05/01/2024
Eine kurze Zusammenfassung des aktuellen Stands.
Eine mögliche Erweiterung und Ausweitung der Taktzeiten und des Angebots des ÖPNV in der Gemeinde Siek / Meilsdorf war und ist das Anliegen aller Fraktionen der Gemeindevertretung Siek / Meilsdorf. In dieser Frage besteht zwischen allen Parteien Einigkeit, dass es mehr Alternativen im Bereich der individuellen Mobilität geben sollte. Ziel der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen ist es, weniger Autos und Autoverkehr durch Siek fahren lassen zu müssen und mehr Menschen attraktive Mobilitätsangebote in der Woche, und vor allem am Wochenende, bieten zu können. Denn viele Sieker Einwohner, gerade auch in der älteren Generation, können oder wollen nicht immer nur mit dem Auto fahren und wünschen sich eine Alternative.
Wenn man sich dazu das Angebot an Busverbindungen anschaut, welches in Siek werktags von morgens 6:37 Uhr bis abends 19:23 Uhr verfügbar ist, um von Siek nach bzw. Richtung Ahrensburg zu fahren, so kann man feststellen, dass zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags und abends mehrere Busse der Linien 869 und 376 verfügbar sind.
Umgekehrt kommen Pendler aus Hamburg und Ahrensburg morgens ab 6:14 Uhr bis abends 19:44 Uhr bequem mit dem ÖPNV zur Arbeit in den Gewerbegebieten Bültbek und Jacobsrade oder nach Hause.
Probleme und Handlungsbedarf ergeben sich aus dem fehlenden Angebot in den abendlichen Randzeiten und am Wochenende.
Am 1. September 2023 wurde hierzu ein Antrag der CDU-Siek/Meilsdorf an die Gemeindevertretung eingereicht, in dem die Amtsverwaltung Siek gebeten wurde, für die Gemeinde Siek den Wunsch zu signalisieren, in das HVV hop-Angebot integriert zu werden.
Eine Anfrage beim Kreis Stormarn für alle Amtsgemeinden vom 05.09.2023 ergab, dass bis Ende 2024 die Gelder für die Finanzierung des HVV hop-Angebotes (ehemals ioki) im Raum Brunsbek-Lütjensee-Trittau durch Bundesfördermittel und eigene Haushaltsmittel gedeckelt sind. Eine Zusage, das Gebiet für eine oder mehrere Gemeinden zu erweitern, kann daher für 2024 nicht erfolgen.
Der Kreis teilte hierzu mit, dass aktuell mit den bestehenden Fahrzeugkapazitäten ein Stand erreicht ist, bei dem die Verfügbarkeitsquote bei Bestellungen grenzwertig ist (liegt bei 85%). Das Gebiet kann nur erweitert werden, wenn zusätzliche Fahrzeuge und Fahrpersonal eingesetzt werden.
Aktuell hat der Verkehrsausschuss des Kreises Stormarn noch nicht über eine Aufstockung der finanziellen Mittel für das HVV hop-Mobilitätskonzept ab Ende 2024 entschieden, denn dann läuft die Aufstockung aus Fördermitteln des Bundes aus. In Ahrensburg wird derzeit darüber diskutiert, ob die zusätzlichen finanziellen Mittel für die Subvention des HVV hop Angebots überhaupt den gewünschten Effekt haben und man nicht besser auf das bereits bestehende ÖPNV-Netz setzen sollte („Steht das Projekt HVV hop in Ahrensburg vor dem Aus?“, Hamburger Abendblatt, 05.11.2023)
Für den ländlichen Bereich können sich einige Kreistagsfraktionen eine Ausweitung des Angebots auf die Gemeinden Steinburg, Todendorf, Grönwohld, Siek, Hoisdorf, Braak und Stapelfeld vorstellen. Ein On-Demand-Service könnte den Nahverkehr in Siek verbessern, vor allem an den Wochenenden, und mehr Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren.
Die Fortführung des Projekts in den Ämtern Trittau und Siek (Gemeinde Brunsbek) wäre eine Investition in die Zukunft der ländlichen Gemeinden in der Hamburger Metropolregion und würde die Mobilität deren Bewohner erhöhen, wenn man auch die Gemeinde Siek mit in das HVV hop-Angebot integrieren würde. Erforderlich dafür ist aber ein attraktives Angebot.
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Siek wird die weitere Entwicklung im Verkehrsausschuss des Stormarner Kreistags begleiten.