ThinkAut - Magazin Nerds, Autisten und Zebras

ThinkAut - Magazin Nerds, Autisten und Zebras ThinkAut - Magazin für Nerds und Autisten Wer will darauf in Zukunft in seiner Firma immer noch darauf verzichten? Damt soll nun Schluss sein! :)

Autisten tendieren zu intrinsisch motiviertem Arbeiten und zu besonders hohen Ergebnissen in den Bereichen "Kreativität", "verbale und praktische Handlungsintelligenz", "schlussfolgerndem Denken" (Integral aus sprachlichem, rechnerischem und räumlichem Denken), "wahrnehmungsgebundenem logischen Denken" und damit Arbeitseffizienz! Im Kontext Autismus ist es wichtig zu wissen, dass die überdurchs

chnittliche Leistung nur unter bestimmten visuellen, akkustischen und räumlichen Vorraussetzungen erbracht werden kann. Autisten scheuen oft grelles Licht, eine laute Umgebung und sind von allzu vielen Nebengeräuschen schneller reizüberflutet als andere Menschen - und selbst für die ist ihr Arbeitsumfeld schon manchmal schwer zu ertragen. Schaltet man diese Störfaktoren am Arbeitsplatz aus, sind Autisten in der Lage die Erwartungen vieler zu übertreffen! Auch Meditationsübungen und spezielle Ausgleichsübungen helfen starke Belastungen besser zu kompensieren. Viele erwachsene Autisten haben diese Techniken inzwischen erlernt und kommen im Berufsalltag nun besser zurecht. Wen Autisten eines können, dann ist es Lösungen für Probleme zu finden, sogar für die eigenen. :)
Auch moderne Arbeitgeber helfen Autisten den Berufsalltag zu erleichtern und schaffen Arbeitsbereiche, die für hochsensible Menschen geeigneter sind, als sie das in der Vergangenheit oft waren. Unser lautstarkes Engagement für Autisten soll nicht vermitteln, dass Nicht-Autisten per se geneigter wären Schlechtarbeit zu "leisten". Es geht uns darum hier zu zeigen, dass Autisten zwar einiges leisten können/könnten, aber oft übersehen werden, weil sie sich nicht so gut "verkaufen" können wie viele andere Menschen. Um das ganze Spektrum ihrer Begabungen wirklich zu erfassen, muss man sich gezielt die Zeit nehmen es in seiner gesamten Bandbreite zu entdecken. Was nützen einem Mitarbeiter, die am Anfang dick auftragen und bald schon - so gut wie sie angefangen haben - stark nachlassen. Auch das gilt nicht für die gesamte nichtautistische Gesellschaft. Fakt ist aber, dass Autisten keine Blender sind und keine Narzissten. Ihr fast schon übertriebenes Understatement verwässert die Vielzahl ihrer tatsächlichen Talente. Autisten und Nicht-Autisten könnten auch menschlich voneinander profitieren, indem Sie sich aufeinander zu bewegen und unterstützen. Autismus ist keine Persönlichkeitsstörung, sondern eine oft völlig andere Art der Wahrnehmung, die mit der von Nicht-Autisten aber nicht in Konkurrenz steht, sondern sich hervorragend ergänzt. Es ist wäre also schade für beide Seiten, wenn all diese Chancen ungenutzt bleiben !

Ich möchte das vorweg ganz ausdrücklich sagen: Eine Verkehrswende ist ein wichtiges Anliegen. Mehr Grün in der Stadt, we...
19/02/2026

Ich möchte das vorweg ganz ausdrücklich sagen: Eine Verkehrswende ist ein wichtiges Anliegen. Mehr Grün in der Stadt, weniger Lärm, sichere Radwege, verkehrsberuhigte Plätze, auf denen Kinder spielen und Menschen sich begegnen können – das sind Ziele, die ich nicht nur verstehe, sondern grundsätzlich begrüße. Niemand verteidigt hier aus Prinzip Blechlawinen oder Dauerstau. Eine lebenswerte Stadt ist ein gemeinsames Interesse.

Aber dieser spezielle Gesetzentwurf ist in der vorliegenden Form nicht durchdacht, nicht sozial ausgewogen und in zentralen Punkten realitätsfern. So kann und werde ich ihn nicht unterschreiben. Und zwar aus folgenden Gründen:

1 Strikte Kontingentierung auf 12 Fahrten pro Jahr (§ 12 Abs. 1, § 5 Abs. 3)
Privatfahrten sollen auf bis zu zwölf Nutzungen pro Jahr begrenzt werden, später sogar weniger. Krankheit, Notfälle oder spontane Arzttermine lassen sich jedoch nicht kalendergenau planen.

2 Mobilität als Erlaubnistatbestand statt Normalfall (§ 5 Abs. 1)
Alles, was nicht Gemeingebrauch ist, wird zur „verkehrlichen Sondernutzung“ und bedarf einer Genehmigung. Mobilität wird damit grundsätzlich genehmigungspflichtig.

3 Regelmäßige Antragstellung und Nachweispflichten (§ 5 Abs. 2, § 11)
Erlaubnisse müssen beantragt, mit Nachweisen belegt, befristet und gegebenenfalls erneut beantragt werden. Auch für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung bleibt die Nutzung an Prüf- und Nachweisverfahren gekoppelt.

4 Befristung trotz Dauererkrankung (§ 5 Abs. 2)
Selbst bei dauerhaft bestehenden Erkrankungen sind Genehmigungen auf maximal drei Jahre begrenzt. Chronische Krankheit verläuft jedoch nicht nach Verwaltungsrhythmus.

5 Unklare Parkraumperspektive (Begründung zu § 5 Abs. 2)
Fahrzeuge sollen außerhalb der Nutzungszeiten auf privaten Stellflächen stehen. Wie und wo diese in ausreichender Zahl entstehen sollen, bleibt vage und unbelegt.

6 Optimistische Kostenannahmen (Kosten- und Verwaltungsabschnitt)
Die kalkulierten jährlichen Verwaltungskosten von rund 5 Mio. Euro bei 125.000 Verfahren erscheinen angesichts der Vielzahl von Prüfungen, Ausnahmen, Widerrufen und Kontrollen sehr knapp bemessen.

7 Bürokratie als Systemprinzip (§ 5, § 6, § 14)
Das Modell basiert auf Genehmigungen, Kennzeichnungen, Anzeigeverfahren, Kontrollen und Sanktionsmechanismen. Es handelt sich nicht um eine einfache Verkehrsregel, sondern um ein umfassendes Verwaltungsregime.

8 Soziale Folgen unzureichend berücksichtigt (§ 11 in Verbindung mit § 5)
Für Menschen mit chronischen Erkrankungen, Fatigue, neurologischen Leiden, Herz- oder Lungenerkrankungen oder unsichtbaren Behinderungen entstehen neue Barrieren: wiederholte Antragstellungen, Offenlegung sensibler Diagnosen, Beweislast bei schwankender Tagesform, Unsicherheit bei akuten Verschlechterungen.

9 Besonders betroffen wären Rollstuhlfahrer und ihre Angehörigen. Wer einmal einen nahestehenden Menschen im Rollstuhl begleitet hat, weiß, wie brüchig die Realität des öffentlichen Nahverkehrs oft ist. U-Bahn-Stationen ohne Aufzug. Fahrstühle, die regelmäßig außer Betrieb sind. Lange Umwege. Improvisation. Erschöpfung.

10 Im gesamten Thesenpapier finden sich keine ausführlichen, belastbaren Lösungsansätze für diese konkreten Herausforderungen. Stattdessen dominieren Antragspflichten, Nachweise und Genehmigungen – also zusätzliche Hürden für diejenigen, die ohnehin jeden Tag mit Einschränkungen leben.

Eine Verkehrswende darf nicht ausgerechnet für Kranke, Schwerbehinderte und deren Angehörige neue Barrieren errichten. In der vorliegenden Form klingt das Konzept weniger nach sozialer Transformation – und mehr nach bürokratischer Belastung.

Ich hoffe sehr, dass künftig realitätsnähere, besser kalkulierte und sozial ausgewogenere Vorschläge folgen. Eine echte Verkehrswende muss Alternativen schaffen – nicht zusätzliche Hindernisse.

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