04/03/2026
+++ Hassmail an mich als AfD-Kandidaten: „Deportiert ihn ins Lager, lasst ihn verrecken, alternativ soll ich Suizid begehen“ +++
Heute habe ich eine E-Mail erhalten, weil einer meiner Wahlflyer in einem Briefkasten gelandet ist. Darin wird mir erklärt, ich sei „Abschaum der Menschheit“, hätte meine „Daseinsberechtigung verwirkt“ und Menschen wie ich sollten „aus der Gesellschaft aussortiert, in Lager deportiert und dort jämmerlich verrecken“.
Als Krönung wird mir sogar nahegelegt, ich solle mich am besten gleich selbst suizidieren.
Das richtet sich nicht abstrakt gegen „irgendwen“, das richtet sich direkt gegen mich weil ich für die AfD kandidiere und mich politisch engagiere.
Man muss sich das einmal klar machen: Man verteilt einen demokratischen Wahlflyer und als Antwort bekomme ich Fantasien über Deportation, Lager, Tod und sogar Aufforderungen zum Suizid und das von Menschen, die sich selbst gern als besonders tolerant, moralisch überlegen und demokratisch darstellen.
Genau diejenigen, die ständig von „Hass“ und „Hetze“ sprechen, entmenschlichen politische Gegner, sprechen ihnen die Existenzberechtigung ab und fantasieren über deren Vernichtung.
Wer so denkt und schreibt, zeigt vor allem eines: Nicht ich habe ein Problem mit Demokratie, sondern diejenigen, die Andersdenkende am liebsten aus der Gesellschaft entfernen würden.
Mich wird das nicht einschüchtern. Im Gegenteil.
Solche Nachrichten zeigen nur, wie notwendig es ist, weiterhin offen seine Meinung zu sagen und sich politisch zu engagieren, gerade dann, wenn manche glauben, man müsse politische Gegner mundtot machen, deportieren oder ihnen gleich den Tod wünschen.
Demokratie lebt vom Streit der Argumente, nicht von Hass. Nicht von Drohungen und ganz sicher nicht von Lagerfantasien gegenüber Andersdenkenden. Am Sonntag haben Sie die Wahl, gehen Sie wählen und geben Sie mir Ihre Stimme!