16/04/2026
EDIT: Die Verabschiedung mit feierlicher Einsegnung der Urne findet am Donnerstag, den 7. Mai 2026, um 13.00 Uhr auf dem Friedhof in Gaaden statt.
Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.
Lieber Gerhard, es tut weh heute von dir Abschied zu nehmen 🖤
„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun." Johann Wolfgang von Goethe
Gerhard hätte bei so viel Goethe wohl gelacht und gesagt: Mag schon stimmen, aber ein ordentlicher Arbeitstag im Stall sagt genau das selbe.
Wenn wir an ihn denken, sehen wir einen Mann vor uns, der nach einem langen Arbeitstag nicht zur Ruhe kam, bevor er im Stall war, bei seinen „schottischen Buam", im Gatsch, im Heu, beim ruhigen Atem der Tiere. Dort war er ganz bei sich, mit diesem trockenen Humor, der selbst dann noch Platz hatte, als ihm im Schlamm die Gummistiefel stecken blieben und er lachend in Socken weitermusste.
Eng verbunden war er mit seiner Tochter Anila, deren Name „Kind des Windes" seine Offenheit für die Welt widerspiegelt. Ein Teil von ihm wird in ihr weiterwirken, in Erinnerungen und den stillen Spuren, die er hinterlassen hat.
Gerhard war ein Mensch der Gemeinschaft.
Gaaden war für ihn nicht nur Wohnort, sondern Zuhause, das man gestaltet: im Einsatz für ein gutes Miteinander, im Wunsch nach betreutem Wohnen im Ort, in seiner Haltung, dass nicht Parteifarbe, sondern das Gemeinsame zählt.
Bis zuletzt blieb er neugierig: am WIR
Gaadner Ausflug ins Parlament, im Gespräch über Politik und das Leben. Sein Satz „Wer nichts weiß, muss alles glauben" war ihm Leitlinie, er wollte verstehen, nicht einfach hinnehmen.
Auf seinem letzten Weg war er nicht allein.
Seine Freundin Lisa hat ihn mit großer Hingabe begleitet, ihm Sicherheit und Nähe gegeben, als die Kräfte weniger wurden.
So nehmen wir Abschied von einem lieben Freund, in Dankbarkeit für das, was er eingebracht hat, und im Bewusstsein, dass seine Spuren in Gaaden und in den Menschen, die ihm nahe waren, bleiben.
Danke Gerhard - für deine Art, einfach zu tun, was getan werden musste, für deine Gradlinigkeit und dafür, dass du unser Gaaden ein Stück echter gemacht hast.