19/05/2026
Die Debatte um die Grundsteuer in Gelsenkirchen zeigt ein grundlegendes Strukturproblem vieler NRW-Kommunen: Städte mit hohen sozialen Lasten und geringer wirtschaftlicher Dynamik geraten zunehmend unter finanziellen Druck.
Die Folge ist eine Politik steigender Hebesätze, mit der strukturelle Haushaltsdefizite ausgeglichen werden sollen. Ökonomisch ist das problematisch, weil höhere Grundsteuern nicht nur Eigentümer, sondern über die Nebenkosten auch viele Mieter treffen.
Steigende Wohnkosten schwächen Kaufkraft, belasten den lokalen Mittelstand und verschlechtern langfristig die Standortattraktivität strukturschwacher Städte. Damit entsteht ein negativer Kreislauf aus höherer Belastung, geringerer wirtschaftlicher Dynamik und wachsendem kommunalem Finanzdruck.
Notwendig wäre deshalb keine dauerhafte Ausweitung kommunaler Belastungen, sondern eine grundlegende Reform der Kommunalfinanzierung. Städte wie Gelsenkirchen brauchen mehr wirtschaftliche Stärke, verlässliche Investitionen und eine gerechtere Verteilung finanzieller Lasten zwischen Bund, Land und Kommunen.
Unsere Forderungen:
• Faire Kommunalfinanzierung statt immer neuer Steuererhöhungen
• Schutz von Mietern, Familien und kleinen Eigentümern vor steigenden Wohnkosten
• Mehr Investitionen in Wirtschaft, Infrastruktur und Arbeitsplätze im Ruhrgebiet
• Entlastung strukturschwacher Städte statt dauerhafter Haushaltsnotlagen
• Stärkung der kommunalen Steuerkraft statt Belastung der Bürger