25/05/2024
Über 300 Beschäftigte der KDL aus Regensburg, der UKW Service GmbH Würzburg und der Klinik Service GmbH (KSG) Erlangen haben heute gemeinsam mit solidarischen bei den Unikliniken direkt angestellten Kolleg*innen und zahlreichen Unterstützer*innen aus der Zivilgesellschaft für ihr Recht auf fairere Bezahlung und Tarifbindung gestreikt. Die Arbeiter*innen der KDL (Krankenhaus Dienstleistungsgesellschaft mbh), einem Tochterunternehmen der Uniklinik Regensburg, an dem der Freistaat Bayern die Mehrheitsanteile hält, arbeiten wie ihre Kolleg*innen der anderen Servicegesellschaften seit Jahren und Jahrzehnten für Dumpinglöhne. Während die direkt beim öffentlichen Arbeitgeber angestellten Kräfte nach Tarifvertrag bezahlt werden müssen, nutzen die Klinikleitungen und der Staat die Einbeziehung privater Unternehmen aus, um auf dem Rücken der Arbeiter*innen der KDL, KSG und Co. Lohnkosten zu sparen und Profite zu erwirtschaften. Für nicht einmal 14 Euro Netto schuften sich die Angestellten kaputt, während das gesamte Krankenhaussystem ohne sie nicht funktionieren kann. Vom Putzen der Gänge und Klos über die Sterilisation von medizinischen Geräten und die Patientenbegleitung bis hin zur Zubereitung von Speisen oder "gratis" Übersetzungsdiensten: Die Arbeit der zu einem großen Teil migrantischen Servicekräfte ist für das gesamte Gesundheitssystem unverzichtbar. Das haben auch die Arbeitgeber*innen nun gemerkt, als die Beschäftigten sich entschlossen haben, die elendigen Arbeitsbedingungen und Löhne nicht länger als gegeben zu akzeptieren und sich in den Streik zu begeben. Seit dem 02.05. befinden sich die Kolleg*innen der KDL nun im unbefristeten Streik, die Reaktion der Klinikleitung in Regensburg folgte kurz darauf: In einem Rundschreiben wird den Beschäftigten mit einer Auflösung des Arbeitskampfes durch die Polizei gedroht, gewerkschaftliche Verantwortlichkeit wird geleugnet, es werden Fremdfirmen als Streikbrecher engagiert. Von all diesen Repressionen lassen sich die streikenden Servicekräfte nicht von ihren Anliegen abbringen. Zu Verhandlungen zeigen sich die Verantwortlichen der Kliniken und in der Politik dennoch nicht bereit.