01/05/2023
🔥International Workers' Day statement🔥
The state inflicts structural violence on illegalized migrants and refugees through borders, prisons, the police and its institutions, denying basic rights and freedom of movement. It keeps illegalized migrants outside of its borders, warehouses them in camps, excluding, deporting and killing them. It polices the bodies and lives of migrants and refugees through various forms of violence.
Yet, migrants and precarious workers are fundamental to keep capitalism running. Especially Black and PoC workers are often forced to work without protection for little money in clandestine spaces, in warehouses, factories or farms, cleaning hotels and offices, cooking and doing care work. This essential work is devalued, racialized and gendered. The state deliberately creates precarious conditions, which are then exploited to feed the capitalist economy.
On a global scale, imperialism and colonialism ensure the endless supply of not only resources, but also cheap labour. In this process, many people in the Global South are forced to move and fight for precarious jobs elsewhere. Subsequently, they are being exploited, denied dignity and also access to safe and private housing. For us, it is clear: This violent system needs to be abolished!
But even some labour unions fail to act in solidarity with illegalized migrant workers. Some spread racism and fear of the “foreign” worker, whom they accuse of “lowering wages” and “taking away jobs”. They do not understand, the only just struggle for liberation is a common, united struggle.
An attack on one of us is an attack on all of us!
A true internationalist workers movement must oppose all forms of structural violence and oppression. It must make clear, shout out loud and persistent:
Liberation for all workers means:
No Border! No Nation! No capitalism!✊🏿
Housing For All is a self-organized group fighting for access to housing in Hamburg. If you want to support us with a donation, we appreciate your solidarity!
bank account:
KIEZ Wohnen e.V.
IBAN: DE37251205100008457202
BIC: BFSWDE33HAN
reference: housing for all
Solidarity will win!
(German)
Der Staat übt durch Grenzen, Gefängnisse, Polizei und seine Institutionen strukturelle Gewalt gegen illegalisierte Migranten und Geflüchtete aus und verweigert ihnen grundlegende Rechte und Bewegungsfreiheit. Er hält illegalisierte Migrant*innen außerhalb seiner Grenzen fest, schließt sie in Lagern ein und aus der Gesellschaft aus. Er kontrolliert die Körper und Leben von Migrant*innen und Geflüchteten durch verschiedene Formen von Gewalt.
Dennoch sind Migrant*innen und prekarisierte Arbeiter*innen fundamental, um den Kapitalismus am Laufen zu halten. Vor allem Schwarze und PoC Arbeiter*innen sind oft gezwungen, ohne Schutz für wenig Geld im verborgenen zu arbeiten, in Lagerhäusern, Fabriken oder auf Farmen, Hotels und Büros zu reinigen, zu kochen und care-Arbeit zu leisten. Diese unverzichtbare Arbeit wird abgewertet, rassifiziert und vergeschlechtlicht.
Der Staat schafft bewusst prekäre Verhältnisse, die dann ausgebeutet werden, um die kapitalistische Wirtschaft zu füttern.
Auf globaler Ebene sorgen Imperialismus und Kolonialismus nicht nur für einen endlosen Nachschub an Ressourcen, sondern auch an billigen Arbeitskräften. In diesem Prozess sind viele Menschen im Globalen Süden gezwungen, anderswo um prekäre Arbeit zu kämpfen. In der Folge werden sie ausgebeutet, ihrer Würde beraubt und auch der Zugang zu sicheren und privaten Wohnungen wird ihnen verwehrt. Für uns ist klar: Dieses Gewaltsystem muss abgeschafft werden!
Aber selbst einige Gewerkschaften und Bewegungen handeln nicht solidarisch mit den illegalisierten migrantischen Arbeiter*innen. Einige verbreiten Rassismus und Angst vor den "fremden" Arbeiter*innen, den sie beschuldigen, "die Löhne zu senken" und "Arbeitsplätze wegzunehmen". Sie verstehen nicht, dass der einzige gerechte Kampf für die Befreiung ein gemeinsamer, vereinter Kampf ist.
Ein Angriff auf eine*n von uns ist ein Angriff auf uns alle!
Eine echte internationalistische Arbeiter*innenbewegung muss sich gegen alle Formen von struktureller Gewalt und Unterdrückung wenden. Sie muss deutlich machen, laut und beharrlich schreien: Freiheit für alle Arbeiter*innen bedeutet: No Border! No Nation! No capitalism!
Housing For All ist eine selbstorganisierte Gruppe, die für den Zugang zu Wohnraum in Hamburg kämpft. Wenn Du uns mit einer Spende unterstützen willst, freuen wir uns über deine Solidarität.
Solidarity will win!