03/09/2026
ÖDP Ammerland bezieht Stellung zum Moorschutz
Die Kandidierenden der ÖDP zur Gemeinderatswahl Bad Zwischenahn sowie der Kreistagswahl Ammerland begrüßen die Wahlprüfsteine der Moor Initiative Ammerland (MoorIA). Die Themen der Wahlprüfsteine umfassen die Aspekte Verantwortung für Wiedervernässung konkret übernehmen, Nutzungskonflikte angehen – keine weitere moorzerstörende Nutzung von Moorböden sowie Emissionen aus Landwirtschaft/Baumschulen jetzt angehen.
Stellvertretend für die Kreisgruppe Ammerland der ÖDP hat Gunda Bruns, Diplom-Gartenbauingenieurin und Vorstandsmitglied der Naturschutzgemeinschaft Ammerland e.V. sowie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen/Bremen e.V. die tiefgründigen Fragen umfassend und kompetent beantwortet.
Zur Frage, welche Möglichkeiten der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) aus Moorböden die ÖDP konkret nutzen will, um die Bilanz des gesamten Ammerlandes zu verbessern, lautet die klare Antwort von Gunda Bruns: „Wir als ÖDP werden jegliche Veränderungen an noch bestehenden Moorkörpern von einer für Klimaschutzzwecke relevanten Mächtigkeit, Qualität und Bodenbeschaffenheit nach Absprache sowie Begutachtung durch Experten ab sofort verhindern. Dazu zählen auch Torfabbau, Versiegelung, Verbauung, Erdbewegungen für Zufahrten von z.B. Autobahnen, Windkraft auf Moorstandorten, Baugebieten etc..“
Nach Auffassung der ÖDP benötigen wir alle als Gesellschaft dringend Klimaschutz, sowohl direkt vor Ort als auch überall auf unserem Planeten. Bruns stellt fest: „Die Schwammfunktion, der Erhalt von Torf als CO2 Speicher und die Verhinderung von THG-Emissionen haben gerade in unserer Region höchste Priorität, u.a. damit Wasser im Kreislauf bleibt!“ Folglich ist für die ÖDP das Handlungsziel Moor-Vernässung und Moor-Schutz eines ihrer Hauptziele im ökologischen Bereich.
Auch zum Konflikt zwischen Schutz von Moorgebieten mit hoher Rest-Torfmächtigkeit einerseits und der geplanten Nutzung von Moorflächen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie weiterer Infrastrukturvorhaben, die unsere Moore zerstören werden, bezieht Bruns eindeutig Stellung. „Wir nehmen die Zielvorgaben vom Land Niedersachsen bzw. von Deutschland sehr ernst. Ungerechtfertigte Ziele bzw. eine zerstörerische Handhabung dieser Bestrebungen müssen mit Sachverstand durchdacht werden, um andere praktikable Lösungen zu finden.“
Dazu sei es zwingend notwendig, Erkenntnisse aus der Wissenschaft vehement zu beachten. De ÖDP Ammerland wird das ggf. zusammen mit Partnerorganisationen juristisch durchsetzen und verweist dazu auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2021.
Gunda Bruns vertritt die ÖDP insbesondere mit ökologischen Themen seit 10 Jahren im Gemeinderat Bad Zwischenahn und tritt auf Platz1 der ÖDP-Liste erneut an.
Martin F. Dreß
ÖDP Kreisgruppensprecher