02/09/2026
In Alland hat ein Altbürgermeister einst ein Quellschutzgebiet aus der Öffentlichen Hand gegeben. Für de facto nix und ohne Not. Im Märchen war Hans im Glück, in Alland hatte und hat sauberes Trinkwasser offenbar wenig Wert für Entscheidungsträger.
Es ist eine Zäsur: ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger verkauft Gemeindebauten in Wiener Neustadt, 1646 Wohnungen in 13 Anlagen. Warum? Er will sich ihre Erhaltung nicht mehr leisten.
Als wäre das noch nicht dolmig genug, wurde vergangene Woche bekannt, wer den Zuschlag erhält: Michael Tojner, reicher Investor aus Wien, kauft einen Teil der Wohnungen.
Ausgerechnet Tojner. Das Burgenland wirft ihm vor, das Bundesland um 160 Millionen Euro geschädigt zu haben. Er soll gemeinnützigen Wohnraum zu billig gekauft haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Behörden ermitteln.
Sein geplanter Turm am Heumarkt ist dafür verantwortlich, dass Wien auf der roten Unesco-Liste gefährdeter Welterbe-Stätten landete (man ist da wieder weg). Warum denn Tojner und keine Genossenschaft?
Ein Mann, der sein Vermögen mit Beteiligungen und Immobilien gemacht hat, übernimmt Wohnungen, die als öffentliches Eigentum für Arbeiter und sozial Schwächere errichtet wurden. Schneeberger sollte wissen, was das heißt.
In Berlin kaufte die Stadtregierung privatisierte Gemeindebauten wieder zurück – um den teils 40-fachen Kaufpreis.