28/08/2026
Las Vegas im Westen? Oder eine Stadt, die Spielsucht ernst nimmt?
Das liegt jetzt ein Stück weit in der Hand des Rates.
Denn während in unseren Innenstädten und Ortsteilen immer mehr Metzgereien, Bäckereien und kleine Geschäfte verschwinden, gibt es eine Branche, die offenbar ziemlich krisenfest ist: Spielhallen und Geldspielautomaten.
Und die stehen längst nicht mehr versteckt irgendwo am Rand. Sie gehören mittlerweile ganz offen zum Stadtbild.
Wir sagen: Das muss nicht so bleiben.
Deshalb wollen wir die Vergnügungssteuer auf Geldspielautomaten deutlich erhöhen.
JETZT: 5 % des Spieleinsatzes
BEI DER NÄCHSTEN MÖGLICHKEIT: Erhöhung auf 10 %
BEI DER DARAUFFOLGENDEN HAUSHALTSPLANUNG: Erhöhung auf 15 %
Dabei geht es uns um mehr als zusätzliche Einnahmen. Eine höhere Besteuerung macht das Aufstellen neuer Automaten weniger attraktiv und kann damit einen Beitrag zu Kinder-, Jugend- und Suchtschutz leisten.
Und wenn dadurch zusätzliche Einnahmen entstehen, sollen diese möglichst vor Ort ankommen: für die Nahversorgung, Dorfläden, lebendige Ortskerne, Treffpunkte und eine starke Innenstadt.
Dass solche Erhöhungen funktionieren können, zeigt Hückelhoven: Dort wurde die Vergnügungssteuer 2026 bereits von 4 % auf 12 % angehoben – mit 38 Ja-Stimmen bei nur 7 Nein-Stimmen.
Jetzt ist Heinsberg dran.
Denn während die normalen Bürgerinnen und Bürger immer stärker zur Kasse gebeten werden, darf der Kreis Heinsberg kein Paradies für Spielautomatenaufsteller sein.
Mehr Schutz. Weniger Automaten. Mehr Geld für unsere Stadt.