KA Thüringen

KA Thüringen Katholischer Arbeitskreis der CDU Thüringen Der Katholische Arbeitskreis der CDU (KA) ist eine Initiative katholischer Christen in der CDU.

Unsere Themen Gerechtigkeit, Menschenwürde, Lebensschutz, Bildung und Familie verlangen mutige Positionen. Impressum:
KA Thüringen
Landesvorsitzende: Claudia Heber
über
CDU Thüringen
Friedrich-Ebert-Straße 63
99096 Erfurt

Danke!
12/04/2024

Danke!

Der Bundestag hat heute mit den Stimmen der Ampel das Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag verabschiedet. Meine Gründe für die Ablehnung des Gesetzes habe ich in einer Persönlichen Erklärung zu Protokoll gegeben:

Dem Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag stimme ich nicht zu. Ich unterstütze es, zu einem unbefangeneren Umgang mit Transsexualität zu kommen, für die sich niemand erklären oder rechtfertigen muss. Gleichwohl überwiegt aber die Kritik an der gesetzlichen Neuregelung.

Ich kann nachvollziehen, wenn transsexuelle Personen schildern, dass die bisher erforderliche Bestätigung von zwei Gutachtern als Bedingung für dieAnerkennung des empfundenen Geschlechts als übergriffig und unangemessen empfunden wird. Auch wenn das Bundesverfassungsgericht die bisherige gesetzliche Voraussetzung zweiter Gutachten nicht für verfassungswidrig gehalten hat, wäre aus meiner Sicht eine umfassende und ergebnisoffene fachärztliche Beratung mit anschließend ausschließlich selbst verantworteter Entscheidung für Erwachsene ausreichend.
Eine solche objektive ärztliche Beratung halte ich allerdings für notwendig. Wenn jede qualifizierte objektive Beratung wegfällt, dann drohen sowohl Fehldiagnosen als auch Missbrauch. Eine reine Selbstanalyse, verbunden mit einer bestätigenden Reaktion des Umfelds, kann leicht zu Fehleinschätzungen führen. Wir kennen Fälle z.B. aus England, in denen Betroffene beklagen, dass ihnen viel zu schnell zum Wechsel des Geschlechtseintrags und in der Konsequenz auch zu hormonellen und operativen Maßnahmen geraten wurde - mit irreversiblen Folgen.

Die Gefahr einer Fehlentscheidung oder auch der Manipulation durch Peergroups oder in Social Media ist besonders groß bei Kindern und Jugendlichen. Darauf deuten etwa gehäufte Fallzahlen in Schulklassen hin. Deshalb wäre hier ein Festhalten an zwei Gutachten erforderlich gewesen. Ich halte es außerdem für falsch, dass das Verfahrensrecht im Fall eines Konflikts zwischen Jugendlichen und Eltern abweichend von der sonstigen Rechtslage die Entscheidungsbefugnis der Eltern ohne den Nachweis einer Kindeswohlgefährdung übergeht. Das ist ein massiver Eingriff in Grundrechte und Verantwortung der Eltern.

Unbefriedigend ist auch eine Lücke des Gesetzes: Schutzräume und spezifische Regeln für Frauen, etwa für Umkleiden, für Treffs lesbischer Gruppen, bei Frauenquoten in Wirtschaft und Politik oder im Frauensport brauchen eine klare gesetzliche Grundlage, die das Gesetz nicht bietet. Es reicht nicht, hier auf das Hausrecht zu verweisen; ungelöste Konflikte mit dem AGG sind absehbar. Hier geht es zu Lasten von Frauen, wenn das Geschlecht ohne jede objektive Vorgabe gleichsam zur beliebigen Kategorie wird.

Verfehlt ist außerdem die besondere Regelung zum Offenbarungsverbot. Beleidigungen sind bereits nach allgemeinen Regelungen strafbar und verpflichten ggf. zum Schadensersatz. Ein darüber hinausgehendes Verbot, bestimmte Tatsachen zu benennen und auch eine persönliche, kritische Haltung zu äußern trägt zu der wünschenswerten allgemein unbefangenen Haltung gerade nicht bei, sondern zahlt auf das Narrativ ein, dass in Deutschland nicht mehr alles gesagt werden dürfe.

Der Wechsel des Geschlechtseintrags ist aus ordnungsrechtlichen Gründen den Familiengerichten zuzuordnen. Nach unserem Verständnis geht es nicht nur um die bloße Dokumentation eines Sprechaktes, sondern der personenstandsrechtliche Wechsel knüpft an an eine Eigenschaft der antragsrellenden Person, die zumindest einer Plausibilitätsprüfung anhand allgemein offensichtlicher Merkmale oder Erläuterungen bedarf. Das ist nicht Aufgabe der Standesämter.

Gesegneten Karfreitag.
29/03/2024

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"Christen gedenken der Toten, weil sie leben, nicht damit sie leben."Einen gesegneten Feiertag!
01/11/2023

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20/06/2023

Vier Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz wollen den Weg zu einer synodaleren Kirche in ihren Bistümern gemeinsam und abgestimmt mit dem synodalen Prozess der Weltkirche gehen.

Interessante Umfrage.
23/05/2023

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31/03/2023

Teil der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD

"800.000 Leute sind bei der Kirche angestellt, aber nur 900.000 Katholiken besuchen sonntags die Heilige Messe. Wenn jed...
12/03/2023

"800.000 Leute sind bei der Kirche angestellt, aber nur 900.000 Katholiken besuchen sonntags die Heilige Messe. Wenn jeder Kirchenangestellte selber in die Kirche ginge und auch nur einen weiteren Menschen mitbrächte, wären wir bei 1,6 Millionen Kirchenbesuchern. Nun kenne ich aber Menschen, die nicht bei der Kirche angestellt sind, aber trotzdem die Heilige Messe besuchen. Das ist das Problem. Wenn sich die Kirche aufgrund ihrer ökonomischen Potenz zu einer existenziellen Nische für Leute mit Drittinteressen entwickelt, fühle ich mich da nicht mehr wohl...
Lieber setze ich mich der Kirche aus, wie sie nun einmal ist. Ja, manchmal leide ich wie ein Hund an ihr. Aber ich gehe hin. Sie schenkt mir das Wort Gottes und nährt mich mit den Sakramenten. Und wenn ich einen guten, demütigen Priester finde, der noch glaubt, was er glaubt, dann jubelt mein Herz."

Woher nimmt man das Recht, eine 2000jährigen Lehrtradition über Bord zu werfen und aus der Kirche Gottes eine angepasste Zivilreligion, eine NGO oder eine Fahrgelegenheit für jede dahergelaufene Ideologie zu machen?

In Dresden tagt die Deutsche Bischofskonferenz. Zum Auftakt gab es ein Grußwort, dass an Klarheit zum sog. synodalen Weg...
27/02/2023

In Dresden tagt die Deutsche Bischofskonferenz. Zum Auftakt gab es ein Grußwort, dass an Klarheit zum sog. synodalen Weg kaum Fragen offen lässt. Lesenswert!

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19/01/2023
Danke!
12/01/2023

Danke!

Bayern droht im Falle einer Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Die bayerische Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) betonte, man stehe zum Schutz von Mutter und Kind.

Ein sehr lesenswerter Nachruf von Michael Borchard.
05/01/2023

Ein sehr lesenswerter Nachruf von Michael Borchard.

„Ein unerhörter Auftrag“

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