30/08/2026
Wenn junge Männer von einem Leben träumen, in dem sie wirksam, menschennah und gottverbunden bis zum Tod einfach erfüllt arbeiten und lieben können, könnten sie bei uns finden, wofür es sich lohnt, zu leben.
Mancher kommt nicht drauf, weil Kutte, Kloster und Chorgesang als Ausdrucksformen der Jahrhunderte den Durchblick verwehren.
Darum mag ich, dass wir jetzt auf andere Weise die Tür zu einer Lebensform öffnen, die an vielen Stellen Welten verändert, Lebensbedingungen verbessert und neue Zugänge zu Glaube und Kirche gelegt hat. (Und im Rückblick auf die Geschichte auch natürlich so manches, worüber wir heute nicht glücklich sind, aber damals mit bester Absicht getan wurde).
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Und wem das zu plötzlich ist, gerne bei mir melden. Wir reden drüber.
Nur Mut!
Mit herzlichen Grüßen!
Bruder Paulus
Die Welt heute steht Kopf. Dinge, von denen man geglaubt hatte, dass sie überwunden worden seien, weil man aus der Geschichte gelernt hat, verbreiten sich wieder: Rassismus, Rechts- und Linksradikalismus und Populismus. Oft damit verbunden: die Verdammung des Anderen und des Andersseins. Alles das, was nicht in das Schema der Normalität passt, geht nicht und muss angepasst oder am besten vereinheitlicht werden, so dass es nicht mehr fremd ist. Das alles geschieht in einer Welt, die für viele unsicher, brüchig und undurchsichtig geworden ist.
„Christliche Spiritualität setzt etwas dagegen und steht für Reichtum, Vielfalt und Non-Konformität“, sagt Br. Thomas Dienberg, in Münster und Teil des Redaktionsteams von cap!. „Ein Leben in dieser Buntheit und Vielfalt kann dann gelingen, wenn es nicht um richtig und falsch geht, sondern um das Verstehen-Wollen des Anderen, um die Auseinandersetzung mit dem Anderen. Das erfordert Aufmerksamkeit und die besondere Fähigkeit des Hin- und Zuhörens.“ Im Magazin gehen die Kapuziner diesen Gedanken nach.
Die Beiträge laden ein, die Kunst der Wahrnehmung immer wieder einzuüben.
Wie immer finden sich in cap! neben den Artikeln zum Titelthema „Anders sein“ auch zahlreiche andere Themen:
👉Was treibt Dich an? Ein Gespräch mit dem Autor und Journalisten Tobias Haberl
👉Im Dialog: Zwei Köpfe, zwei Meinungen zum Thema „Sonntagsruhe für Geschäfte“
👉Gottesbeweise: Gibt es die Gewissheit eines Gottes?
👉Verzicht und Freiheit: Verzichtsforscher Timo Heimerdinger über die Vorzüge des freiwilligen Verzichts
👉Kontemplatives Gebet: Eine Anleitung in fünf Schritten
Das Magazin finden Sie in den Klöstern und Kirchen der Kapuziner in Deutschland und West-Österreich. Sie können cap! außerdem hier als PDF auf unserer Website herunterladen. Wenn Sie kommende Ausgaben kostenlos nach Hause geschickt bekommen wollen, abonnieren Sie cap! auch auf unserer Website.
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