26/09/2024
Pressemitteilung: Maßnahmen gegen Wohnungsleerstände in Mainz gefordert
Mainz, 09. Oktober 2024 – In der heutigen Stadtratssitzung hat Kai Schütz im Namen der ÖDP Mainz eine offizielle Anfrage zur aktuellen Problematik der Wohnungsleerstände in der Stadt gestellt. Angesichts der angespannten Lage auf dem Mainzer Wohnungsmarkt, verbunden mit dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, fordert Schütz ein umfassendes Vorgehen der Stadtverwaltung, um ungenutzte Wohnungen wieder dem Markt zugänglich zu machen.
Erfassung von Leerständen
Die ÖDP möchte zunächst Klarheit über die tatsächliche Anzahl leerstehender Wohnungen und Häuser im Stadtgebiet schaffen. In der Anfrage wird nach der aktuellen Kenntnislage der Stadtverwaltung gefragt, insbesondere in Bezug auf Leerstände, die möglicherweise nicht offiziell gemeldet wurden. „Es ist unerlässlich, dass wir einen genauen Überblick über die Situation erhalten, um zielgerichtete Maßnahmen ergreifen zu können,“ betont Kai Schütz.
Gründe für Leerstände
Zudem wird nach den Hauptursachen für den Leerstand von Wohnungen in Mainz gefragt. Schütz weist darauf hin, dass spekulative Leerstände, bei denen Immobilien absichtlich ungenutzt bleiben, eine besondere Problematik darstellen könnten. „Sollte sich herausstellen, dass Wohnungen aus rein spekulativen Gründen leer stehen, müssen wir handeln,“ so Schütz.
Maßnahmen zur Reaktivierung von Leerständen
Die Anfrage fordert auch Auskunft darüber, welche Maßnahmen die Stadt Mainz bisher ergriffen hat, um Eigentümer zur Reaktivierung leerstehender Wohnungen zu bewegen. Dabei wird auch die Möglichkeit einer Leerstandsabgabe oder einer Verschärfung des Zweckentfremdungsverbots von Wohnraum thematisiert. „Wir dürfen es uns angesichts der Wohnungsnot nicht leisten, dass Wohnungen über einen längeren Zeitraum ungenutzt bleiben,“ erklärt Schütz.
Die ÖDP fordert von der Stadtverwaltung konkrete Schritte, um Hindernisse bei der Wiedervermietung oder -nutzung leerstehender Wohnungen abzubauen und gleichzeitig Maßnahmen zu ergreifen, die das Angebot an Ferienwohnungen begrenzen, um langfristig den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Verschärfung des Zweckentfremdungsgesetzes
Ein weiterer zentraler Punkt der Anfrage bezieht sich auf das Zweckentfremdungsgesetz. Die ÖDP fordert eine Verschärfung des Gesetzes, sodass auch ältere Leerstände, die vor 2022 entstanden sind, erfasst und sanktioniert werden können. Die Stadtverwaltung wird um Einschätzungen zu den rechtlichen und praktischen Herausforderungen einer solchen rückwirkenden Anwendung gebeten.
„Die aktuelle Wohnungssituation in Mainz erfordert entschlossenes Handeln. Wir müssen den Leerstand von Wohnraum so weit wie möglich reduzieren, um den Menschen in Mainz bezahlbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen,“ fordert Kai Schütz abschließend.
Die ÖDP erwartet eine umfassende Stellungnahme der Stadtverwaltung und konkrete Vorschläge, wie die Wohnungsleerstände in Mainz kurz- und mittelfristig effektiv angegangen werden können.
Pressekontakt: ÖDP Mainz