Geografie
Erlau liegt umgeben von etwa 600 Meter hohen Bergen in einer Höhe von rund 400 Metern im unteren Tal der Erle am Südwestrand des Thüringer Waldes. Geschichte
Der Ort wurde 1144 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zur Grafschaft Henneberg bzw. Neben den Grundherren hatte auch das Kloster Veßra Rechte am Ort. Nachdem im Mittelalter Landwirtschaft, Viehzucht und Forstarbeit vorherrsch
ten, gab es ab dem 16. Jahrhundert mehrere Schneid- und Mahlmühlen. 1611 wurden 489 Einwohner gezählt. Im Dreißigjährigen Krieg hatte der Ort sehr zu leiden, so ging die Zahl der Häuser von 80 im Jahr 1631 auf 48 im Jahr 1659 zurück, der Bevölkerungsverlust betrug rund zwei Drittel. Jahrhundert dauern, bis die Verluste des Krieges wieder ausgeglichen waren. 1714 wurde aus einer ehemaligen Schneidmühle der Eisenhammer Erlau, der in der Zeit seines Betriebs bis 1884 vielen Einwohnern Arbeit bot. Ein weiterer wichtiger neuzeitlicher Erwerbszweig war die Wollenweberei, der 25 von 55 Handwerksbetrieben des Jahres 1841 nachgingen. Nach 1853 bot die Glashütte zwischen Raasen und Schleusingen Arbeit, 1914 entstand außerdem auch eine Glashütte in Erlau. Zu DDR-Zeiten war Erlau insbesondere ein Standort der Leuchtenproduktion. Ab 1967 erlangte der Ort außerdem nach der Errichtung eines Waldbads, eines Campingplatzes und mehrerer Ferienbungalows Bedeutung als Erholungsort. Oktober 1991 wurde Erlau in die Gemeinde St. Kilian eingegliedert.[1]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Alte Oberförsterei
Waldbad Erlau
Kreuzeiche
Einzelnachweise [Bearbeiten]
↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
Literatur [Bearbeiten]
Horst H. Müller: "Reisehandbuch Thüringer Wald und Randgebiete" (1977) S. 314 ff. ( Quelle : http://de.wikipedia.org )