NSU Komplex auflösen Jena

NSU Komplex auflösen Jena Die Gruppe „NSU-Komplex auflösen! Die Perspektive der Betroffenen rassistischer Gewalt muss ernstgenommen werden.

Ortsgruppe Jena“ fordert eine umfassende Aufklärung und Aufarbeitung des NSU-Komplexes – sowohl in Deutschland als auch in Jena.

Wir gedenken heute Enver Şimşek, vor zweiundzwanzig Jahren in Nürnberg ermordet vom NSU.Enver Şimşek migrierte 1985 im A...
09/09/2023

Wir gedenken heute Enver Şimşek, vor zweiundzwanzig Jahren in Nürnberg ermordet vom NSU.
Enver Şimşek migrierte 1985 im Alter von 24 Jahren aus Salur in der Türkei nach Deutschland. In Schlüchtern baute er später erfolgreich einen Blumenhandel auf. Am 9. September 2000 verkaufte der Vater zweier Kinder an einem Stand in Nürnberg Blumensträuße, als er vom NSU überfallen und schwer verletzt wurde. Er starb am 11. September im Krankenhaus. Es war der erste Mord des Nationalsozialistischen Untergrundes.
Wie bei allen folgenden Morden wurde nicht gegen Rechts ermittelt, stattdessen wurde die Familie über Jahre hinweg von den Ermittlungsbehörden verdächtigt und schikaniert.
Der Sohn Abdulkerim sagte 2020 in einer Rede in Jena über die juristische Aufarbeitung: "Als der NSU im Jahr
2011 aufflog, hat man uns viele Versprechungen gemacht. Es werde alles aufgeklärt undalle werden zur Rechenschaft gezogen. Bis heute wissen wir nicht wie es dazu kam, dass
mein Vater vom NSU ausgewählt wurde. Warum ausgerechnet mein Vater? Wir müssennoch heute davon ausgehen, dass Mittäter frei rumlaufen. Der Prozess in München wareine große Enttäuschung." In diesem Sinne gilt weiterhin: kein vergessen, kein Schlussstrich!

Es wird heute wie immer eine Gedenkkundgebung um 16 Uhr an der JG geben.

Wir danken für die Bereitstellung der Porträts der Opfer.





Wir gedenken heuteArmela SegashiCan LeylaDijamant ZabërgjaGuiliano KollmannHüseyin Dayıcık Roberto RafaelSabina S. Selçu...
22/07/2023

Wir gedenken heute

Armela Segashi
Can Leyla
Dijamant Zabërgja
Guiliano Kollmann
Hüseyin Dayıcık
Roberto Rafael
Sabina S.
Selçuk Kılıç
Sevda Dağ

sie wurden am 22. Juli 2016 beim rassistischen Anschlag am Einkaufszentrum OEZ in München ermordet. Jahrelang blieb die Solidarität mit den Angehörigen aus. Nach wie vor kämpfen die Angehörigen und Überlebenden darum, dass der politische Hintergrund der Tat anerkannt und benannt wird. Und sie kämpfen gegen die Stille um diesen Anschlag in München und bundesweit.
Lasst uns am 22.7. Seite an Seite mit den Angehörigen und Überlebenden stehen. Lasst uns für Aufklärung kämpfen und Anerkennung vorantreiben. Lasst uns gemeinsam rechten Terror stoppen. Lassen wir die Angehörigen und Überlebenden an diesem Tag nie mehr allein.

Wir schicken solidarische Grüße nach München, wo heute eine Demonstration stattfindet!

Informiert euch bei .oez.erinnern

In Jena haben wir an zentraler Stelle in der Innenstadt gemeinsam mit Ibero America ein Banner gut sichtbar angebracht, um an die Toten zu erinnern!
Außerden wollen wir heute gemeinsam um 17.30 Uhr im FAU Lokal in der Bachstr. 22 die neue Doku Einzeltäter von Julian Vogel schauen und anschließend über die aktuellen Entwicklungen ins Gespräch kommen. In der Doku-Trilogie widmet sich der Regisseur den Menschen, die bei den rechtsextremen Anschlägen von München 2016, Halle 2019 und Hanau 2020 Angehörige verloren haben. Drei rechtsextreme Anschläge von sogenannten „Einsamen Wölfen“: Vermeintliche Einzeltäter, die sich scheinbar ohne in die klassischen rechten Strukturen eingebunden zu sein, im Internet radikalisieren und im öffentlichen Raum plötzlich zuschlagen.



16:00 Gedenken: "Kein Vergessen — Erinnern heißt verändern!Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt wird in Deutsc...
15/07/2023

16:00 Gedenken: "Kein Vergessen — Erinnern heißt verändern!

Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt wird in Deutschland nach wie vor verharmlost und ausgeblendet. Immer noch besteht der Irrglaube, dass diese seit 1945 kein Problem mehr darstellt.
Allerdings sind seit 1945 bekanntlich 322 Menschen aufgrund von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ermordet worden oder an den Folgen verstorben. Diese Gewalt setzt sich in Deutschland kontinuierlich fort. Da auch unsere Stadt und die Stadtgesellschaft nicht unschuldig sind, gedenken wir an diesem Samstag gemeinsam den Ermordeten und Verstorbenen aufgrund von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Am 22.7.2023 jährt sich der rechtsterroristische und rassistische Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München z...
12/07/2023

Am 22.7.2023 jährt sich der rechtsterroristische und rassistische Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München zum siebten Mal.

Wir gedenken Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabine, Selçuk und Sevda.

Nach wie vor kämpfen die Angehörigen und Überlebenden darum, dass der politische Hintergrund der Tat anerkannt und benannt wird. Und sie kämpfen gegen die Stille um diesen Anschlag in München und bundesweit.
Lasst uns am 22.7. Seite an Seite mit den Angehörigen und Überlebenden stehen. Lasst uns für Aufklärung kämpfen und Anerkennung vorantreiben. Lasst uns gemeinsam rechten Terror stoppen. Lassen wir die Angehörigen und Überlebenden an diesem Tag nie mehr allein.

Mit der Veranstaltung wollen wir auf die Anliegen der Angehörigen der Opfer und den Überlebenden aufmerksam machen und uns mit ihnen solidarisieren.

Wir wollen gemeinsam die neue Doku "Einzeltäter" von Julian Vogel schauen und anschließend über die aktuellen Entwicklungen ins Gespräch kommen. In der Doku-Trilogie widmet sich der Regisseur den Menschen, die bei den rechtsextremen Anschlägen von München 2016, Halle 2019 und Hanau 2020 Angehörige verloren haben. Drei rechtsextreme Anschläge von sogenannten „Einsamen Wölfen“: Vermeintliche Einzeltäter, die sich scheinbar ohne in die klassischen rechten Strukturen eingebunden zu sein, im Internet radikalisieren und im öffentlichen Raum plötzlich zuschlagen.

Wann: 22.07.23 um 17.30 Uhr
Wo: FAU Lokal Milly Witkop (Bachstraße 22)

Wir gedenken heute Süleyman Taşköprü, ermordet am 27. Juni 2001 durch den   in  .Süleyman Taşköprü, geboren 1970 in der ...
27/06/2023

Wir gedenken heute Süleyman Taşköprü, ermordet am 27. Juni 2001 durch den in .
Süleyman Taşköprü, geboren 1970 in der Provinz war als Kind nach Deutschland gekommen.
Er betrieb zum Tatzeitpunkt erst seit kurzem den Familienbetrieb, einen Obst- und Gemüseladen im Stadtteil . Der Vater, der am 27. Juni 2001 nur kurz den Laden verlassen hatte um etwas zu besorgen, fand Süleyman bei seiner Rückkehr schwer verletzt, er starb in den Armen des Vaters. Vor Gericht erzählt er: "Ich habe ihn auf meinen Schoß genommen. Ich habe ihn so genommen und das Gesicht gestreichelt. Er wollte mir was sagen, aber er konnte nicht."
Süleyman Taşköprü hinterließ auch eine damals noch kleine Tochter.
Der Vater Syüleymans sagte der Polizei, er habe zwei Deutsche von Tatort fliehen sehen. Aber auch diese Spur hinderte die Ermittler_innen nicht, jahrelang gegen die Familien der Opfer des NSU zu ermitteln.

Um 16 Uhr wird es eine Gedenkkundgebung vor der geben.
Wir vergessen nicht.

folgt auch:

hessen
schlussstrichnordhessen





Wir gedenken Theodoros Boulgarides, der heute vor 18 Jahren in seinem Schlüsseldienstgeschäft in   vom   ermordet wurde....
15/06/2023

Wir gedenken Theodoros Boulgarides, der heute vor 18 Jahren in seinem Schlüsseldienstgeschäft in vom ermordet wurde.
Theodoros Boulgarides wurde 1964 in geboren und migrierte mit 9 Jahren nach Deutschland, wo er Abitur machte und bis zur Eröffnung des Schlüsseldienstes im Juni 2005, kurz vor seinem Tod, unter anderem als Fahrkartenkontrolleur arbeitete. Er und seine Frau Yvonne bekamen zwei Töchter, die zum Zeitpunkt des Mordes fünfzehn und achtzehn Jahre alt waren.
Bekannte beschrieben "Theo" als "freundlich, lebenslustig und hilfsbereit".
Die Behörden ermittelten gegen die Familie und konfrontierten Yvonne Boulgarides immer wieder mit Falschbehauptungen wie dass ihr Mann sei spielsüchtig gewesen sei, um Reaktionen auszutesten. Diese falschen, durch die Polizei gestreuten Gerüchte verunmöglichten der Familie, in Deutschland zu bleiben: "Wenn niemand mehr etwas mit dir zu tun haben will, ist es sehr schwierig, das Allerschwierigste." Später, nach Aufdeckung des NSU kehrte die Familie zurück.

Bis heute wissen wir nicht, wer das Kerntrio vor Ort unterstützte. Es müssen Helfer_innen mit Ortskenntnis involviert gewesen sein, doch die von fehlgeleiteten Ermittlungen der Polizei sowie die Vertuschungen durch den Verfassungsschutz erschweren die restlose Aufklärung bis heute.

In wird es eine Gedenkkundgebung geben, um 16 Uhr vor der

Danke an die Künstlerin für das Bereitstellen der Porträts





Wir gedenken heute İsmail Yaşar, ermordet am 9. Juni 2005 durch den   in seinem Imbiss in  .İsmail Yaşar wurde 1955 in A...
06/06/2023

Wir gedenken heute İsmail Yaşar, ermordet am 9. Juni 2005 durch den in seinem Imbiss in .
İsmail Yaşar wurde 1955 in Alanyurt in der Türkei geboren und migrierte im Alter von 23 Jahren nach Deutschland. Er hatte zwei Kinder.
Die Ermittlungen nach dem Mord an İsmail Yaşar waren wie in den Fällen der anderen Morde des NSU von rassistischen Vorannahmen geprägt, so wurde etwa unterstellt, Yaşar habe mit Drogenhandel zu tun gehabt. Ermittelt wurde zudem gegen sein nahes Umfeld, unter anderem wurden Angehörige abgehört.

Letztes Jahr wurde in Nürnberg vor einer Woche der İsmail-Yaşar-Platz benannt, um die Erinnerung an İsmail Yaşar zu erhalten.

Um 16 Uhr findet heute eine Kundgebung an der JG in Jena statt, um Yaşar zu gedenken, an den Anschlag in der Kölner Keupstraße zu erinnern und die Aufklärung des -Komplex zu fordern.



Wir gedenken heute İsmail Yaşar, ermordet am 9. Juni 2005 durch den   in seinem Imbiss in  .İsmail Yaşar wurde 1955 in A...
06/06/2023

Wir gedenken heute İsmail Yaşar, ermordet am 9. Juni 2005 durch den in seinem Imbiss in .
İsmail Yaşar wurde 1955 in Alanyurt in der Türkei geboren und migrierte im Alter von 23 Jahren nach Deutschland. Er hatte zwei Kinder.
Die Ermittlungen nach dem Mord an İsmail Yaşar waren wie in den Fällen der anderen Morde des NSU von rassistischen Vorannahmen geprägt, so wurde etwa unterstellt, Yaşar habe mit Drogenhandel zu tun gehabt. Ermittelt wurde zudem gegen sein nahes Umfeld, unter anderem wurden Angehörige abgehört.

Vor einem Jahr wurde in Nürnberg vor einer Woche der İsmaik-Yaşar-Platz benannt, um die Erinnerung an İsmail Yaşar zu erhalten.

Um 16 Uhr findet heute eine Kundgebung an der JG in Jena statt, um Yaşar zu gedenken, an den Anschlag in der Kölner Keupstraße zu erinnern und die Aufklärung des -Komplex zu fordern.



Es bleibt dabei – Kein Schlussstrich!Vortrag und Diskussion zur Aufarbeitung des NSU-Komplexes, organisiert vom Arbeitsk...
13/05/2023

Es bleibt dabei – Kein Schlussstrich!

Vortrag und Diskussion zur Aufarbeitung des NSU-Komplexes, organisiert vom Arbeitskreis „Kein Schlussstrich“ Jena

Der harte Kern des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrundes“, kurz NSU, stammt aus Jena. 1998 floh das „Kerntrio“ zunächst nach Chemnitz, dann nach Zwickau. Während es in Sachsen inzwischen konkrete Überlegungen für ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex in Chemnitz und Zwickau gibt, herrscht in Jena in dieser Frage erschreckende Stille.

Wo sind in Jena die Räume für das Erinnern und das Gedenken?
Welche städtischen Strukturen gibt es für die kontinuierliche Vermittlung der Erkenntnisse aus der Aufarbeitung?
Wie schaffen wir es, die Aufarbeitung vor Ort weiter voranzutreiben?

Dabei sein wird auch das Team, das in Sachsen eine „Konzeptions- und Machbarkeitsstudie für ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex“ erarbeitet hat. In einem Vortrag werden sie uns ihre Ideen vorstellen. Gemeinsam mit Euch und Ihnen wollen wir anschließend überlegen, was das für uns in Jena bedeuten kann.

Veranstaltungsort: Junge Gemeinde Stadtmitte | Johannisstraße 14 | 07743 Jena

Wir gedenken heute Halit Yozgat, ermordet mit 21 Jahren am 6. April 2006 in seinem Internetcafe in Kassel.Halit Yozgat w...
02/04/2023

Wir gedenken heute Halit Yozgat, ermordet mit 21 Jahren am 6. April 2006 in seinem Internetcafe in Kassel.
Halit Yozgat wurde 1985 in Kassel geboren. Nachdem er 2004 das Internetcafe in der Holländischen Straße mithilfe seines Vaters eröffnet hatte, besuchte er nebenbei eine Abendschule, um das Abitur nachzumachen - er wollte Informatik studieren.
Am Tag seiner Ermordung arbeitete Halit im Internetcafe. Als sein Vater Ismail Yozgat kam um ihn abzulösen, fand er den sterbenden Halit und nahm ihn in den Arm.

Familie Yozgat forderte nach dem Münchner NSU-Prozess weitere Aufklärung. Diese zentralen Forderungen der Familie sind nach wie vor unerfüllt!
Es ist aufzuklären: Wer hat dem Kerntrio in Kassel geholfen? Welche Rolle spielt Andreas Temme, der Vetfassungsschützer, der zur Tatzeit im Internetcafe war?
Die Holländische Straße muss in Halitstraße umbenannt werden!

In Jena wird es um 16 Uhr eine Gedenkkundgebung an der JG Stadtmitte geben.

02/04/2023
Heute vor 19 Jahren starb Mehmet Turgut in Rostock. Er wurde vom NSU im Imbiss, in dem er arbeitete, ermordet.Mehmet Tur...
25/02/2023

Heute vor 19 Jahren starb Mehmet Turgut in Rostock. Er wurde vom NSU im Imbiss, in dem er arbeitete, ermordet.
Mehmet Turgut wurde 1977 im Dorf Kayalik Köyu als Kurde in der Türkei geboren. Zehn Jahre lang bemühte er sich um eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, drei Mal wurde er abgeschoben. Seine Freunde erinnern ihn als sehr freundlichen Menschen.
Am Morgen des 25. Februars 2004 öffnete er den Imbiss, gegen zehn Uhr wurde er mit drei Schüssen schwer verletzt und verstarb im Krankenwagen. Mehmet Turgut wurde 24 Jahre alt.

Wir gedenken ihm heute um 16 Uhr vor der und fordern:





Porträt von , danke für die Bereitstellung!

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Munich
80993

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