10/09/2025
📢 Bedrohliche Situation am Marktplatz – und warum wir Haltung zeigen müssen
Heute war ich an den Wahlständen in Leichlingen im Gespräch mit den demokratischen Parteien und deren Bürgermeisterkandidaten. Auf dem Heimweg sprach mich ein Mann an der Ampel an. Er fragte mich, ob ich „der vom Bündnis für Leichlingen“ sei – was ich bejahte.
Seine nächste Frage war, ob wir eher in Richtung SPD, Grüne oder CDU tendieren. Meine Antwort: 👉 Wir haben keine parteipolitische Richtung – wir sind für Leichlingen.
Darauf erwiderte er, die AfD habe „das beste Wahlprogramm“. Ich machte klar: ❌ Definitiv nicht! Die AfD hat in fünf Jahren im Stadtrat keinen einzigen eigenen Vorschlag eingebracht, kein Wahlprogramm für unsere Stadt und schon gar keine Lösungen.
Wir befanden uns inzwischen im Brückerfeld. Während des Gesprächs merkte ich, dass er selbst der AfD nahesteht. Im Nachhinein habe ich das auch auf mehreren Fotos der AfD-Stände in Leichlingen bestätigt gesehen. Als er merkte, dass er argumentativ nichts entgegensetzen konnte, wurde er immer aggressiver.
Ich wollte das Gespräch beenden und einfach zu meinem Auto auf dem Parkplatz gehen. Doch er folgte mir in bedrohlicher Weise. Um Aufmerksamkeit und Sicherheit zu schaffen, blieb ich stehen und sprach bewusst lauter – so, dass auch Menschen auf dem Marktplatz aufmerksam wurden.
👉 Da sagte er: „Alle Geflüchteten sollen nach Hause geschickt werden.“
Und als ich das laut wiederholte, legte er noch nach: „Auch du sollst nach Hause geschickt werden.“
Erst als das Ordnungsamt einschritt und sich vor ihn stellte, ließ er endlich ab.
❓ Mal ehrlich: Wer will so eine aggressive, ausgrenzende Haltung wählen?
Eine Partei, die seit Jahren im Stadtrat nichts beiträgt, will am liebsten jeden „der anders aussieht“ loswerden – auch Menschen wie mich.
Ich bin hier in den Kindergarten gegangen, zur Schule, habe mein Abitur und mein Informatikstudium abgeschlossen. Bereits mit 13 Jahren habe ich Aushilfsjobs gemacht, um mein Taschengeld aufzubessern. Seit meiner Ausbildung arbeite ich regelmäßig, zahle Steuern, engagiere mich ehrenamtlich für Hilfsbedürftige, bin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr – und habe den deutschen Pass.
💡 Wieviel Integration braucht die AfD noch, bevor sie akzeptiert: Du darfst in Deutschland bleiben?
💛 Wir dürfen nicht zulassen, dass Hass, Ausgrenzung und Bedrohung zum Alltag in unserer Stadt werden. Es ist Zeit, dass auch die Letzten wach werden und erkennen, wofür die AfD wirklich steht: Spaltung statt Zusammenhalt, Hetze statt Lösungen.
👉 Wir als Bündnis für Leichlingen stehen für ein Leichlingen, das alle Menschen respektiert und gemeinsam an Lösungen arbeitet.
Für alle, die meinen, das sei erfunden:
➡️ Zeugen am Marktplatz haben die Situation mitbekommen.
➡️ Ich bin bewusst laut geworden, um Aufmerksamkeit und Sicherheit zu schaffen.
➡️ Am Ende musste sogar das Ordnungsamt einschreiten.
Das sind Fakten – keine Erfindung. Wer das leugnet, will die Realität verharmlosen und ausblenden.
Und für alle, die behaupten, so etwas sei „normal“ und gehöre zum Wahlkampf:
👉 Ganz klar nein. Persönliche Angriffe und Bedrohungen haben in einer Demokratie nichts zu suchen.
UPDATE 11.09.2025: Offizielle Gegendarstellung des AfD-Mitglieds zum Vorfall auf dem Marktplatz.
"Gegendarstellung :
Auf dem Weg über den Markt zum Parkplatz bei Lanzelot Parkplatz kamen wir ins Gespräch. Er meinte, AfD käme für Zudammenarbeit nicht on Frage, weil Weidel ALLE Ausländer abschieben wollte. Ich habe erklärt, bei der AfD ginge es um die, die keinen Aufenthaltstatus hätten. Er steigerte sich lauter werdend auch darein, dass ich!!! auch ihn abschieben wolte.- befremdlich und aggressiv, der Typ. Ordnungsamt-Mitarbeiter kamen zufällig entgegen und sprachen ihn an. Er blieb stehen, ich ging ruhig weiter ..."
Update 11.09.2025: Widersprüche in der Gegendarstellung
Ansprechen des Gesprächs
Ich wurde an der Ampel gezielt angesprochen, wobei er direkt das „Bündnis für Leichlingen“ erwähnte.
In seiner Gegendarstellung heißt es jedoch, „wir kamen ins Gespräch“, als wäre es zufällig passiert.
Da ich häufig von Menschen angesprochen werde, lasse ich mich gern auf Gespräche ein, spreche aber selbst keine Unbekannten grundlos an.
Verlauf des Gesprächs
Er behauptete, Ratsmitglieder dürften keine Anträge stellen. Ich erklärte, dass sogar jeder Bürger Anträge einreichen kann.
Als ihm die Argumente zur Kommunalwahl ausgingen, wechselte er zu Bundespolitik und zum Thema „Ausländer“.
Daraufhin wollte ich das Gespräch beenden, blieb stehen und drehte mich Richtung Unterführung/Lotto-Geschäft.
Er hätte hier einfach weitergehen können.
Folgen und Bedrohung
Stattdessen kehrte er um, folgte mir, kam mir sehr nahe und wurde aggressiv und beleidigend.
Ich fühlte mich bedroht und sprach bewusst lauter, um Aufmerksamkeit zu erregen und meine Sicherheit zu wahren – was er selbst bestätigt.
Hätte ich ihn bedrängt, hätte er sich problemlos entfernen können.
Er setzte jedoch das Gespräch und seine Beleidigungen fort, bis ein Mitarbeiter des Ordnungsamts einschritt und sich vor ihn stellte.
Der Mitarbeiter wurde erst auf uns aufmerksam, weil ich laut gesprochen hatte.
Ende des Vorfalls
Unklar bleibt, warum der AfD-Anhänger das Gespräch plötzlich beendete und wegging – angeblich nur, weil ein Mitarbeiter des Ordnungsamts mich angesprochen hätte.
Diese Punkte machen seine öffentliche Gegendarstellung für mich klar unglaubwürdig.
Weitere Schritte
Ich werde mir nun in Ruhe überlegen, wie ich weiter vorgehe – insbesondere, ob ich eine offizielle Anzeige erstatte oder weitere rechtliche bzw. organisatorische Schritte einleite.
Hashtags