AfD Hamm

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23/06/2026
23/06/2026

Die von Union und SPD geführte Bundesregierung plant eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer bis 2030. Eine 20er-Packung Zi******en könnte dadurch von aktuell rund 8,80 Euro auf bis zu 11,40 Euro steigen. Offiziell wird das mit Gesundheitsschutz und Haushaltskonsolidierung begründet. Hierzu erklärt der finanzpolitische Sprecher der AfD Bundestagsfraktion, Kay Gottschalk:

„Was CDU und SPD hier betreiben, ist keine Finanzpolitik mehr, sondern ein permanenter Zugriff auf die Leistungsträger dieses Landes. Der Staat finanziert sich zunehmend über immer neue Belastungsrunden, statt Ausgaben zu begrenzen und Strukturen zu reformieren.
Die Begründungen bleiben austauschbar: mal Gesundheitsschutz, mal Klimapolitik, mal Haushaltssanierung. In der Realität ist es ein System stetig steigender Einnahmen, das sich selbst legitimiert, während die Bürger die Rechnung zahlen. Erst Entlastung ankündigen, dann doppelt belasten, das ist das Muster.
Besonders deutlich wird die Schieflage daran, dass CDU und SPD einerseits Milliarden verteilen und gezielt entlasten, während sie andererseits über Verbrauchssteuern die breite Bevölkerung weiter unter Druck setzen. Das ist keine Balance mehr, sondern ein politisches Verschiebespiel zulasten derer, die dieses Land tragen.
Deutschland liegt längst im europäischen Spitzenfeld bei den Preisen. Trotzdem wird weiter erhöht, als gäbe es kein Limit, keine Schmerzgrenze, keinen Respekt vor den Menschen, die das am Ende bezahlen müssen.
Diese Politik hat jedes Maß verloren. Sie ist nicht mehr auf Ausgleich ausgerichtet, sondern auf maximale fiskalische Ausnutzung. Und genau das weisen wir als AfD-Fraktion entschieden zurück.“
https://afdbundestag.de/bundesregierung-hat-bei-verbrauchssteuern-jedes-mass-verloren/

19/06/2026

Kurz vor Mitternacht wurde Michael von der Antifa vor der Wohnung angegriffen. Sein Leben verdankt er seinem Laptop im Rucksack: Er verhinderte einen Messerstich in den Rücken. Der frühere Polizist überstand die Attacke mit einigen Schnittwunden.

Michael Meister ist Landtagsabgeordneter der AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Wenige Tage zuvor wurde das Auto des AfD-Kommunalpolitikers Marcel Ehlert (https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/rostock/rostock-auto-eines-afd-buergerschaftsmitglieds-beschaedigt,afdrostock-100.html) zerstört.

Diese Gewalt ist die Folge einer systematischen Entmenschlichung der Opposition. Die kruden Nazi-Vergleiche des Bundeskanzlers waren sogar den Kommentatoren der Zeit (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-11/merz-afd-nationalsozialistisch-cdu) zu viel. Solche Feindmarkierungen tragen zu einer Endzeitstimmung bei, in der sich linksextreme Fanatiker wahnhaft in der Tradition von Hitler-Attentätern sehen können. Wer sich daran beteiligt, auch mit Worten, nimmt Tote in Kauf. Will Friedrich Merz die Eskalation der Lage?

19/06/2026

Stammtisch in Düren
NRW wird blau💙 mit Sascha Ulbrich, Maik Klaus, Pierre Jung, Wolfram Hartmann
AfD Hamm

17/06/2026

Zur Berichterstattung über meinen Besuch beim Schützenfest der Schützengesellschaft Berge
Die aktuelle Debatte um meinen Besuch beim Schützenfest der Schützengesellschaft Berge ist bemerkenswert – allerdings weniger wegen meines Besuchs als vielmehr wegen der Interpretationen, die mittlerweile in meine Worte hineingelesen werden.
Tatsache ist: Ich wurde – wie aus der mir vorliegenden Einladung eindeutig hervorgeht – zum Schützenfest eingeladen. In dieser Einladung wird ausdrücklich auf die „Festansprachen und Ehrungen am Samstag um 17:00 Uhr“ hingewiesen. Genau dies habe ich in meinem Facebook-Beitrag wiedergegeben. Nicht mehr und nicht weniger.
Zu keinem Zeitpunkt habe ich behauptet, selbst eine Festansprache halten zu sollen oder zu dürfen. Wer meinen Beitrag aufmerksam liest, wird feststellen, dass dort lediglich steht, dass meine Einladung für diesen Programmpunkt vorgesehen war. Daraus die Behauptung abzuleiten, ich hätte mich als Redner oder Ehrengast inszenieren wollen, ist schon eine bemerkenswerte Interpretation.
Ich habe hier auch nichts vage gehalten, sondern simpel wiedergegeben was auf der Einladung stand.
Noch bemerkenswerter ist allerdings, dass nun öffentlich etwas zurückgewiesen wird, was nie behauptet wurde.
Aus meiner langjährigen Erfahrung im kommunalpolitischen Bereich ist es selbstverständlich, dass Festansprachen bei Schützenfesten üblicherweise durch Vertreter des Vereins sowie durch den Oberbürgermeister oder dessen Stellvertreter gehalten werden. Genau so habe ich es in der Vergangenheit erlebt. Entsprechend bestand für mich niemals Anlass anzunehmen, dass ich dort eine Rede halten würde.
Mein Besuch am Sonntag erfolgte vielmehr aus Respekt gegenüber der Einladung und gegenüber dem örtlichen Brauchtum. Nachdem ich den ursprünglich vorgesehenen Termin am Samstag aufgrund anderer Verpflichtungen nicht wahrnehmen konnte, habe ich das Fest einen Tag später besucht, viele bekannte Gesichter getroffen und zahlreiche freundliche Gespräche geführt.
Umso mehr verwundert mich die nun entstandene Debatte. Statt über ein gelungenes Schützenfest, ehrenamtliches Engagement und gelebtes Brauchtum zu sprechen, wird über eine Formulierung diskutiert, die bei objektiver Betrachtung keinerlei Anlass für die erhobenen Vorwürfe bietet.
Wer in den Satz „Ich war zur Festansprache eingeladen“ hineinliest, dass ich selbst die Festansprache hätte halten wollen, beweist vor allem eines: eine bemerkenswerte Fantasie.
Für mich bleibt entscheidend: Schützenvereine leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Heimat, für das gesellschaftliche Miteinander und für die Pflege unserer Traditionen. Dafür gebührt den vielen ehrenamtlich Engagierten Anerkennung und Respekt.
Ich werde auch künftig Einladungen von Vereinen respektvoll behandeln, das Ehrenamt unterstützen und das Gespräch mit den Bürgern suchen – unabhängig davon, ob dies manchen politischen Akteuren gefällt oder nicht.
Pierre Jung
Kreisvorsitzender der AfD Hamm

NRW wird blau – Starke Redner, klare Botschaften und große Zustimmung in HammAm 13. Juni 2026 setzte der AfD-Kreisverban...
15/06/2026

NRW wird blau – Starke Redner, klare Botschaften und große Zustimmung in Hamm
Am 13. Juni 2026 setzte der AfD-Kreisverband Hamm seine erfolgreiche Veranstaltungsreihe „NRW wird blau“ mit einer weiteren hochkarätigen Veranstaltung fort. Zahlreiche interessierte Bürger und Parteifreunde waren in den Europasaal nach Hamm-Bockum-Hövel gekommen, um die Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen kennenzulernen und sich aus erster Hand über die politischen Ziele der AfD zu informieren. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch einen Gastvortrag des Bundestagsabgeordneten Peter Bohnhof.
Von Beginn an herrschte eine aufmerksame und interessierte Atmosphäre. Maßgeblichen Anteil daran hatte Kreissprecher Pierre Jung, der mit seiner gewohnt souveränen, eloquenten und fachlich fundierten Moderation durch den Abend führte. Mit großer Sachkenntnis, klaren Worten und dem Gespür für die Anliegen der Bürger gelang es ihm, die verschiedenen Themenbereiche miteinander zu verbinden und die Veranstaltung zu einem politischen Erlebnis zu machen. Seine hervorragende Vortragsführung wurde von den Gästen mehrfach positiv hervorgehoben.
Pierre Jung: Nordrhein-Westfalen braucht einen politischen Neuanfang
Bereits in seiner Eröffnungsrede machte Pierre Jung deutlich, warum die AfD heute wichtiger ist denn je. Nordrhein-Westfalen und Deutschland befänden sich in einer tiefgreifenden Krise, verursacht durch ideologische Fehlentscheidungen der Altparteien. Steigende Schulden, ausufernde Bürokratie, eine gescheiterte Energiepolitik und die zunehmende Belastung der Bürger seien die Folgen jahrelanger Fehlentwicklungen.
Die AfD stehe hingegen für Vernunft, Realitätssinn und eine Politik, die wieder die Interessen der eigenen Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt.
Maik Klaus: Migration stoppen, Sicherheit wiederherstellen
Maik Klaus eröffnete die Reihe der Kandidatenvorstellungen mit einem eindrucksvollen Vortrag über Migration, innere Sicherheit und Bildungspolitik.
Anhand persönlicher Erfahrungen aus seiner langjährigen Arbeit für die AfD-Landtagsfraktion schilderte er die zunehmende Entfremdung vieler etablierter Politiker von den Sorgen der Bürger. Besonders kritisch setzte er sich mit den Folgen der Massenzuwanderung und der zunehmenden Islamisierung auseinander.
Mit klaren Worten sprach er über die Herausforderungen an Schulen, die Gefahren des Islamismus sowie die Belastungen für Kommunen und Sozialsysteme. Seine Forderungen nach konsequentem Grenzschutz, wirksamen Abschiebungen und einer Rückkehr zu nationaler Verantwortung fanden großen Zuspruch bei den Zuhörern. Seine Botschaft war eindeutig: Deutschland muss wieder selbst bestimmen, wer ins Land kommt und wer das Land verlassen muss.
Kevin Burmeister: Schluss mit ideologischer Energiepolitik
Der Oberhausener Kommunalpolitiker und Heizungsfachmann Kevin Burmeister brachte die Lebenswirklichkeit vieler Bürger direkt auf die Bühne.
Aus seiner täglichen Arbeit berichtete er über die dramatischen Auswirkungen der sogenannten Energiewende auf Familien, Hauseigentümer und Handwerksbetriebe. Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte er, wie ideologisch motivierte Vorgaben die Menschen finanziell überfordern und ganze Existenzen gefährden.
Besonders eindrucksvoll war sein Appell für eine Rückkehr zu bezahlbarer Energie und wirtschaftlicher Vernunft. Nordrhein-Westfalen brauche keine politischen Experimente, sondern eine Politik, die den Wohlstand sichert und den Industriestandort stärkt.
Henning Dornauf: Freiheit verteidigen statt Bevormundung ausbauen
Henning Dornauf stellte die Freiheit des Bürgers in den Mittelpunkt seiner Rede.
Mit großer Leidenschaft sprach er über die zunehmenden Eingriffe des Staates in das Leben der Menschen. Dabei thematisierte er unter anderem den Rundfunkbeitrag, die Corona-Maßnahmen sowie die Einschränkung demokratischer Grundrechte.
Besonders eindrucksvoll schilderte er seinen persönlichen Einsatz gegen staatliche Zwangsmaßnahmen und warb für eine Politik, die Freiheit, Eigenverantwortung und Demokratie wieder stärkt. Seine Rede machte deutlich, dass die AfD die einzige politische Kraft ist, die konsequent für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit eintritt.
Jakob Baidin: Leistungsträger stärken statt bestrafen
Der selbstständige Malermeister Jakob Baidin sprach als Unternehmer und Familienvater über die Herausforderungen des Mittelstandes.
Er zeigte auf, wie die Energiewende die Kosten für Wohnungsbesitzer und junge Familien in die Höhe treibt und wie immer mehr Menschen den Traum vom Eigenheim aufgeben müssen. Gleichzeitig berichtete er aus seiner betrieblichen Praxis über Fachkräftemangel, Nachwuchsprobleme und die zunehmende Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte.
Sein Plädoyer für mehr Eigenverantwortung, eine starke Wirtschaft und die Förderung deutscher Familien traf den Nerv vieler Zuhörer. Deutschland brauche wieder Leistungsträger statt immer neuer Belastungen für diejenigen, die arbeiten, investieren und Verantwortung übernehmen.
Dietrich Wiens: Mittelstand entlasten, Bürokratie abbauen
Mit großer Sachkenntnis schilderte Dietrich Wiens die täglichen Belastungen von Handwerk und Mittelstand durch immer neue Vorschriften und Regulierungen.
An konkreten Beispielen zeigte er, wie Bürokratie wertvolle Arbeitszeit vernichtet und Betriebe zunehmend in ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschränkt. Gleichzeitig warnte er vor den Folgen hoher Energiekosten und einer Politik, die Leistungsträger immer stärker belastet.
Seine Forderung nach einem umfassenden Bürokratieabbau, einer sicheren Energieversorgung und einer echten Mittelstandspolitik machte deutlich, dass wirtschaftliche Vernunft wieder Leitlinie politischen Handelns werden muss.
Peter Bohnhof MdB: Klare Worte aus Berlin
Den Schlusspunkt setzte der Bundestagsabgeordnete Peter Bohnhof mit einem ebenso informativen wie kämpferischen Vortrag.
Er gewährte den Zuhörern spannende Einblicke in die Arbeit des Deutschen Bundestages und berichtete über die politischen Auseinandersetzungen in Berlin. Schwerpunkte seiner Rede waren die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, die Sozialpolitik, die steigende Arbeitslosigkeit sowie die Belastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer.
Bohnhof machte deutlich, dass die AfD längst konkrete Konzepte für die Probleme des Landes vorgelegt hat, diese jedoch regelmäßig von den Altparteien blockiert werden. Seine Ausführungen verdeutlichten einmal mehr, dass die AfD die einzige ernsthafte Oppositionskraft im Deutschen Bundestag ist und für eine Politik der Vernunft, Leistung und Verantwortung steht.
Großer Zuspruch und intensiver Bürgerdialog
Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Die Fragerunde entwickelte sich zu einem lebhaften und konstruktiven Austausch. Auch nach dem offiziellen Teil wurden viele persönliche Gespräche geführt.
Die große Resonanz zeigte erneut, dass das Interesse an den politischen Positionen der AfD ungebrochen ist und immer mehr Bürger nach echten Alternativen zur Politik der etablierten Parteien suchen.
Fazit
Die Veranstaltung „NRW wird blau“ war ein voller Erfolg und ein eindrucksvoller Beleg für die politische Geschlossenheit, Kompetenz und Bürgernähe des AfD-Kreisverbandes Hamm.
Die vorgestellten Kandidaten überzeugten durch Fachwissen, Praxiserfahrung und klare politische Positionen. Sie zeigten eindrucksvoll, dass die AfD über engagierte Persönlichkeiten verfügt, die bereit sind, Verantwortung für Nordrhein-Westfalen zu übernehmen.
Ein besonderes Lob gilt Kreissprecher Pierre Jung, der den Abend mit außergewöhnlicher Professionalität, hoher Sachkenntnis und herausragender Eloquenz moderierte. Seine souveräne Vortragsführung gab der Veranstaltung Struktur, Dynamik und Profil und trug maßgeblich zum Erfolg des Abends bei.
Die Veranstaltung machte deutlich: Die AfD steht bereit, politische Verantwortung zu übernehmen. Mit kompetenten Kandidaten, klaren Konzepten und einer wachsenden Unterstützung in der Bevölkerung blickt der AfD-Kreisverband Hamm selbstbewusst auf die kommende Landtagswahl. Nordrhein-Westfalen kann blau werden.

14/06/2026
12/06/2026

Zwischen Rekorddefiziten und Wunschdenken:
Mein Eindruck vom Städtetag NRW

Am 9. und 10. Juni 2026 fand in Oberhausen die Mitgliederversammlung des Städtetages Nordrhein-Westfalen statt. Für mich war diese Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.
Während die AfD vor zwei Jahren lediglich mit einer Handvoll Delegierter vertreten war, stellte sie nach den vergangenen Kommunalwahlen erstmals mehr als 30 Delegierte und damit rund zehn Prozent der gesamten Versammlung. Damit überschreiten wir künftig die Schwelle, um eigene Anträge in den Städtetag einzubringen.
Die AfD-Delegation trat erstmals in dieser Größenordnung zusammen. Im Mittelpunkt standen zunächst der Austausch mit kommunalen Mandatsträgern aus ganz Nordrhein-Westfalen und das Kennenlernen der Arbeitsabläufe. Die Grundlage für eine künftig stärkere inhaltliche Mitwirkung wurde damit gelegt.
Doch der eigentliche Eindruck dieser beiden Tage war ein anderer.
Kommunale Finanzen im freien Fall
Die Zahlen, die während der Veranstaltung vorgestellt wurden, zeichnen ein alarmierendes Bild.
Bundesweit sind die Personalausgaben der Kommunen in ihren klassischen Kernhaushalten zwischen 2016 und 2025 um rund 37 Milliarden Euro gestiegen; bezieht man alle ausgegliederten Extrahaushalte und Eigenbetriebe mit ein, beläuft sich das bundesweite Plus sogar auf 50,6 Milliarden Euro. Die Bruttoausgaben für soziale Leistungen erhöhten sich um mehr als 30 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere Milliardensteigerungen bei Sachausgaben und Infrastrukturkosten.
Die Kommunen verzeichnen Rekorddefizite. Allein in Nordrhein-Westfalen lag das kommunale Defizit zuletzt bei über neun Milliarden Euro. Viele Städte sehen sich gezwungen, Investitionen aufzuschieben, Gebühren zu erhöhen oder freiwillige Leistungen zu kürzen. Auch der Städtetag selbst warnt vor einer Gefährdung der kommunalen Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig fordert er eine Erhöhung des kommunalen Finanzausgleichs von derzeit 23 auf 28 Prozent und eine stärkere finanzielle Unterstützung durch Bund und Land.
Die finanzielle Lage wird von den Verantwortlichen selbst als strukturelle Krise beschrieben. Die Kommunen sehen sich immer weniger in der Lage, ihre bestehenden Aufgaben zu erfüllen und gleichzeitig in die Zukunft zu investieren.
Die eigentliche Ursache wird nicht hinterfragt
Besonders bemerkenswert war für mich die verabschiedete Oberhausener Erklärung des Städtetages.
Darin werden zahlreiche zusätzliche Aufgaben und politische Ziele als selbstverständlich vorausgesetzt: Klimaneutralität, Mobilitätswende, Wärmewende, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Integrationsförderung, Ganztagsbetreuung, Stadtentwicklung, europäische Projekte und internationale Partnerschaften. Gleichzeitig beklagt derselbe Städtetag die dramatische Unterfinanzierung der Kommunen und fordert weitere Milliarden von Bund und Land.
Aus meiner Sicht liegt genau hier der entscheidende Denkfehler.
Der Städtetag diskutiert intensiv darüber, wer die Rechnung bezahlen soll. Kaum diskutiert wird jedoch, ob sämtliche politischen Projekte überhaupt dauerhaft finanzierbar sind.
Die Oberhausener Erklärung enthält zahlreiche Forderungen nach zusätzlichen Mitteln für die Mobilitätswende, die Wärmewende und die Erreichung von Klimaneutralität. Gleichzeitig wird festgestellt, dass Aufgaben, Standards und Rechtsansprüche schneller wachsen als die finanziellen Möglichkeiten der öffentlichen Haushalte.
Während in Oberhausen intensiv über zusätzliche Finanzierungsquellen diskutiert wurde, blieb die entscheidende Frage weitgehend unbeantwortet:
Welche Aufgaben kann der Staat auf Dauer überhaupt noch finanzieren?
Die Debatte kreiste nahezu ausschließlich um die Verteilung zusätzlicher Mittel. Über die Möglichkeit, Aufgaben zu reduzieren, Prioritäten neu zu setzen oder politische Projekte kritisch auf ihre Finanzierbarkeit zu überprüfen, wurde hingegen kaum gesprochen.
Statt immer neue Finanzierungsquellen zu erschließen, müsste zunächst geprüft werden, welche Aufgaben der Staat dauerhaft leisten kann und welche Projekte angesichts der Haushaltslage zurückgestellt oder beendet werden müssen.
Das Konnexitätsprinzip löst das Grundproblem nicht
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Forderung nach einer stärkeren Durchsetzung des Konnexitätsprinzips.
Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt“ ist zunächst nachvollziehbar. Wenn Bund oder Land neue Aufgaben beschließen, sollten die Kommunen dafür nicht allein die finanziellen Folgen tragen.
Allerdings löst dies aus meiner Sicht das eigentliche Problem nicht.
Denn wenn Bund, Länder und Kommunen gleichzeitig unter Rekordschulden, steigenden Sozialausgaben, sinkender Wirtschaftsdynamik und immer neuen Rechtsansprüchen leiden, wird durch eine bloße Verlagerung der Kosten keine einzige Ausgabe eingespart.
Die Rechnung wird lediglich von einer staatlichen Ebene zur nächsten weitergereicht.
Die eigentliche Frage müsste lauten:
Welche Aufgaben können Bund, Länder und Kommunen überhaupt noch dauerhaft finanzieren?
Solange diese Frage nicht beantwortet wird, führt eine Ausweitung des Konnexitätsprinzips lediglich zu einer weiteren Verschiebung der Lasten innerhalb eines insgesamt überlasteten Systems.
Aus meiner Sicht wird damit Ursache und Wirkung verwechselt. Nicht die mangelnde Verteilung von Geld ist das Kernproblem, sondern die stetige Ausweitung staatlicher Aufgaben bei gleichzeitig schrumpfenden finanziellen Spielräumen.
Wer immer neue Leistungen verspricht, ohne die wirtschaftlichen Voraussetzungen für deren Finanzierung zu schaffen, wird zwangsläufig irgendwann an finanzielle Grenzen stoßen. Daran ändert auch die beste Verteilung der Kosten zwischen Bund, Ländern und Kommunen nichts.
Die Finanzkrise ist längst keine kommunale Krise mehr
Besonders interessant war die parallel behandelte Fachtagung „Öffentliche Finanzen 2026“, die ich am Mittwoch zeitversetzt und mit einigen Mitarbeitern und Arbeitsunterlagen bis 0 Uhr und am Donnerstag einen Tag nach dem Städtetag verfolgt habe.
Dort wurden die steigende Staatsverschuldung, wachsende Defizite, die Belastungen des Sozialstaates, die gerichtliche Durchsetzung des Konnexitätsprinzips sowie die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen mit hochrangigen Vertetern des Finanzwesens diskutiert.
Die Diskussionen machten deutlich, dass die Probleme längst nicht mehr nur auf kommunaler Ebene existieren. Auch Bund und Länder kämpfen mit steigenden Ausgaben, wachsenden Schulden und immer neuen finanziellen Verpflichtungen.
Die kommunale Krise ist daher lediglich der sichtbarste Teil einer umfassenderen staatlichen Finanzkrise.
Wenn Bund, Länder und Kommunen gleichzeitig immer mehr Aufgaben übernehmen, immer höhere Ausgaben tragen und gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage der Finanzierung unter Druck gerät, entsteht zwangsläufig ein System, das dauerhaft mehr verspricht als es leisten kann.
Genau diesen Eindruck habe ich während der beiden Tage in Oberhausen gewonnen.
Fragwürdiger Ablauf der Vorstandswahlen
Für erhebliches Erstaunen sorgte aus meiner Sicht der Ablauf der Vorstandswahlen.
Die Wahl des 17-köpfigen Vorstandes erfolgte offen mit Stimmkarten. Dabei wurden die Abstimmungsverfahren mehrfach verändert.
Zunächst wurden bei einzelnen Kandidaten lediglich die Ja-Stimmen abgefragt. Gegenstimmen spielten zunächst praktisch keine Rolle. Später wurden Gegenstimmen berücksichtigt, diese auch mit Enthaltungen gleichgesetzt. Anschließend wurde das Verfahren während der laufenden Vorstandswahl erneut verändert.
Teilweise entstand der Eindruck, dass Mehrheiten eher geschätzt als tatsächlich ausgezählt wurden, was bei einigen Personen im Ergebnis grenzwertig war.
Gerade von einer Versammlung kommunaler Mandatsträger hätte ich mir hier ein deutlich transparenteres und nachvollziehbareres Verfahren erwartet.
Jeder Kreisverband würde bei vergleichbaren Abläufen erhebliche Kritik ernten. Umso erstaunlicher war es, dies auf Ebene des Städtetages Nordrhein-Westfalen zu erleben.
Politische Einseitigkeit vieler Redebeiträge
Ebenfalls auffällig war die politische Grundstimmung zahlreicher Redebeiträge.
Immer wieder wurde vor angeblichen Demokratiefeinden, Populisten oder einem zunehmenden Rechtsruck gewarnt. Die politischen Herausforderungen wurden häufig durch diese Brille betrachtet.
Dabei entstand für mich der Eindruck, dass erhebliche Teile des kommunalpolitischen Establishments nicht bereit sind, die eigentlichen Ursachen der wirtschaftlichen und finanziellen Probleme offen zu diskutieren, sondern eher ihre Ängste vor der politischen Konkurenz kundtun wollte.
Wer ausschließlich über Symptome spricht, aber die Ursachen ausblendet, wird die Probleme nicht lösen können.
Besonders auffällig war der Beifall vieler Delegierter, sobald gegen die AfD polemisiert wurde. Gleichzeitig blieb die Bereitschaft gering, sich mit den inhaltlichen Ursachen der finanziellen Schieflage auseinanderzusetzen.
Ein besonders befremdlicher Redebeitrag
Besonders befremdlich empfand ich den Beitrag eines ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten.
In seiner Rede verwendete er das Bild von „Rattenfängern“, die von kommunalen Krisen profitieren würden.
Unabhängig von seiner eigentlichen Intention halte ich solche Formulierungen im Zusammenhang mit Millionen Wählern einer demokratisch gewählten Partei für unangemessen.
Eine Demokratie lebt vom offenen Wettbewerb politischer Ideen. Wer politische Gegner pauschal diffamiert, trägt nicht zu einer sachlichen Debatte bei.
Für mich war dies der Moment, an dem ich den Saal verließ. Eine derart herablassende Sprache gegenüber Andersdenkenden halte ich für eine demokratische Debatte nicht angemessen.
Mehr Geld allein wird die Krise nicht lösen
Während der gesamten Veranstaltung zog sich ein Gedanke wie ein roter Faden durch viele Beiträge:
Die Kommunen benötigen mehr Geld.
Diese Forderung ist in Teilen nachvollziehbar. Wer Aufgaben überträgt, muss deren Finanzierung sicherstellen.
Doch selbst wenn die Kommunen morgen sämtliche geforderten Mittel erhalten würden, bliebe die grundsätzliche Frage bestehen:
Wie lange kann ein Staat dauerhaft immer neue Aufgaben, immer neue Rechtsansprüche und immer neue Förderprogramme schaffen, wenn gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage ihrer Finanzierung erodiert?
Die Oberhausener Erklärung nennt zahlreiche zusätzliche Handlungsfelder – von Klimaneutralität über Mobilitätswende und Wärmewende bis hin zu Integrations- und Betreuungsangeboten. Gleichzeitig wird festgestellt, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kommunen an ihre Grenzen stößt.
Genau dieser Widerspruch zog sich für mich durch weite Teile der Veranstaltung.
Die Frage, ob alle diese politischen Vorhaben gleichzeitig überhaupt noch finanzierbar sind, wurde kaum gestellt.
Stattdessen wurde überwiegend darüber diskutiert, wie zusätzliche Mittel verteilt werden können.
Aus meiner Sicht muss jedoch zuerst geklärt werden, welche Aufgaben wirklich notwendig sind, bevor über immer neue Finanzierungswege gesprochen wird.
Fazit
Der Städtetag NRW hat die dramatische Finanzlage der Kommunen und die politische Uneinsichtigkeit weiter Teile der Politik eindrucksvoll bestätigt.
Richtig ist: Die Kommunen benötigen eine auskömmliche Finanzierung ihrer Pflichtaufgaben.
Ebenso richtig ist aber: Dauerhaft kann kein Staat mehr Geld ausgeben, als er erwirtschaftet.
Wer die Ursachen der Finanzkrise nicht benennt, wird ihre Folgen nicht beseitigen können.
Wer Probleme nicht erkennt, ist dazu verdammt, dieselben Fehler immer wieder zu wiederholen.
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands ist die Grundlage jeder staatlichen Finanzierung. Ohne Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und solide Haushalte werden weder Bund, Länder noch Kommunen dauerhaft handlungsfähig bleiben.
Der Städtetag hat deutlich gemacht, wie groß die Herausforderungen inzwischen geworden sind. Aus meiner Sicht braucht es deshalb nicht mehr Umverteilung und immer neue Finanzierungsforderungen, sondern eine grundlegende politische Kurskorrektur.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Verantwortlichen dazu bereit sind.

Es grüßt Sie herzlichst, ihr Pierre Jung
https://pierrejung.de/aktuelles/mein-eindruck-vom-staedtetag-nrw-zwischen-rekorddefiziten-und-wunschdenken/

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