Recht auf Stadt - Köln

Recht auf Stadt - Köln Die Initiative RECHT AUF STADT - KÖLN kämpft für bezahlbaren Wohnraum & lebenswerte öffentliche Räume Das gilt nicht nur in Köln.

DIE STADT GEHÖRT ALLEN

Der Wohnungsmarkt entwickelt sich derzeit frei nach dem Motto: „Die Reichen wohnen, wo sie wollen, die Armen, wo sie müssen“. Steigende Mieten, der Wegfall von tausenden Mietwohnungen aus der Sozialbindung, der Rückzug des Staates und der Kommune aus dem sozialen Wohnungsbau – all das führt vor allem in den städtischen Zentren zu einem spürbaren Mangel an bezahlbarem Wohnra

um. Luxus-Sanierungen, Verdrängung von weniger zahlungsfähigen Menschen, Finanzinvestoren auf dem Wohnungsmarkt führen zu unwürdigen Wohnzuständen. Die sog. „Stadtentwicklung“ besteht vor allem aus dem Bau von immer mehr Bürohäusern und Luxuswohnungen, aus Baustellen und U-Bahn-Löchern, aus dem Zurichten des städtischen Raumes für private Investoren. Wir wollen keine Stadt, in der Schwimmbäder und Bibliotheken schließen, Straßen, Brücken und Radwege verkommen, öffentlichen Daseinsvorsorge wie Gas-, Wasser und Abwasserversorgung privatisiert wird, Mobilität immer teurer wird, Kameras an allen Ecken unsere Bewegungen überwachen, öffentlicher Raum privatisiert wird, „schöne“ Einkaufspassagen wie Pilze aus dem Stadtboden schießen, Zäune und veränderte Sitzgelegenheiten wohnungslose Menschen am Aufenthalt hindern, freie Räume für Kultur- und Politikveranstaltungen rar sind. Bundes- und weltweit gründen sich deshalb Zusammenhänge für ein „Recht auf Stadt“. Auch in Köln zeigen viele Initiativen, dass sie um die Qualität des städtischen Lebensraums kämpfen, z.B. der Kampf gegen den Abriss des Barmer Viertels, die Bemühungen der Bürgerinitiative um das Heliosgelände, das Autonome Zentrum in Kalk, zahlreiche Wohnprojekte usw.. Stadt ist für uns der Ort des Zusammenkommens verschiedener Kulturen. Wir kämpfen für bezahlbaren Wohnraum und für lebenswerte öffentliche Räume. Wir stellen infrage, dass Grund und Boden, dass Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen wie Waren behandelt werden. Wir wollen eine Stadt, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, nicht an Markt und Investoren. In diesem Sinne versteht sich die Kölner Initiative „Recht auf Stadt!“

- Keine Profite mit der Miete!
- Die Stadt gehört allen!
- Zwangsumzüge und Räumungen stoppen! Unser Ziel ist der Aufbau einer langfristigen Zusammenarbeit von verschiedenen (auch bundesweiten und internationalen) Aktionsbündnissen und die Bündelung von Aktivitäten im Sinne eines „Rechts auf Stadt“. Alle Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen sind eingeladen mitzukämpfen.

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