06/08/2026
Rasche Hilfe für unsere landwirtschaftlichen Betriebe!
Die anhaltende Hitze hinterlässt in Österreich und der Steiermark deutliche Spuren. Trockene Äcker und braune Wiesen prägen das Landschaftsbild. Die Dürre infolge des Klimawandels stellt die Landwirtschaft in der Steiermark vor eine historische Belastungsprobe.
Besonders dramatisch ist die Situation für die Grünlandbetriebe. Weil kaum mehr Gras nachwächst, müssen viele Bäuerinnen und Bauern bereits jetzt ihre Winterfutterreserven an Kühe, Schafe und Ziegen verfüttern. Gleichzeitig wird der Zukauf von Futtermitteln immer schwieriger, da diese knapp sind und die Preise laufend steigen. Während die Kosten explodieren, bleiben die Erzeugerpreise auf der Strecke.
„Landesrätin und Obfrau des steirischen Bauernbundes Simone Schmiedtbauer darf den Bäuerinnen und Bauern in der Steiermark jetzt nicht beim Zusperren zuschauen. Gerade sie als Landwirtin muss die Zeichen der Zeit erkennen. Wer unsere regionale Lebensmittelversorgung sichern will, muss jetzt handeln – rasch, unbürokratisch und ausreichend“, fordert der Vorsitzende der SPÖ Bauern Steiermark, LKR Andreas Mekis.
Er schließt sich der Forderung der IG Milch nach einer Dürreausgleichszahlung von 300 Euro pro Kuh aus dem Katastrophenfonds an.
Von der aktuellen Hitzeperiode betroffen sind nicht nur Grünlandbetriebe, sondern auch Mais, Getreide, Kürbis und viele weitere Bereiche. Ohne rasche Unterstützung werden zahlreiche Betriebe gezwungen sein, ihren Tierbestand zu reduzieren oder Kühe zu schlachten – mit langfristigen Folgen für die heimische Lebensmittelproduktion.
„Es reicht nicht, den Betrieben teure Versicherungen zu empfehlen. Wer jetzt auf Dürreversicherungen verweist, verschließt die Augen vor der Realität. Viele Familienbetriebe können sich die zusätzlichen Kosten schlicht nicht leisten. Die Landesregierung muss ein umfassendes Hilfspaket schnüren. “, so Martin Frühwirth LGF der SPÖ Bauern Steiermark.
Gerade Nebenerwerbslandwirte und familiengeführte Betriebe sind das Rückgrat des ländlichen Raums. Sie sichern regionale Lebensmittel, erhalten die Kulturlandschaft und schaffen Wertschöpfung in den Gemeinden. Geht diese Struktur verloren, lässt sie sich nicht mehr ersetzen.
Die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft war bereits vor der aktuellen Hitzewelle äußerst angespannt. Hohe Kosten für Diesel, Dünger und Betriebsmittel sowie niedrige Erzeugerpreise setzen den Betrieben seit Jahren zu. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, werden zahlreiche kleinstrukturierte Familienbetriebe in der Steiermark für immer zusperren müssen. Wer erst reagiert, wenn die Stalltüren geschlossen sind, hat seine Verantwortung gegenüber den Bäuerinnen und Bauern verspielt. Jetzt braucht es Taten von der Landesregierung statt Ankündigungen“, warnt LKR Andreas Mekis abschließend.