11/08/2026
Gemeindeübergreifender Gusenerlebnisweg verbindet Natur, Bildung und Gemeinden
Gallneukirchen/Engerwitzdorf: Natur erleben, Klimawissen vermitteln, Bewegung fördern und Gemeinden verbinden. Mit Unterstützung des LEADER-Programms entsteht entlang der Großen Gusen ein Erlebnisraum, der Gallneukirchen und Engerwitzdorf verbindet und künftig allen Menschen der Region zur Verfügung steht.
Das regionale Projektauswahlgremium der LEADER-Region Sterngartl Gusental gab am 21. Juli grünes Licht für das Projekt. Mit Gesamtinvestitionen von rund 366.000 Euro, davon rund 220.000 Euro LEADER-Förderung durch die Europäische Union, den Bund und das Land Oberösterreich, wird entlang der Gusen ein attraktiver Natur- und Bildungsraum geschaffen. Der Projektstart erfolgt im Herbst, die Umsetzung ist für 2027 geplant.
Der Gusenerlebnisweg wird weit mehr als ein Spazierweg sein. Erlebnis- und Bewegungsstationen, naturnahe Aufenthaltsbereiche sowie barrierearme Elemente laden künftig dazu ein, Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Gleichzeitig entstehen schattige Aufenthaltsorte als Beitrag zur Klimawandelanpassung.
Gemeinsam mit dem Klimabündnis Oberösterreich werden entlang des Erlebnisweges interaktive Wissensstationen entwickelt, die aktuelle Klima- und Umweltthemen verständlich und praxisnah vermitteln. Besucherinnen und Besucher erfahren unter anderem, wie Energieverbrauch und regionale Energieversorgung, Biodiversität und Artenschutz, Neophyten, Temperatur- und Wetterentwicklung, Kaltluftströme, Waldfunktionen und klimafitte Wälder, Brände und Klimawandel, Gewässerökologie und Renaturierung der Gusen sowie Treibhausgasemissionen und das Kohlenstoffbudget mit unserem täglichen Leben zusammenhängen. Ergänzt werden die Stationen durch QR-Codes, Quiz- und Mitmachelemente, die insbesondere Kindern, Familien und Schulklassen einen spielerischen Zugang zu Klimabildung ermöglichen.
So wird der Gusenerlebnisweg zu einem lebendigen Lern- und Erlebnisraum, der Naturverständnis fördert und das Bewusstsein für Klimaschutz und Klimaanpassung in der Region stärkt. Schulen sollen den Weg künftig als außerschulischen Lernort nutzen können. Der mit Gallneukirchen verbundene Künstler Andreas Feigl konzipierte die künstlerische Umsetzung und setzte sich mit Naturformen und Naturmaterialien vor Ort auseinander.