05/06/2026
🟥 Die geplante Schließung der Kita Schubertstraße sehen wir als SPD-Rathausfraktion kritisch.
Die Begründung der Verwaltung überzeugt uns nicht. Während auf ein gegenwärtiges Überangebot an Kita-Plätzen verwiesen wird, geht das aktuelle Wohnraummarktkonzept gleichzeitig von weiterem Wohnungsbau und zusätzlichem Infrastrukturbedarf in Neumünster aus. Das passt nicht zusammen.
Kitas sind weit mehr als reine Betreuungsplätze. Sie sind wichtige Bestandteile unserer Stadtteile, schaffen Verlässlichkeit für Familien und stärken gewachsene Nachbarschaften.
Besonders kritisch sehen wir, dass betroffene Familien und die Politik erst sehr spät über die Pläne informiert wurden.
Bevor Fakten geschaffen werden, braucht es eine offene, sachliche und konstruktive Diskussion über die Zukunft der Kita Schubertstraße.
Für uns gilt: Gewachsene Strukturen erhalten statt vorschnell abbauen.
Die SPD-Rathausfraktion Neumünster äußert deutliche Bedenken gegen die geplante Schließung der Kita Schubertstraße. Nach Ansicht der Sozialdemokraten sendet eine Schließung das falsche Signal und gefährdet gewachsene Strukturen im Stadtteil.
Als Begründung für die geplante Maßnahme verweist die Stadt auf ein Überangebot an Kita-Plätzen. Die SPD hält diese Argumentation jedoch für fragwürdig. Fraktionsmitglied Dr. Johannes Kandzora verweist darauf, dass die zugrunde gelegte negative Bevölkerungsprognose im Widerspruch zu aktuellen Aussagen des Wohnraummarktkonzepts stehe. Dieses gehe bis 2035 von einem zusätzlichen Wohnraumbedarf und damit auch von weiterem Infrastrukturbedarf aus.
Aus Sicht der SPD müsse der Erhalt gewachsener Strukturen in den Stadtteilen bei städtebaulichen Entscheidungen Vorrang haben. Zudem kritisiert die Fraktion die aus ihrer Sicht verspätete Information der betroffenen Familien sowie der politischen Verantwortungsträger.
Die SPD-Rathausfraktion fordert daher eine sachliche und konstruktive Diskussion über die Zukunft der Einrichtung, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.