30/05/2026
Als beim Technischen Hilfswerk (THW) Hilpoltstein bei einem Tag der offenen Tür eine Jugendgruppe gegründet wurde, war für Christian schnell klar, dass er dabei sein will. Daraus wurden 30 Jahre. Heute führt er die Bergungsgruppe und ist 1. Vorsitzender der Helfervereinigung. Verantwortung zu übernehmen macht ihm Spaß. Wobei er selbst sagt, dass er es mit seiner Gruppe leicht hat. Das Team passe einfach.
Schon als Junghelfer war er davon beeindruckt, was die „Großen“ alles konnten. Die Technik faszinierte ihn. Gleichzeitig fand er es spannend, was sich nur mit Holz und Knoten alles umsetzen lässt. Und wenn Einsätze anstanden, wollte er natürlich wissen, wie das abläuft. Die Begeisterung für Technik ist geblieben. Auf seinen Gerätekraftwagen (GKW) verzichtet Christian im Einsatz, wie er selbst sagt, nur „ungern“. Ebenso wie auf Kameradschaft und gute Laune.
Das THW wurde in den letzten 30 Jahren aus seiner Sicht offener. Fahrzeuge und Ausstattung entwickelten sich weiter. Auch die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen in Hilpoltstein wurde enger. Eines hat sich für ihn allerdings nie verändert: Die Menschen. Tolle Leute prägen das THW damals wie heute. Wobei er schmunzelnd ergänzt, dass der Bürokratismus wohl ebenfalls geblieben ist.
Besonders im Kopf geblieben ist ihm der erste Hochwasser-Ad-hoc-Einsatz. Eine ganze Woche war der Technische Zug (TZ) aus Hilpoltstein im Einsatz. Parallel dazu war auch der Fachzug Führung & Kommunikation (FK) gefordert. Diese Größe und die Schlagkraft des THW haben Eindruck hinterlassen.
Über die Jahre wurden aus Kameradinnen und Kameraden für Christian Freunde. Gemeinsam etwas Sinnvolles tun und Menschen in Notsituationen helfen.
Was gibt er an jüngere Helferinnen und Helfer weiter? Den Part Leitern in der Grundausbildung auf jeden Fall. Noch wichtiger ist ihm jedoch: „Grundsätzlich dabei bleiben, auch wenn es mal nicht passt.“ Denn genau dafür ist die Gemeinschaft da.
Für Menschen, die überlegen mitzumachen, hat er folgenden Rat: „Einfach machen. Es macht riesig Spaß, man lernt viel, findet eine tolle Gemeinschaft und hat ein Hobby mit echtem Sinn.“
Text: Nicole Groth
Fotos: Bernhard Bergauer, Liam Flohry