26/03/2026
Wenn wir kein Auto haben, dann halt ohne!
🚨 Gemeldeter Herz-Kreislauf-Stillstand eines Jugendlichen🚨
Dramatischer hätte die Meldung kaum sein können:
Während wir uns am Nachmittag privat in der Kemptener Innenstadt aufhielten,  wurden wir von der App der Region der Lebensretter zu einer gemeldeten Reanimation eines Jugendlichen in unmittelbarer Nähe alarmiert. Dieser wurde von Passanten augenscheinlich leblos auf einer Bank liegend aufgefunden.  Aufgrund unserer fußläufigen Nähe zum Einsatzort, konnten wir Diesen bereits nach 3 Minuten erreichen. Ein weiterer Ersthelfer, welcher mit seinem PKW zur Einsatzstelle kam, hatte glücklicherweise eine erweiterte Erste-Hilfe Ausrüstung sowie einen AED dabei.
Vor Ort eingetroffen konnte festgestellt werden, dass der Jugendliche zwar keinen Herzkreislaufstillstand hatte, jedoch bewusstlos mit einer ausgeprägten Sauerstoffunterversorgung war. Hier konnten wir gemeinsam die ersten lebensrettenden Sofortmaßnahmen ergreifen und so den Zustand bis zum Eintreffen der Rettungskräfte stabilisieren. Hier sei bemerkt, dass in der Kemptener Innenstadt zeitnah ebenfalls kein Rettungsmittel verfügbar war und das erste öffentliche Fahrzeug ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Kempten war. 
Der Notarzt wurde mit dem Hubschrauber zugebracht. Der Rettungswagen traf erst weitaus später ein.
Wir übergaben den Patient an die Rettungskräfte und zogen uns zurück, um deren Arbeit nicht zu stören.
Dies ist ein weiteres deutliches Beispiel dafür, warum Ersthelfer und First Responder Systeme dringend erforderlich sind.
Unsere Gemeinde verfügt weiterhin nicht über ein entsprechendes System, da von Seiten der Politik weiterhin gezögert wird, etwas zu unternehmen.
Daran ändert auch die gestrige Informationsveranstaltung zur angeblichen Wiederaufnahme des First Responder Betriebes in Lechbruck nichts.
Von Seiten der Politik wird hier nicht an einer vernünftigen, zeitnahen Lösung gearbeitet, sondern an der einfachsten. So akquirieren die Johanniter auf Wunsch der Politik derzeit neue Mitglieder, die sie zunächst ausbilden müssen, was sich über Monate erstrecken wird, anstatt auf das vorhandene Personal zurückzugreifen, dass unmittelbar einsatzbereit wäre.
Mit diesem hat im übrigen seit Ende des First Responders von Seiten der Politik niemand gesprochen!
Hier soll nach den gestrigen Informationen auch das alte, marode Einsatzfahrzeug wieder eingesetzt werden, das weder dem heutigen Stand der Technik noch der Sicherheit entspricht.
Des Weiteren war von einem Mandatsträger in der Gemeinde zu vernehmen, dass die Wiederaufnahme durch die Johanniter eher unfreiwillig erfolgt und mit dem öffentlichen Druck durch die diverse Berichterstattung begründet wird. 
Unser Ansinnen ist deshalb weiterhin die Gründung eines (Förder –) Vereines welcher das ganze trägt und erforderliche Dinge zur Verfügung stellt. Alles andere hat keine aussichtsreiche Zukunft.