BuG Team Durmersheim

BuG Team Durmersheim Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von BuG Team Durmersheim, Politische Organisation, Verdiring 30, Durmersheim.

Die Wählervereinigung Bürgerliste und Grüne Durmersheim entstand 1984 aus einem Zusammenschluss von Bürgern, die sich nicht einer der etablierten Parteien anschließen wollten.

Wir wünschen Ihnen schöne und stressfreie Ferien, egal ob Sie in Urlaub fahren oder Ihre freie Zeit zuhause genießen. Vi...
30/07/2026

Wir wünschen Ihnen schöne und stressfreie Ferien, egal ob Sie in Urlaub fahren oder Ihre freie Zeit zuhause genießen. Vielleicht haben Sie etwas Muse nachzulesen, welche Themen wir in den letzten Monaten bearbeitet haben https://bug-durmersheim.de/2025/12/01/willkommen-bei-der-bug-hier-finden-sie-eine-uebersicht-ueber-unsere-wichtigsten-aktivitaeten-der-letzten-monate/ ... Bei all denen, die arbeiten müssen und die den Laden am Laufen halten, bedanken wir uns herzlich.

Bei der zusätzlichen Sitzung des Gemeinderats am 29.07.2026 gab es eine gute Nachricht: Die Deutsche Telekom informierte darüber, dass sie mit den Arbeiten für das Glasfasernetz in Durmersheim Ende August starten wird. Zuerst wird Würmersheim erschlossen, dann Durmersheim von Nord nach Süd.

Zudem musste der auf Initiative der BuG gefasste Beschluss des Gemeinderats, die Ortsverwaltung Würmersheim in das Rathaus Durmersheim zu integrieren und das Rathaus Würmersheim nach Auszug der Feuerwehr zu verkaufen oder anderweitig zu nutzen, aus formalen Gründen zurückgenommen werden. Wir halten dieses Vorhaben aber weiterhin für richtig, und das Thema wird wieder auf die Tagesordnung kommen.

Bei der Sitzung des Gemeinderats am 22.07.2026 ging es um die „Änderung der Satzung über die Erhebung der Kita-Gebühren“...
24/07/2026

Bei der Sitzung des Gemeinderats am 22.07.2026 ging es um die „Änderung der Satzung über die Erhebung der Kita-Gebühren“: Der Gemeinderat hatte im letzten Jahr gegen die Stimmen der BuG beschlossen, sich bei den Gebührenerhöhungen jährlich immer an den Empfehlungen der kommunalen und kirchlichen Fachverbände zu orientieren. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung war deshalb, für das Kindergartenjahr 2026/2027 eine Erhöhung um 4,5% vorzunehmen. Wir finden diese Erhöhungen weiterhin unfair gegenüber den jungen Familien in unserer Gemeinde. Der Vergleich mit anderen Kennzahlen ergibt nämlich folgendes:

Im Jahr 2024 war die Empfehlung der kommunalen und kirchlichen Fachverbände eine Erhöhung um 7,5 %. Im gleichen Jahr betrug die Inflationsrate 2,2%, die Reallöhne stiegen um 3,0% und die Tariferhöhung für Erzieher/innen in Baden-Württemberg war 5,5%. Die entsprechenden Daten aus 2025: Empfehlung +7,3%, Inflationsrate 2,4%, Reallöhne +1,9%, Tariferhöhung Erzieher/innen 3,0%. Die Situation 2026: Empfehlung +4,5%, Inflationsrate (1. Quartal) 2,3%, Reallöhne (1. Quartal) +1,8%, Tariferhöhung Erzieher/innen 2,8%. Die Empfehlungen der Fachverbände liegen also immer deutlich über den anderen Rahmendaten. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn die Fachverbände vertreten ja gleichzeitig die Betreiber der Kitas. Aus unserer Sicht sind deren Empfehlungen deshalb ein Ausdruck von Selbstbedienungsmentalität. Wir stellten deshalb den Änderungsantrag, die Erhöhung der Kita-Gebühren an der Entwicklung der Reallöhne zu orientieren und in diesem Jahr eine Erhöhung um 1,9% vorzunehmen. Die überproportionale Erhöhung um 4,5% würde die jungen Familien nämlich finanziell weiter benachteiligen. Leider wurde unser Änderungsantrag mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Bemerkenswert ist es zudem, dass sowohl die Verwaltung als auch die Mehrheit des Gemeinderats immer dann mit der schlechten Lage des Gemeindehaushalts argumentieren, wenn es um die Kita-Gebühren geht. Bei anderen Themen (z.B. Ausbau der Nahwärme, Bau und Ausstattung des Feuerwehrgerätehauses, ineffizienter Betrieb der Friedhöfe) scheinen die Kosten hingegen keine Rolle zu spielen.

Gut finden wir die Flexibilisierung der Schulkindbetreuung, nämlich die Einführung eines zusätzlichen Betreuungsmoduls „Flex 3 + 2“ sowie die Möglichkeit, die Ferienbetreuung sowohl wochen- als auch tageweise zu buchen.

Beim TOP „Änderung der Benutzungsgebühren für die Unterbringung von Obdachlosen und Flüchtlingen“ stimmten wir der Vorlage der Verwaltung zu, denn dadurch erhöhen sich die Einnahmen unserer Gemeinde um ca. 250.000 € pro Jahr. Trotzdem mussten wir auf folgende problematische Sachverhalte hinweisen:

• Bisher sind die Benutzungsgebühren je nach Unterkunft verschieden und liegen im Durchschnitt bei ca. 200 € pro Person und Monat. Die neue Gebühr ist einheitlich und beträgt 327 € pro Person und Monat. Das entspricht einer Erhöhung um ca. 64%. Das Problem hierbei ist, dass die letzte Anpassung im Jahr 2017 vorgenommen wurde. Die Gemeinde hat also durch die unterlassenen Anpassungen in der Zwischenzeit einen Betrag verschenkt, der im siebenstelligen Bereich liegen dürfte. Hätten Gemeinderat und Verwaltung die BuG-Anträge bei den Haushaltsberatungen 2025 und 2026, alle Gebühren (mit Ausnahme der Kita-Gebühren) bis zur Erstellung einer Kalkulation sofort um 10% zu erhöhen, nicht abgelehnt, hätte die Gemeinde heute immerhin ca. 50.000 € mehr pro Jahr eingenommen. Leider aber waren das Einzige, was erhöht wurde, die Kita-Gebühren. Die Benutzungsgebühren für die Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte werden übrigens in der Regel vom Jobcenter und vom Sozialamt bezahlt, diese Behörden können sich also über die großzügige Bezuschussung durch unsere Gemeinde bedanken.

• Das zweite Problem: Die neue Gebührenkalkulation wurde zwar sachgerecht durchgeführt, ist aber trotzdem falsch. Sie legt nämlich eine Auslastung der Unterkünfte mit 80% zugrunde. Tatsächlich liegt die Belegungsquote aber unter 50%. Die realistischen Kosten liegen deshalb nicht bei 327 €, sondern bei deutlich über 500 € pro Person und Monat. Die Kalkulation musste aber von 80% ausgehen, weil das Landratsamt eine niedrigere Belegungsquote nicht akzeptiert. Das ist nachvollziehbar: Es ist Aufgabe der Gemeinde, einen effizienten Betrieb der Unterkünfte sicherzustellen. Die Nutzer müssen also umgehend auf möglichst wenige Unterkünfte verteilt werden, und die nicht benötigten Immobilien sollten an besten verkauft werden.

Wir haben auf weitere Satzungen hingewiesen, bei denen eine Anpassung überfällig ist und bei denen unserer Gemeinde mögliche Einnahmen entgehen: Satzung Verwaltungsgebühren (letzte Anpassung im Jahr 2011), Satzung Vergnügungssteuer (2019), Marktsatzung (2011), Satzung Hundesteuer (2018).

Beim TOP „Darlehensaufnahme für den Gemeindehaushalt 2026 - Ermächtigung der Verwaltung zur Aufnahme von Darlehen“ ging es um die Genehmigung einer Kreditaufnahme in Höhe von ca. 10 Mio. € durch die Verwaltung. Die liquiden Mittel unserer Gemeinde sind nun nämlich erschöpft, und ab sofort leben wir auf Pump. Die BuG hatte den Haushaltsplan 2026 abgelehnt, weil dieser keine wirksamen Maßnahmen zur Verbesserung vorsieht und weil unsere entsprechenden Vorschläge abgelehnt wurden. Wir enthielten uns deshalb bei der Abstimmung zur Darlehensaufnahme.

Dem „Antrag des Fußballvereins Germania 1919 Würmersheim e. V. auf Gewährung eines Zuschusses“ zur Erneuerung einer Abwasserhebeanlage stimmten wir gerne zu. Wir sehen das als Wertschätzung für die hervorragende Jugendarbeit des Vereins und natürlich auch für die sportlichen Leistungen der vielen aktiven Teams.

Bei der Sitzung des Gemeinderats am 08.07.2026 stand unser „Antrag zur künftigen Entwicklung der Friedhöfe und des Besta...
10/07/2026

Bei der Sitzung des Gemeinderats am 08.07.2026 stand unser „Antrag zur künftigen Entwicklung der Friedhöfe und des Bestattungswesens in Durmersheim“ auf der Tagesordnung:

Durmersheim bewirtschaftet aktuell drei (hoch defizitäre) Friedhöfe mit jeweils allen Bestattungsformen, und alle drei leeren sich. Bei den Erdbestattungen überwiegt nämlich die Zahl der Stilllegungen den Bedarf an neuen Grabstätten deutlich. Ziel unseres Antrags war es, künftig nur noch auf dem Alten Friedhof und auf dem Friedhof Würmersheim Grabnutzungsrechte für Erdgräber zu vergeben und den Neuen Friedhof in Richtung Friedwald / Friedpark zu entwickeln. Es ging uns hierbei um eine Weichenstellung für die Zukunft, die aufgrund der bestehenden Grabnutzungsrechte langfristig wirkt, aber diese Weichenstellung muss eben irgendwann mal erfolgen.

Der BuG-Antrag umfasste zudem verschiedene Vorschläge für kurzfristig wirksame Optimierungsmaßnahmen. Einer davon war die Idee, das freiwerdende Feuerwehrgerätehaus interessierten Bestattungsunternehmen zum Kauf anzubieten, und zwar mit der Maßgabe, den Firmensitz in Durmersheim zu haben und in dem Gebäude einen für alle nutzbaren Raum für Trauerfeiern vorzuhalten. Immerhin steht dieses Gebäude in direkter Nachbarschaft zum Alten Friedhof, auf dem die meisten Bestattungen in Durmersheim stattfinden. Aus dem Verkaufserlös hätten sich finanzielle Spielräume ergeben, die die Gemeinde beim Thema Pfarrzentrum hätte nutzen können.

Leider wurden unsere Vorschläge fast alle abgelehnt. Interessant war das Abstimmungsverhalten des Gemeinderats bei unserem Vorschlag, nicht genutzte Abschiedsräume im Gebäude des Neuen Friedhofs Bestattungsunternehmen zur Vermietung anzubieten: Der BuG-Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt, dem inhaltlich identischen Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Man scheint im Gremium dazu zu neigen, BuG-Vorschläge pauschal abzulehnen und / oder Vorschläge der Verwaltung einfach abzusegnen.

Unseren Antrag, der Zahlenmaterial und ausführliche Begründungen zu den einzelnen Themen enthält, finden Sie wie immer auf der Homepage der BuG.

So lief die Sitzung des Gemeinderats am 24.06.2026 aus unserer Sicht:In der Sitzung wurde unser „Antrag zur Gestaltung d...
26/06/2026

So lief die Sitzung des Gemeinderats am 24.06.2026 aus unserer Sicht:

In der Sitzung wurde unser „Antrag zur Gestaltung der Ausschreibung der Betriebsführerschaft für die Nahwärmeversorgung in Durmersheim“ behandelt: Die Betriebsführerschaft für die Nahwärmeversorgung in Durmersheim muss nämlich nach dem Ende der bestehenden zweiten Nachtragsvereinbarung mit den Stadtwerken Rastatt europaweit ausgeschrieben werden. Unser Antrag hatte eine finanzielle und ökologische Schadenbegrenzung beim (leider) beschlossenen Ausbau der Nahwärme in Durmersheim zum Ziel. Deshalb beantragten wir, folgende Vorgaben als verbindliche Regelungen in den Ausschreibungstext aufzunehmen:

1. Der Betrieb der Nahwärmeversorgung muss für den Haushalt der Gemeinde Durmersheim kostenneutral sein. Das bedeutet, dass der Betriebsführer sämtliche Betriebskosten der Nahwärmeversorgung zu übernehmen hat. Zudem hat der Betriebsführer die auf Basis einer zu erstellenden Investitionsprognose ermittelten Finanzierungskosten (Zinsen und Abschreibungen) an die Gemeinde zu erstatten. Der Betriebsführer hat der Gemeinde Durmersheim darüber hinaus ein jährliches (positives) Pachtentgelt anzubieten.

Warum diese Forderung? Die Neugestaltung und Erweiterung der Nahwärmeversorgung in Durmersheim bedeutet für unsere Gemeinde eine Investition in Höhe von mindestens 4 Mio. €, die über Kredite finanziert werden muss. Dazu kommt ein jährliches Defizit von aktuell jährlich 150.000 bis 200.000 €. Da es sich hierbei um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handelt, die nur einem kleinen Bruchteil der Durmersheimer Haushalte (weniger als 5%) zugutekommt, ist es geboten, Belastungen für den Gemeindehaushalt auszuschließen. Die Vereinnahmung eines Pachtentgelts ist angemessen, da bei der Gemeinde Verwaltungskosten entstehen und da die Gemeinde ihren Grund und Boden zur Verfügung stellt.

2. Bei der Energieversorgung der neuen Heizzentrale sollen folgende Vorgaben beachtet werden: Es dürfen ausschließlich Hackschnitzel der Qualitäten A1 und A2 sowie mit FSC-Zertifizierung eingesetzt werden. Das BHKW darf ausschließlich mit „grünem Gas“ (Biomethan, grüner Wasserstoff oder klimaneutral erzeugtes synthetisches Gas) betrieben werden. Die Wärmepumpe darf ausschließlich mit Ökostrom (erzeugt aus erneuerbaren Quellen) betrieben werden.

Warum diese Forderung? Da die vorgesehene Energieversorgung der neuen Heizzentrale weit überwiegend auf Verbrennungsprozessen beruht, muss sichergestellt werden, dass die entsprechenden ökologischen Belastungen minimiert werden. Insbesondere die Qualitätsvorgaben für die einzusetzenden Hackschnitzel stellen sicher, dass diese einen geringen Ascheanteil, einen niedrige Wasseranteil und einen niedrigeren Stickstoffanteil aufweisen. Dies ermöglicht eine sauberere Verbrennung mit geringeren Feinstaubemissionen. Die FSC-Zertifizierung stellt sicher, dass die Hackschnitzel aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen und dass für deren Produktion nicht etwa Wälder gerodet werden.

Sowohl die Verwaltung als auch mit deutlicher Mehrheit der Gemeinderat lehnten den BuG-Antrag ab, unter anderem mit der Begründung, dass sich mit den im Antrag genannten Vorgaben kein Betreiber finden würde. Das bestätigt unsere Sorge, dass es so weiterlaufen wird wie jetzt: Das Risiko liegt bei der Gemeinde, die aus dem Gemeindehaushalt die Zeche zahlt. Das ist eine schlechte Nachricht für alle Durmersheimer/innen: Sie können nämlich davon ausgehen, dass sie über lange Jahre die Wärmeversorgung für einige wenige sowie für eine private Wohnungseigentümergemeinschaft („Klein-Manhatten“) subventionieren dürfen.

Dem „Bebauungsplan Wohnen am Raiffeisenplatz“ stimmten wir zu, auch wenn die ursprünglich vorgesehene Tiefgarage entfällt und die erforderlichen Stellplätze oberirdisch realisiert werden. Wir begrüßen es, wenn in Durmersheim neuer Wohnraum entsteht und wenn möglichst schnell und unbürokratisch gebaut werden kann. Hoffen wir, dass die Mieten in einem bezahlbaren Rahmen bleiben.

Der „Vergabe der Tiefbauarbeiten zur Erschließung des Baugebiets Tiefgestade IV“ stimmten wir ebenfalls zu. Schön, dass es jetzt endlich losgeht!

Auch der Beschlussvorlage zum „Aktionsplan für Mobilität, Klima- und Lärmschutz - 4. Runde“ stimmten wir zu. Schade, dass sich an den bisherigen Aktionen so wenige Bürgerinnen und Bürger beteiligten. Es wäre schön, wenn sich das bei den weiteren Veranstaltungen ändern würde, denn es geht hier um wichtige und zukunftsweisende Themen, die jeden von uns im Alltag betreffen.

Ebenfalls zustimmen konnten wir dem Vergabevorschlag für die „Verpflegung Mensa Schulzentrum für die Hardt- und Realschule ab dem Schuljahr 2026/2027“. Wir freuen uns, dass eine deutliche Qualitätsverbesserung des Schulessens erzielt werden konnte. Zudem kommen die Lieferungen laut Aussage der Verwaltung aus Pforzheim, so dass eine gewisse Regionalität gewährleistet wird.

Ausführliche Infos finden Sie auf der Homepage der BuG.

Sozialwohnungsbau und genossenschaftliches Wohnen - wo liegt der Unterschied?Im Zuge der Behandlung des BuG-Antrags zum ...
06/06/2026

Sozialwohnungsbau und genossenschaftliches Wohnen - wo liegt der Unterschied?

Im Zuge der Behandlung des BuG-Antrags zum genossenschaftlichen Bauen wurde viel über bezahlbares Wohnen diskutiert. Dabei wurden die Begriffe „Sozialer Wohnungsbau“ und „Genossenschaftliches Wohnen“ miteinander vermischt. Tatsächlich geht es aber um zwei unterschiedliche Konzepte. Die beiden Wohnformen sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.

Sozialwohnungsbau: Sozialwohnungen werden mit öffentlichen Fördermitteln errichtet. Sie dürfen nur an Personen mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vermietet werden. Dazu gehören Menschen mit geringem Einkommen, niedrigen Renten und andere förderberechtigte Haushalte.

Genossenschaftliches Wohnen: In einer Genossenschaft schließen sich Bürger zusammen und werden Mitglied, also Genossen. Die Genossenschaft errichtet und verwaltet Wohnungen nicht mit dem Ziel maximaler Gewinne wie bei Investoren. Die Genossenschaft sorgt vielmehr für eine langfristig bezahlbare Wohnraumversorgung. Die Mieter sind Leistungsträger unserer Gesellschaft zum Beispiel aus den Bereichen Pflege, Erziehung, Bildung, Polizei, Handwerk usw. Oft handelt es sich mit Menschen mit mittlerem Einkommen, die zunehmend Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden, aber keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung haben. Neben weiteren Vorteilen sind die Mieter vor Eigenbedarfskündigung geschützt.

In unserem Antrag ging es ausschließlich um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Kooperation mit einer Wohnbaugenossenschaft. Der Gemeinderat sah unseren Antrag positiv und hat mehrheitlich zugestimmt.

So lief die Sitzung des Gemeinderats am 20.05.2026 aus unserer Sicht:Als wichtiger TOP stand die „Beschlussfassung über ...
22/05/2026

So lief die Sitzung des Gemeinderats am 20.05.2026 aus unserer Sicht:

Als wichtiger TOP stand die „Beschlussfassung über die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2026“ auf der Tagesordnung. Die BuG lehnte (wie auch die GRÜNEN und die FDP) den Haushalt ab. Die Gründe hierfür ergeben sich aus der Haushaltsrede unseres Fraktionsvorsitzenden Rolf Enderle und wurden an dieser Stelle bereits ausführlich erläutert. Alle Infos finden Sie zudem wie immer auf unserer Homepage.

Beim TOP „Durchführung der Eigenkontrollverordnung“ wurde über das Ergebnis von weiteren Untersuchungen des Durmersheimer Abwassersystems informiert. Hierbei wurde deutlich, dass man einen wesentlichen Teil des Anlagevermögens unserer Gemeinde nicht sieht, weil er nämlich im Untergrund liegt. Problematisch ist, dass bei unserem Abwassersystem erheblicher Sanierungsbedarf besteht. So mussten auch jetzt wieder Leistungen in Höhe von ca. 250.000 € beauftragt werden.

Schließlich stand der Antrag der BuG-Fraktion „Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Durmersheim durch eine Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugenossenschaften“ auf der Tagesordnung: Die Verwaltung soll mit in der Region tätigen Wohnungsbaugenossenschaften Kontakt aufnehmen und diese zu einer Präsentation in eine Gemeinderatssitzung einladen, um sich vorzustellen und um Vorschläge zur Schaffung von bezahlbarem und verlässlichem Wohnraum in Durmersheim zu machen. Die Präsentationen sollen jeweils einen konkreten Vorschlag zur Bebauung der gemeindeeigenen Grundstücke 7366/2 und 7366/3 (Heilwaldstraße) umfassen. Die Gemeinde soll den Interessenten in Aussicht stellen, diese Grundstücke an sie zu verkaufen.

Die Schaffung von verlässlichem, bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum ist für die BuG ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und Steigerung der Attraktivität unserer Gemeinde. Hierzu kann die Zusammenarbeit der Gemeinde mit Wohnungsbaugenossenschaften einen wichtigen Beitrag leisten, und zwar aus folgenden Gründen:

• Günstiges Wohnen: Die Mieten liegen bei Wohnungsbaugenossenschaften oft unter dem Marktniveau, da keine Gewinnmaximierung angestrebt wird.
• Lebenslanges Wohnrecht: Eigenbedarfskündigungen sind nicht möglich, da die Bewohner Mitglieder der Genossenschaft statt nur Mieter sind.
• Mitbestimmung: Die Mitglieder können über die Vertreterversammlung Einfluss auf die Genossenschaft nehmen. Ebenso kann sich die Gemeinde durch eine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Genossenschaft an der Entscheidungsfindung der Genossenschaft beteiligen.
• Anspruch auf Dividende: Die Genossenschaftsmitglieder haben Anspruch auf eine jährliche Dividende

Bei der Diskussion im Gemeinderat zeigte sich, dass bereits ein ähnlicher Antrag der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2023 vorlag. In diesem ging es aber um sozialen Wohnungsbau. Wir möchten mit dem BuG-Antrag aber ausdrücklich keine Sozialwohnungen schaffen, sondern genossenschaftliche Wohnungen, in denen zum Beispiel junge Familien günstig und sicher in unserer Gemeinde wohnen können. Deshalb hat es und gefreut, dass unser Antrag im Gemeinderat eine Mehrheit fand.

Besteht bei Betrachtung des Haushaltsplans 2026 unserer Gemeinde Grund zu Optimismus? Die Fakten sind wie folgt: Gesamte...
08/05/2026

Besteht bei Betrachtung des Haushaltsplans 2026 unserer Gemeinde Grund zu Optimismus?

Die Fakten sind wie folgt: Gesamtergebnis -4,8 Mio. €, Kassenkredite (werden benötigt, um das laufende Geschäft zu finanzieren): 3,6 Mio. €, Kreditaufnahme für Investitionen 13,8 Mio. € (bei einem bereits bestehendem Schuldenstand von 6,1 Mio. €). Die neu eingeplanten Erlöse in Höhe von 2 Mio. € für einen Grundstücksverkauf, dessen Realisierung noch gar nicht sicher ist, werden zwar die Kreditaufnahme für Investitionen entsprechend reduzieren. Das Gesamtergebnis und die erforderlichen Kassenkredite werden davon aber nur unwesentlich beeinflusst.

Zudem enthält der Haushaltsplan 2026 weitere Risiken:
• Die eingeplanten Einnahmen aus der Gewerbesteuer liegen um 400 T€ über den Gewerbesteuervorauszahlungen für 2026.
• Für den Wiederaufbau der Villa Kunterbunt sieht der Haushaltsplan vor, dass die gesamten Kosten durch Versicherungsleistungen oder durch Zuwendungen von Land bzw. Bund gedeckt sind. Auf unsere Nachfrage bestätigte die Verwaltung, dass das aber nicht realistisch sei.
• Die geplanten Defizite aus dem Betrieb der Nahwärmeversorgung werden nach unserer Einschätzung deutlich höher sein als geplant.
• Der Plansatz für sonstige privatrechtliche Leistungsentgelte wurde gegenüber der Vorjahresplanung bereits um ca. 700 T€ reduziert. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Pachterträge aus den geplanten Windkraftanlagen um mindestens 500 T€ niedriger ausfallen werden als ursprünglich vorgesehen. Selbst der reduzierte Planansatz 2026 ist aber unsicher, da der Betreiber Alterric bei der letzten Runde der Ausschreibungen zu den zu verkaufenden Stromkontingenten nicht erfolgreich war.

Wir stellen uns lieber den Realitäten und haben deshalb folgende Vorschläge vorgelegt:

• Der Höchstbetrag der Kassenkredite soll statt der vorgesehenen 4 Mio. € auf 3,5 Mio. € begrenzt werden. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag zu.
• Die Gebühren (außer Kita-Gebühren) sollen sofort um 10% und in einem zweiten Schritt nach erfolgter Kalkulation erhöht werden. Wir hatten dies schon im Vorjahr gefordert. Tatsächlich aber wurden nur die Kita-Gebühren erhöht (gegen die Stimmen der BuG), die anderen Gebühren aber nicht. Leider ist es so, dass zum Beispiel die letzte Gebührenanpassung für die Nutzung der Flüchtlingsunterkünfte 2017 erfolgte (wobei in diesen Gebühren die Energiekosten enthalten sind) und die Anpassung der Verwaltungsgebühren im Jahr 2011. Der Gemeinderat lehnte die sofortige Erhöhung um 10% ab und stimmte einer Anpassung erst nach erfolgter Kalkulation zu. Unserer Gemeinde werden also wie in den vergangenen Jahren weiterhin Einnahmen entgehen.
• Die Ortsverwaltung Würmersheim soll komplett in das Rathaus Durmersheim integriert werden, und das Gebäude in Würmersheim soll nach Auszug der Feuerwehr und nach Klärung mit den sonstigen Nutzern verkauft werden. Auch diesen Vorschlag hatten wir bereits erfolglos im Vorjahr gemacht. Mit Unterstützung der Fraktion Bündins90 / Die GRÜNEN fand dieser Antrag im Gemeinderat dieses Mal eine Mehrheit.
• Wie im Vorjahr auch beantragten wir die Streichung von 5 Planstellen im Bauhof, weil wir dort im Bereich der Arbeitsorganisation Optimierungspotenzial sehen. Dies wurde vom Gemeinderat abgelehnt, aber immerhin wurde die bereits zugesagte Erstellung eines Organisationskonzepts für den Bauhof eingefordert.
• Ein für uns nicht nachvollziehbarer Antrag der CDU-Fraktion, die Personalkosten in der Verwaltung um 20% zu reduzieren, wurde von uns wie auch mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt.
• Im Bereich des Ordnungswesens stellten wir den Antrag, wie früher wieder eine halbe Planstelle für einen Mitarbeiter zur Überwachung der außerörtlichen Bereiche (“Feldschütz“) vorzusehen. Wir stellen nämlich fest, dass sich um unseren Ort herum Freizeitgebäude entwickeln sowie landwirtschaftliche Betriebe, die dort Landmaschinen und Gerätschaften lagern. Wenn schon dem Waldkindergarten die Genehmigung zur Erstellung von einigen Hütten aus Astholz versagt wird, halten wir es umso mehr für gerechtfertigt, den bestehenden Auswüchse in unserem Außenbereich entgegenzutreten. Dieser Antrag wurde leider abgelehnt, unter anderem mit dem Argument, das „mache nur Arbeit“.
• Im Bereich Feuerwehr baten wir erneut darum, bei den anstehenden Beschaffungen nur das unbedingt Notwendige und nicht das Wünschenswerte zu berücksichtigen (Gewerbestandard und nicht Einfamilienhausstandard). Zudem zeigt sich, dass die zurückliegenden Ausschreibungen immer günstigere Resultate als die Kostenprognosen brachten. Wir beantragten deshalb, das entsprechende Budget um die bisher aufgelaufenen Minderkosten zu reduzieren, um zu verhindern, dass am Ende Geldmittel übrigbleiben, die „noch ausgegeben werden müssen“.
• Im Bereich Schulen beantragten wir wie im Vorjahr, nicht benötigte Mittel aus den Schulbudgets nicht in das Folgejahr zu übertragen, sondern für andere Zwecke freizugeben. Das Ansparen von Mitteln, um dann irgendwann eine Investition zu tätigen, ist haushaltstechnisch nicht korrekt. Die Schulen können jederzeit Investitionen beantragen, über die dann der Gemeinderat entscheidet. Da die Verwaltung zusagte, hier für mehr Haushaltsklarheit zu sorgen, zogen wir den Antrag zurück.
• Wir brachten erneut das Thema der Beteiligung der Umlandgemeinden an den Kosten für Hardt- und Realschule (Auswärtigenanteil >70%) zur Sprache. Die Verwaltung ist zwar tätig geworden, um Mittel aus dem Schullastenausgleich auf Basis der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums BW (Februar 2026) zu erhalten. Damit werden aber nur aktuelle Baukosten erfasst. Der Antrag der BuG vom November 2024 zielte jedoch auf Grundlage des Urteils des VGH Baden-Württemberg vom 06.12.2022 auf Bau- und Sanierungskosten der letzten 10 Jahre ab, und hier geht es um deutlich höhere Beträge als die im Haushaltsplan 2026 eingestellten. Es sieht aber so aus, als habe die Verwaltung den Beschluss des Gemeinderats auf Basis des BuG-Antrags bisher weitgehend ignoriert.
• Im Bereich Forst stellten wir den Antrag, die Erhöhung des Budgets für Sach- und Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr zu streichen und die Vorjahreswerte vorzugeben. Immerhin wurde im letzten Jahr ein teurer Forstschlepper mit dem Argument beschafft, dadurch mehr Arbeiten in Eigenleistung erbringen zu können. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag zu.
• Die Gemeinde hatte im Vorfeld der Beratungen vorgeschlagen, die hälftige Beteiligung der Gemeinde an den Kosten für die Straßensperrungen im Rahmen der Verkaufsoffenen Sonntage der ISG (Gesamtkosten jeweils 2.500 €) zu streichen. Dieser Vorschlag wurde von der Gemeinde zurückgezogen. Wir beantragten, als Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung des Durmersheimer Einzelhandels jeweils die Gesamtkosten zu übernehmen. Dieser Antrag fand leider keine Mehrheit, da nur die CDU-Fraktion mit uns dafür stimmte, alle anderen Fraktionen inklusive Bürgermeister Eckert aber dagegen. Schade, dass die ständig propagierte Bereitschaft zur Unterstützung des Durmersheimer Gewerbes bei machen schon bei so vergleichsweise kleinen Beträgen endet.

Die vollständige Liste mit den Vorschlägen und Frage der BuG finden Sie auf unserer Homepage.

So lief die Beratung des Haushaltsplans 2026 aus unserer Sicht:Die CDU-Fraktion stellte einen „Antrag zum Erwerb des Pfa...
07/05/2026

So lief die Beratung des Haushaltsplans 2026 aus unserer Sicht:

Die CDU-Fraktion stellte einen „Antrag zum Erwerb des Pfarrzentrums durch die Gemeinde Durmersheim“, um diese Veranstaltungsstätte weiterhin in unserer Ortsmitte zu erhalten. Dieser Antrag wurde von einem Schreiben der kulturellen Vereine an die Fraktionen begleitet, in dem die gleiche Forderung erhoben wurde. Diese Initiative wurde offensichtlich durch die Ankündigung der katholischen Kirchengemeinde ausgelöst, den Betrieb des Pfarrzentrums zeitnah einzustellen und keine weiteren Reservierungen für Veranstaltungen anzunehmen. Für diese Nutzungssperre gibt es aber keinen sachlichen Grund.

Dies ist die Sachlage: Seit längerem laufen Gespräche zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Gemeinde Durmersheim über die weitere Nutzung des Areals. Ursprünglich sprach die katholische Kirchengemeinde von einem „symbolischen Preis“, für den man das Areal an die Gemeinde überlassen wolle. Für uns als BuG ist hierunter ein Betrag von 1 € zu verstehen. Nun ist aber von einem Kaufpreis auf der Basis eines von der katholischen Kirchengemeinde beauftragten Verkehrswertgutachten in Höhe von 1,7 Mio.€ die Rede. Das gleiche Gutachten stellt aber fest, dass aufgrund des baulichen Zustands der Gebäude auf dem Areal von einer Restnutzungsdauer von nur 6 Jahren auszugehen ist, und dass erheblicher Sanierungsbedarf (Brand-, Feuchte-, Schall-, Wärmeschutz) besteht. Zudem hat die Gemeinde Durmersheim in den vergangenen Jahre Zuschüsse in erheblicher Höhe für Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Pfarrzentrum bezahlt. Deshalb kommt für uns ein Erwerb auf Basis der aktuellen Vorstellungen der katholischen Kirchengemeinde nicht in Frage, und deshalb lehnten wir den Antrag der CDU ab (wie auch mehrheitlich der Gemeinderat).

Wir sind gleichwohl der Ansicht, dass Durmersheim eine geeignete Veranstaltungsstätte in der Ortsmitte benötigt, diese muss aber möglichst vielfältig nutzbar sein. Vor allem muss sie sich in ein sinnvolles Gesamtkonzept einfügen. Wir haben eine derartige Planung in unserem im September 2025 vorgelegten „Antrag zur Planung der Vorgehensweise bei der Entwicklung der Ortsmitte Durmersheim und der Gestaltung des Sanierungsgebiets Speyerer Straße“ vorgeschlagen, der aber leider mehrheitlich durch den Gemeinderat abgelehnt wurde. Wir möchten, dass die Gemeinde Zugriff auf die künftige Gestaltung des Areals Sankt Dionys hat, und wir wollen auf keinen Fall, dass dort ein privater Investor einen Wohnblock mit teuren Wohnungen errichtet.

Die Taktik der katholischen Kirchengemeinde, durch eine Nutzungssperre des Pfarrzentrums Druck auf die Verhandlungen auszuüben, finden wir ziemlich unchristlich. Wir finden es auch nicht gerade vorteilhaft für die Gemeinde Durmersheim, dass sich die CDU vor diesen Karren spannen lässt.

Um den Kaufwillen der Gemeinde zu unterstreichen (aber nicht um jeden Preis), stellten wir bei der Haushaltsberatung deshalb den Antrag, für die Beschaffung des Areals im Haushalt den ursprünglich genannten symbolischen Preis vorzusehen: nämlich 1 €. Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Weitere Infos zu den Haushaltsberatungen folgen an dieser Stelle.

Einladung zum BuG-Stammtisch mit Fraktionssitzung am 04.05.2026Demokratie lebt vom Mitmachen: Das gilt auch für unsere G...
03/05/2026

Einladung zum BuG-Stammtisch mit Fraktionssitzung am 04.05.2026

Demokratie lebt vom Mitmachen: Das gilt auch für unsere Gemeinde. Gelegenheit hierzu bietet der nächste BuG-Stammtisch am kommenden Montag, 04.05.2026 um 19.30 Uhr im „Lamm“. Der Stammtisch ist gleichzeitig eine Fraktionssitzung, bei der die öffentlichen Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung am folgenden Dienstag besprochen werden. Dieses Mal steht die Vorbereitung der Haushaltsberatungen im Mittelpunkt. Sie sind herzlich eingeladen, die anstehenden Themen mit uns zu diskutieren und uns Ihre Anregungen und Vorschläge mit auf den Weg zu geben.

So lief die Gemeinderatssitzung am 22.04.2026 aus unserer Sicht:Bei der Sitzung stand der wichtige TOP „Einbringung des ...
24/04/2026

So lief die Gemeinderatssitzung am 22.04.2026 aus unserer Sicht:

Bei der Sitzung stand der wichtige TOP „Einbringung des Entwurfs des Haushaltsplans 2026 der Gemeinde Durmersheim“ auf der Tagesordnung: Die finanzielle Lage unserer Gemeinde verschlechtert sich weiter. Im Ergebnishaushalt fehlen 4,8 Mio. €, und es müssen 13,8 Mio. € Schulden gemacht werden. Wir zitieren aus dem von der Verwaltung vorgelegten Entwurf des Haushaltsplans 2026:

"Der Schuldenstand zu Beginn des Jahres 2026 beträgt 6.113.520 €. Für das Jahr 2026 ist von einer Kreditaufnahme von 13,80 Mio. € auszugehen, im Jahr 2027 von 8,73 Mio. €, im Jahr 2028 von 8,30 Mio. € und im Jahr 2029 von 4,71 Mio. €.
(…)
Die Aufstellung des Haushaltsplans 2026 verdeutlicht, dass die Fehlbeträge in den Finanzplanjahren ein erhebliches Problem darstellen. Diese bewegen sich durchgehend auf einem hohen Niveau im Millionenbereich und sind nicht auf außergewöhnliche
Einmaleffekte zurückzuführen. Zwar werden die negativen Ergebnisse auch durch die derzeit schwache konjunkturelle Lage in Deutschland sowie den steigenden Finanzierungsbedarf des Landkreis Rastatt beeinflusst. Insbesondere die Erhöhung des Kreisumlagehebesatzes um 2,5 Prozentpunkte belastet die kreisangehörigen Gemeinden zusätzlich. Dennoch zeigen die Fehlbeträge der Jahre 2026 bis 2029 auch strukturelle Probleme. Zwar steigen die Erträge weiterhin an, jedoch nicht in dem Maße wie die Aufwendungen, wodurch sich die finanzielle Schieflage
weiter verstärkt.

Besonders kritisch ist, dass der Zahlungsmittelbestand aus laufender Verwaltungstätigkeit in der Finanzplanung weiterhin negativ bleibt. Daher sind konsequente Maßnahmen
erforderlich, um mittel- bis langfristig im Ergebnishaushalt wieder positive Ergebnisse zu erzielen. Nur so kann die Gemeinde ihren bestehenden Kreditverpflichtungen nachkommen und gleichzeitig finanzielle Spielräume für notwendige Investitionen schaffen."

Das entspricht ziemlich genau den Erkenntnissen aus dem Vorjahr. Leider ist aber wenig von „konsequenten Maßnahmen“ zur Beseitigung der „strukturellen Probleme“ zu sehen. Die BuG hat in der letzten Haushaltsdebatte eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht, dafür aber jede Menge Kritik geerntet. Immerhin haben wir eine gute Vorarbeit geleistet, und wir werden unseren Maßnahmenplan des Vorjahres aktualisieren und erneut vorlegen.

Beim TOP „Aktionsplan für Mobilität, Klima- und Lärmschutz - Offenlage des Lärmaktionsplans“ bedankten wir uns für die Arbeit der beauftragten Ingenieurbüros und baten darum, die Maßnahmen nicht nur als Pflichtaufgabe „abzuhaken“, sondern möglichst viele Verbesserungen für unsere Gemeinde umzusetzen. Insbesondere ist es naheliegend und notwendig, auch die innerörtlichen Kreisstraßen lärmmäßig zu kartieren und nicht wie bisher nur die A 5 und die B 36, die natürlich für unsere Gemeinde nicht wirklich relevant sind. Eine der lärmmindernden Maßnahmen ist die Ausweitung von Tempo 30 - Zonen. Aus unserer Sicht ist das aber eher eine Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Wir baten darum, den Bereich der nördlichen Speyerer Straße einzubeziehen, und dort vor allem die kritische Querungssituation für den Schülerverkehr im Bereich vor dem Gasthaus „Lamm“.

Dem "Antrag der GRÜNEN-Fraktion: Teilnahme der Gemeinde Durmersheim an der Aktion No Mow May" stimmten wir zu. Hier geht es darum, dass aus ökologischen Gründen im Monat Mai auf das Mähen ausgewählter gemeindlicher Grünflächen verzichtet werden soll. Wir hatten ja im September 2025 einen Änderungsantrag mit ähnlichem Inhalt eingebracht, der allerdings sowohl von der Verwaltung als auch von der Mehrheit des Gemeinderats abgelehnt wurde. Vielleicht müssen wir unseren Anträgen zur Erhöhung der Akzeptanz künftig einen englischen und marketingtauglichen Titel geben!

Adresse

Verdiring 30
Durmersheim
76448

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von BuG Team Durmersheim erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen