08/09/2026
Erinnern heißt sichtbar machen: Zwei neue Stadttafeln am jüdischen Friedhof An der Strangriede erzählen von jüdischem Leben in Hannover und von der Verfolgung hannoverscher Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus.
Gestern wurden die Tafeln von Oberbürgermeister Belit Onay und Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, enthüllt. Anlass war der 85. Jahrestag der sogenannten „Aktion Lauterbacher“.
📍 Eine Tafel informiert über den jüdischen Friedhof An der Strangriede. Zwischen 1858 und 1864 nach Plänen des jüdischen Architekten Edwin Oppler angelegt, ist er mit mehr als 2.500 erhaltenen Grabstätten ein bedeutendes Zeugnis jüdischen Lebens in Hannover.
📍 Die zweite Tafel erinnert an das Gebäude An der Strangriede 55, das während der NS-Zeit als sogenanntes „Judenhaus“ genutzt wurde. Im September 1941 wurden dort und in weiteren Sammelunterkünften rund 1.200 hannoversche Jüdinnen und Juden zwangsweise untergebracht. Diese Zwangseinweisungen waren eine Vorstufe der späteren Deportationen.
Die neuen Stadttafeln machen Geschichte an ihren konkreten Orten sichtbar. Sie erinnern an jüdisches Leben, an Verfolgung und an die Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten.
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