28/07/2026
Unser letzter Beitrag im Mitteilungsblatt. Betrifft die Kindergartengebühren in Altenbach, ist aber für letztlich für alle wichtig:
Kindergartengebühren – eine weitere Spitze des Eisbergs
Am 23.07.2025 hatten wir hier im MTB bereits aus der Pressemitteilung der Kommunalen Landesverbände Baden- Württembergs zitiert:
"Kommunalfinanzen auch für 2025 im freien Fall – kommunale Gestaltungskraft, Zukunftsinvestitionen und der gesellschaftliche Zusammenhalt geraten in Gefahr. {...}
Diese Entwicklung zeigt, wovor wir als Kommunen schon lange warnen. {...}
Aufgaben wurden auf die Kommunen übertragen und reißen dort immer größere Haushaltslücken."
Das Ausmaß der von der „großen Politik“ verursachten Probleme, lässt sich auf der kommunalen Ebene nicht lösen.
Gemeinde- und Ortschaftsräte haben diese Entwicklung nicht befürwortet.
Und jetzt sollen sie die Haushaltslücken, die aus der verfehlten Politik resultieren, in Löcher in den Taschen der Bürger umwandeln.
Die Erhöhung der Benutzungsgebühren für das Kinderhaus Altenbach ist nur ein weiteres Beispiel dafür.
Bestimmt erinnern Sie sich noch an die Erhöhung der Grundsteuer.
(Die BgS hatte dagegen gestimmt, auch wenn das wohl nicht in jeder Veröffentlichung zu erkennen war…)
Vielleicht werden Sie ja auch bei jedem Tanken daran erinnert, dass Ihr Lohn diese Preissteigerungen nicht mitmacht.
Es gibt weitere Beispiele und es werden noch mehr dazu kommen. Ursachen werden nicht nur von den Kommunalen Landesverbänden beschrieben und Abhilfe angemahnt. Doch geändert hat sich nichts von Relevanz.
Also kann ich nur wiederholen, was ich letztes Jahr zum gleichen Thema schon mal geschrieben habe:
Wenn wir keine guten Entscheidungen mehr für unsere Bürger treffen können, weil es uns an Geld für unsere Kinder fehlt, das die große Politik in andere Kanäle lenkt, dann sollten wir anfangen, über grundsätzliche Schieflagen zu reden.
Die großen Parteien sind allzeit bereit, wenn es um Waffenlieferungen, Aufrüstung, Bankenrettung und ähnliche von großen Lobbyverbänden begrüßte "Investitionen" geht.
Wer auf eine Veränderung des Wahlverhaltens hofft, wird seit vielen Jahren enttäuscht.
Zu viele Bürger scheinen genau den gleichen Leuten die Lösung der Probleme zuzutrauen, die sie verursacht haben.
Ohne den Druck auf die große Politik zu erhöhen, wird sich aber nach unserer Überzeugung nichts ändern und wir werden jedes Jahr erneut über Haushaltslücken reden und schreiben.
Wir wünschen uns eine breite und ehrliche Diskussion der Ursachen. Wir möchten Lösungen suchen und Ideen austauschen. Vielleicht können wir das bald beim Bürgerstammtisch machen, den die BgA als Antrag eingebracht hat.
Herzliche Grüße,
Stefan Bernauer