vergangenen 10 Jahre bezieht – sonst wäre nämlich die Vorgebirgstraße als Unfallschwerpunkt benannt worden – würde das bedeuten, dass es bei 1000 Fahrten pro Tag X 365 Tage x 10 Jahre = 3.650.000 Fahrten (3,65 Millionen) mit dem Fahrrad und 15.000 KFZ /Tag x 365 Tage x 10 Jahre = 54.750.000 Fahrten (ca. 55 Millionen Fahrten) mit dem Auto zu 11 Unfällen mit Fahrradbeteiligung gekommen ist.
Die Wahrscheinlichkeit, mit dem Rad einen Unfall zu erleiden, beträgt also 0,0003 %. Mal abgesehen davon, dass ich sowohl die Zahl von 11 Unfällen mit Fahrradbeteiligung als auch (erst recht) die 1000 Fahrradfahrten täglich anzweifele, fühle ich mich bei einer Unfallwahrscheinlichkeit von 0,0003 % ausgesprochen sicher.
Trotzdem nutze ich fast ausschließlich die Strecke durch den Vorgebirgspark, weil ich dort keine Ampeln habe und nicht auf Flaschenpost, DHL, Hermes etc. achten muss.