10/10/2024
Statement der Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz zum Welthundetag:
Heute ist der Internationale Welthundetag, auch "Welttag des Hundes".
Es ist ca. 12.000 Jahre her, als aus Wolfsrudeln erste Hunde domestiziert wurden. Heute leben etwa sieben Millionen Hunde allein in deutschen Haushalten, sie gelten aufgrund ihrer sozialen Anpassungsfähigkeit als das am meisten mit dem Menschen verbundene Tier. Hunde sind für viele Menschen nicht nur Familienmitglied, sondern Partner, wenn es ums Leben geht: Lebensgefährliche Unterzuckerung erschnüffeln sie ebenso wie sie blinde Menschen sicher durch den Verkehr bringen. Sie spüren Verschüttete auf, ziehen Rollstühle und durchbrechen in Altenheimen die Einsamkeit zurückgezogener Menschen.
Sie sind zudem oft die besten Freunde unserer Kinder, und das aus freien Stücken.
Auch 2024 wollen wir den Tag zum Anlass nehmen, der Hunde zu gedenken, die Opfer menschlicher Grausamkeiten wurden und heute noch werden. Nicht nur, dass hierzulande Vierbeiner pauschal als Beißmaschinen stigmatisiert (Rasselisten) und die Liebe der Menschen zu ihren Hunden zum Auffüllen von Haushaltslöchern missbraucht werden (Hundesteuer). Nein, weitaus tragischer ist, dass unsere Politikerinnen und Politiker nach wie vor dulden, dass Hunde in Tötungsstationen landen. Auch mitten in Europa! Statt EU-Fördergelder an eine Kastrationspflicht zu koppeln, um mittelfristig die Population einzudämmen und das Leben der Hunde zu schützen, gibt man "Preisgelder" für Folter und Mord an wehrlosen Wesen, weil Töten offenbar einfacher zu organisieren ist als die Schaffung solider politischer Grundlagen für ein friedliches Miteinander.
Wir gedenken daher heute vor allem allen vierbeinigen Opfern menschlicher Dummheit und Gewalt.