17/04/2026
Willkommen in Wilhelmshaven!
Der gesamte Prozess rund um das „Soziale Wilhelmshaus“ ist aus meiner Sicht ein Paradebeispiel für politisches Durchdrücken der SPD und CDU/WIN@WBV gegen jede fachliche und demokratische Vernunft. Der Jugendhilfeausschuss hat es abgelehnt, der Rat hat es abgelehnt und trotzdem wurde das Projekt so lange hinter verschlossenen Türen hin und hergeschoben, bis eine Mehrheit konstruiert war. Dann erneut auf die TO des Rates und dann genehmigt. Das ist kein transparentes Verwaltungshandeln, sondern ein inakzeptables Hinterzimmerverfahren. Noch gravierender ist, dass hier erneut Strukturen geschaffen werden, die wir längst haben. Wilhelmshaven finanziert bereits große Familienzentren mit Millionenbeträgen, die genau diese Beratungsleistungen anbieten. Dass die Diakonie nun zusätzliche Stellen erhält, die wiederum aus dem ohnehin völlig überlasteten Haushalt bezahlt werden müssen, ist nicht nachvollziehbar und gegenüber den Wilhelmshavener Bürgern schwer zu verantworten. Jahr für Jahr stehen wir vor einem Defizit von über 100 Millionen Euro. In so einer Situation freiwillig Doppelstrukturen zu finanzieren, ist einfach unverantwortlich. Dieses Projekt belastet den Haushalt, ohne einen klaren Nutzen zu bringen. Genau solche Entscheidungen treiben die Stadt immer tiefer in die finanzielle Schieflage. Hoffentlich wird im September ein Rat und ein Oberbürgermeister/in gewählt, die mehr Verantwortung für Wilhelmshaven übernehmen als die jetzigen.
In Wilhelmshaven ist das „Soziale Wilhelmshaus“ in der Marktstraße eröffnet worden. Das Diakonische Werk Friesland-Wilhelmshaven möchte hier Beratung, Begegnung und Bildung verbinden. Bald sollen neue Angebote starten.