27/08/2026
Auf Initiative der CDU-Fraktion beschloss die Gemeindevertretung vor der Sommerpause, einen Vertreter der DB InfraGO zum aktuellen Stand des Gesamtprojekts EÜ Karl-Marx-Straße einzuladen. Gestern berichtete dieser nun ausführlich über den aktuellen Stand sowie technische und planerische Hintergründe.
Dabei wurde eines besonders deutlich:
➡️ Bereits Ende 2024 war bekannt, dass die Regenentwässerung erneuert werden muss.
➡️ Anfang 2025 war klar: Die Bahn stellt nach ihren Baumaßnahmen grundsätzlich den vorhandenen IST-Zustand wieder her. Die vollständige Erneuerung der kommunalen Leitungen war damit Aufgabe der Gemeinde.
Genau damals hätte die Gemeinde ansetzen und die notwendigen Diskussionen und Entscheidungen führen müssen.
Stattdessen hieß es zunächst: „Die Kosten soll die Bahn übernehmen.“ Noch im Januar 2026 wurde die Verantwortung für die Verzögerungen eindeutig bei der DB InfraGO gesehen. Der Gemeindevertretung wurde sogar empfohlen, zunächst kein Geld bereitzustellen, um den Druck auf die Bahn zu erhöhen. Kurz vor der Sommerpause dann die Kehrtwende: Nun soll die Gemeinde doch Geld für die notwendige Erneuerung bereitstellen.
Unsere Kritik ist deshalb klar: Wenn die entscheidenden Fakten bereits Ende 2024 und Anfang 2025 bekannt waren – warum wurden die notwendigen Entscheidungen nicht schon damals getroffen?
Eine frühzeitige Klärung hätte möglicherweise viel Zeit, Unsicherheit und unnötige politische Auseinandersetzungen erspart – und vor allem den Menschen vor Ort vor einer noch längeren massiven Belastung durch die fehlende Durchfahrtsmöglichkeit und die damit verbundenen Umwege bewahrt. Wir werden das Projekt weiter kritisch begleiten – denn die Bürgerinnen und Bürger warten zu Recht auf eine funktionierende und endlich vollständig nutzbare Karl-Marx-Straße.