24/08/2026
Heute müssen wir ein Kräutlein ehren, das mit dem Malus „ “ behaftet ist. Das Kleinblütige Springkraut hat es wohl schon im 19. Jahrhundert aus seiner asiatischen Heimat nach Bayern geschafft. Bereits seit 1914 gilt es als eingebürgert. Hier wächst es in frischen Wäldern, wie hier am Möselgraben in Mirskofen. Es blüht den ganzen Sommer, ist einjährig und fällt im Herbst in sich zusammen. Die wasserreichen Stängel verrotten schnell.
Wie wichtig die Pflanze für Insekten ist, könnt Ihr auf den Bildern sehen, die innerhalb von 20 Minuten auf den Blättern entstanden sind: Faltenmücken, Dungfliegen, Schlupfwespen, Schwebfliegen, Stelzmücken, Glanzkäfer, Rotdeckenkäfer, Marienkäfer und Strauchschrecke. Sie nutzen die Blätter aus Ausgangspunkt für die Jagd, zum Sonnen, als Versteck oder als Nahrung, wie die Blattminierer im letzten Bild.
Anders als das Drüsige Springkraut, das mit 250cm Höhe große Verdrängungskraft ausüben kann, ist das Kleinblütige Springkraut eher ein duldsamer Neuankömmling in unserer Flora; wie viele der Tiere übrigens, die sich mittlerweile auf ihr einfinden.