03/08/2026
Rudolf Heß – Das war Mord!
Demo am Samstag den 22. August 2026 in Worms!
Am 17. August 1987 endete nach 46 Jahren Haft das Leben des letzten Häftlings im Spandauer Vier-Mächte-Gefängnis unter mysteriösen Umständen.
Am Tag des Todes verbreitete sich die Nachricht, daß Rudolf Heß in den frühen Nachmittagsstunden im Alter von 93 Jahren Selbstmord begangen habe. Innerhalb weniger Tage tischten die alliierten Gefängnisdirektoren vier Versionen zum Hergang des angeblichen Selbstmordes auf.
Jede Version steigerte dabei nur die Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Selbstmord-These. Parallel dazu wurde von der Familie des Verstorbenen mit der Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit versucht das Ende des alten Manns von Spandau aufzuarbeiten. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen konnten nie mit den präsentierten Selbstmord-Thesen in Einklang gebracht werden. Bis heute ist das Ende von Rudolf Heß nicht zweifelsfrei geklärt. Ein Grund dafür war die Sperrfrist, die die Engländer auf die Heß-Akten gelegt hatten. Ohne diese Akten blieb es unüberprüfbar, ob es wirklich Belege für die Selbstmord-These gibt oder ob ein Verbrechen verschleiert werden soll.
In diesem Jahr jährt sich der Tod des letzten Häftlings im 1000 Mann Gefängnis zum 39. Mal. Das Interesse der Bundesrepublik das Schicksal von Rudolf Heß aufzuklären, scheint bis heute gering zu sein. 39 Jahre nach seinem Tod, 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, 85 Jahre nach dem Flug nach England, wirkt es immer noch so als würde man am liebsten einen Mantel des Schweigens um die Hintergründe legen wollen.
Ein Totschweigen des Falles kann und darf hier nicht hingenommen werden.
Deswegen sind wir jedes Jahr um den Todestag von Rudolf Heß auf der Straße, mit der Forderung nach der Freigabe der Akten und damit der endgültigen Aufarbeitung der Umstände des Todes von Rudolf Heß.
Demonstration:
Sa, den 22.08.2026 in Worms (Rheinland-Pfalz)!
14:00 Uhr Am Hauptbahnhof Worms
Mord verjährt nicht!