01/06/2026
🛡 Diese Schlacht ist untrennbar mit unserer Gemeinde verbunden: Am 27. Mai 1234 fand bei Altenesch der entscheidende Kampf im sogenannten Krieg der Stedinger statt. Beim einzigen Kreuzzug auf deutschem Boden verloren unzählige Bauern ihr Leben - geschlagen von einem übermächtigen Heer des Bremer Erzbischofs. Er wollte die Stedinger Bauern zur Abgabe eines Zehnts zwingen, obwohl sie wegen der Urbarmachung des Landes von allen Abgaben befreit waren.
🛡 Gegen das übermächtige Heer aus Kreuzrittern hatten die mit Sensen und Dreschschlegeln bewaffneten Bauern keine Chance.
🛡 „Es geht nicht um Verklärung. Die Geschichte der Stedinger wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach vereinnahmt und verfälscht - im 19. Jahrhundert für nationale Mythenbildung, im 20. Jahrhundert durch den Nationalsozialismus", erinnerte Helene Harant vom Heimatverein Altenesch bei einer Gedenkveranstaltung am Sonntag am Altenescher Ehrenmal an die unzähligen Toten.
🛡 „Was bleibt, ist der nüchterne historische Befund: Menschen, die ihr Land mit eigenen Händen aufgebaut hatten, wurden um ihre verbrieften Rechte gebracht, mit dem Vorwurf der Ketzerei zum Schweigen gebracht und schließlich militärisch vernichtet."
🛡 Im Namen der Gemeinde Lemwerder hat auch Bürgermeisterin Christina Winkelmann einen Kranz niedergelegt. Ebenfalls an der Gedenkstunde teilgenommen hat Landrat Stephan Siefken.