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Sozialdemokratische LehrerInnen - Regionalgruppe Graz

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Stellungnahme des SLÖ GrazInvestitionsstopp im Grazer Schulbau gefährdet Unterrichtsqualität, Arbeitsbedingungen und Bil...
16/04/2026

Stellungnahme des SLÖ Graz
Investitionsstopp im Grazer Schulbau gefährdet Unterrichtsqualität, Arbeitsbedingungen und Bildungsgerechtigkeit
Der SLÖ-Graz äußert große Sorge über den aktuellen Stopp von Investitionen im Bereich des Grazer Schulbaus. Zahlreiche betroffene Schulen haben sich bereits auf Sanierung- und Umbauarbeiten vorbereitet und teilweise mit organisatorischen Maßnahmen begonnen. Das plötzliche Aussetzen dringend notwendiger Bau‑ und Sanierungsprojekte stellt Schulen, Pädagog:innen und Familien vor erhebliche Herausforderungen.
Österreich zählt zu den wirtschaftlich stärksten Ländern Europas. Vor diesem Hintergrund ist es für viele Lehrkräfte nur schwer nachvollziehbar, dass dringend notwendige Investitionen in Bildungsinfrastruktur – insbesondere in bestehenden Pflichtschulen – nicht umgesetzt werden können. Schulgebäude sind kein Nebenaspekt, sondern elementare Arbeits‑ und Lernorte. Ihr Zustand beeinflusst unmittelbar Unterrichtsqualität, Sicherheit, Inklusion und pädagogische Entwicklungsmöglichkeiten.
Auswirkungen auf die Arbeitssituation der Lehrerinnen und Lehrer
Der Investitionsstopp verschärft die ohnehin belastende primäre Arbeitssituation von Lehrerinnen und Lehrern dramatisch. Pädagog:innen unterrichten vielfach in sanierungsbedürftigen Gebäuden, in überfüllten Klassenräumen, ohne ausreichende Gruppen‑, Ruhe‑ oder Differenzierungsräume. Fehlende Nebenräume erschweren Förderunterricht, Teamteaching, Elterngespräche sowie Vor‑ und Nachbereitung.
Lehrerinnen und Lehrer sind tagtäglich mit zusätzlichen organisatorischen, sozialen und administrativen Aufgaben konfrontiert, ohne dass die räumlichen und strukturellen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Provisorische Lösungen, Lärmbelastung, fehlende Barrierefreiheit, mangelhafte technische Ausstattung und beengte Pausen‑ und Arbeitsbereiche gehören an vielen Standorten zum Alltag. Diese Bedingungen wirken sich direkt auf die Gesundheit, Motivation und langfristige Berufszufriedenheit der Lehrkräfte aus.
Gerade im Bereich der Inklusion sind verlässliche räumliche Rahmenbedingungen, multiprofessionelle Zusammenarbeit und ausreichend Platz unabdingbar. Der Rückbau inklusiver Strukturen bei gleichzeitigem Anstieg von Sonderklassen ohne entsprechende personelle und bauliche Ressourcen erhöht den Druck auf Lehrerinnen und Lehrer massiv und erschwert pädagogisch sinnvolle Arbeit.
Föderale Verantwortung und Prioritätensetzung
Das SLÖ-Graz weist darauf hin, dass im föderalen Bildungssystem Verantwortung bewusst übernommen werden muss. Schulbau und Schulerhaltung sind Kernaufgaben der öffentlichen Hand. Die Weitergabe von Verantwortung zwischen Bund, Land und Gemeinden löst keine Probleme, wenn notwendige Investitionen ausbleiben.
Viele Lehrkräfte nehmen mit Unverständnis wahr, dass für andere Projekte Mittel zur Verfügung stehen, während an grundlegender Bildungsinfrastruktur gespart wird. Diese Prioritätensetzung wird im Schulalltag unmittelbar spürbar und untergräbt das Vertrauen in langfristige Bildungsplanung.
In neu entstehenden Stadtteilen wie Reininghaus zeigt sich der Mangel besonders deutlich. Trotz bestehender Beschlüsse des Gemeinderates ist der neue Schulstandort nicht für allen Kindern offen. Viele Kinder müssen auf weit entfernte Mittelschulen ausweichen, doch Mittelschulen sind überlaufen. Die Folge sind größere Klassen, steigende Belastung für Lehrkräfte und eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen an bestehenden Schulen.
Bildungsgerechtigkeit und langfristige Folgen
Nach Jahren massiver Einsparungen im Pflichtschulbereich und eines strukturellen Rückbaus wird Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder zunehmend unwahrscheinlicher. Während Bundesschulen weiterhin finanziert sind, entsteht im Grazer Pflichtschulbereich faktisch ein Zwei‑Klassen‑System. Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Unterstützungsbedarf lernen unter schlechteren Bedingungen – und Lehrkräfte müssen diese Defizite mit persönlichem Mehraufwand kompensieren.
Der SLÖ-Graz betont: Gute Bildung braucht nicht nur engagierte Pädagog:innen, sondern auch angemessene Arbeitsbedingungen. Investitionen in Schulbau, Sanierung und Ausstattung sind Investitionen in Unterrichtsqualität, Lehrer:innengesundheit und gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit. Wer heute im Bildungsbereich spart, verschiebt Kosten und Probleme in die Zukunft.
Der SLÖ-Graz appelliert daher an alle verantwortlichen Stellen, Bildung wieder als zentrale Zukunftsaufgabe zu behandeln und notwendige Investitionen in Schulbau, Inklusion und schulische Arbeitsbedingungen umgehend sicherzustellen. Der derzeitige Sparkurs trifft Schulen, Lehrkräfte und Kinder – und damit die Zukunft der Stadt.

Schulausbau-Projekte in Graz werden aufgrund der finanziellen Lage verschoben. Betroffen sind mehrere Schulen und die Zinzendorfgasse mit Investitionen von insgesamt 120 Millionen Euro.

Privatausgaben für Unterricht sind für Österreichs Lehrkräfte die NormEine Online-Umfrage mit rund 2000 Teilnehmenden er...
31/03/2026

Privatausgaben für Unterricht sind für Österreichs Lehrkräfte die Norm
Eine Online-Umfrage mit rund 2000 Teilnehmenden ergab, dass nur ein Prozent nie Privatgeld in die Arbeit investiert

30. März 2026, 12:20

Später lesen
Eine Lehrerin in einem Klassenraum hält einen Stapel bunter Schulhefte in den Händen. Im Hintergrund sind leere Stühle und Schreibtische zu sehen.
Die meisten Befragten geben Geld für Materialien wie Arbeitshefte oder Kopiervorlagen aus. (Symbolbild)
Thomas Imo/photothek.net
Wien – In Österreich ist es die Norm, dass Lehrkräfte Materialien für den Unterricht aus eigener Tasche bezahlen, zeigt eine aktuelle Online-Umfrage von Österreichischem Schulbuchverlag (öbv) und Universität Linz mit rund 2000 Teilnehmenden. Im Median geben sie pro Jahr 300 Euro aus, nur ein Prozent investiert nie Privatgeld in die Arbeit. Studienautor Christoph Helm (Uni Linz) sieht die Ergebnisse als Hinweis, dass es Schulen teils an notwendigen Materialien und Ausstattung fehlt.

Unabhängig von Schultyp, Bundesland oder Zusammensetzung der Schülerschaft am Standort finanziere eine deutliche Mehrheit der Pädagoginnen und Pädagogen zumindest einen Teil der benötigten Unterrichtsmaterialien selbst, vor allem an den Pflichtschulen (vor allem Volks- und Mittelschulen), heißt es im Projektbericht zur annähernd repräsentativen Erhebung. Dabei geht es laut öbv-Aussendung entweder um Ausgaben, die im Schulsystem nicht vorgesehen sind, oder eine Vielzahl von Kleinstbeträgen, die nicht abgerechnet werden können.

Über alle Schultypen hinweg stecken die meisten Befragten (77 Prozent) Geld in Materialien, die unmittelbar in den Schulstunden eingesetzt werden – etwa Arbeitshefte oder Kopiervorlagen. In den Volksschulen besorgen sogar 91 Prozent auf eigene Kosten zusätzliche Lernmaterialien. 61 Prozent schaffen privat digitale Geräte an, die sie für die Arbeit brauchen. Vier von zehn kaufen Material zur Schularbeitsvorbereitung bzw. Lernstandserhebung oder digitale Tools wie Lern-Apps.

Von Stift bis Drucker

Häufig genannt werden auch Ausgaben für Unterrichts- und Büromaterialien wie Stifte oder Papier und Kleber. In den naturwissenschaftlichen Fächern, Kunst, Werken oder Musik werden laut Befragung regelmäßig von Lehrkräften Materialien etwa für Versuche oder Projekte zugekauft. Auch Arbeitsgeräte wie Drucker und Laminiergeräte finanziert demnach ein Teil der Lehrerinnen und Lehrer privat, weil entsprechende Geräte in der Schule nicht verfügbar oder zugänglich sind – für die Studienautoren ein Indiz für ein "strukturelles Ressourcenproblem".

Zahlreiche Befragte schaffen laut Umfrage auch zusätzliche Möbel und Dekoration für das Klassenzimmer oder Zusatzmaterialien wie Bücher, Pausenspiele und Lärmschutzkopfhörer an. Für Klassenlehrerinnen oder Klassenvorstände fallen zusätzlich Kosten für kleine Geschenke und Gesten bei diversen Anlässen wie Geburtstagen, Ostern oder Schulschluss an, die dem Projektbericht zufolge oft nicht über die Schule abgerechnet werden können. Einige Lehrkräfte haben darin auch angegeben, dass sie Kindern mit wenig Geld Schulmaterial oder eine Jause besorgen.

Ausgaben pro Jahr

Der größte Teil der befragten Lehrkräfte (39 Prozent) gibt pro Jahr bis zu 200 Euro für berufliche Dinge aus, weitere 35 Prozent zwischen 201 und 600. Ein Viertel investiert noch mehr, eine ganz kleine Gruppe sogar bis zu mehreren tausend Euro.

Zwar seien nicht alle genannten Ausgaben für den Unterricht zwingend nötig, wurde in einer Aussendung des öbv betont. Wenn aber grundlegende Arbeitsmittel, digitale Infrastruktur oder Lehr- und Lernmaterialien privat finanziert werden müssen, verlagere sich die finanzielle Verantwortung schleichend auf die Schultern der Lehrkräfte. "Wenn private Beiträge zur stillen Voraussetzung für guten Unterricht werden, braucht es eine ehrliche Diskussion über die Ausstattung unserer Schulen", forderte öbv-Geschäftsführer Philipp Nussböck. Die Qualität von Bildung dürfe nicht vom privaten Geldbörsl der Lehrperson abhängen. (APA, 30.3.2026)

Eine Online-Umfrage mit rund 2000 Teilnehmenden ergab, dass nur ein Prozent nie Privatgeld in die Arbeit investiert

20/02/2026

Heute ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit! 🌍✨

Gerechtigkeit im öffentlichen Dienst bedeutet für uns mehr als nur Paragraphen – es ist die Art, wie wir im Team miteinander umgehen. Von der bewussten Erholungspause bis zum ehrlichen „Danke“ unter Kolleg:innen.

Mach mit beim FSG-Gerechtigkeitscheck:
✅ Screenshot vom Bingo machen.
✅ Die Felder einkreisen, die bei dir im Team schon gelebt werden.
✅ Das Bild hier in den Kommentaren posten oder in deiner Story teilen und fsggoed verlinken

Es braucht endlich wirkliche Reformen, die ständisches Denken überwindet und Bildungsgerechtigkeit schafft.    Die Angst...
08/12/2025

Es braucht endlich wirkliche Reformen, die ständisches Denken überwindet und Bildungsgerechtigkeit schafft.

Die Angst vorm Klassenzimmer
Ein Forschungsprojekt identifiziert, welche Faktoren Bildungswege beeinflussen – und welche Hürden sich beseitigen ließen.

Natascha Ickert

Herkunft und Geschlecht bestimmen in Österreich häufig schon früh, welchen Bildungsweg jemand einschlägt. Doch ein neues Forschungsprojekt zeigt, dass hinter diesen Mustern mehr steckt als soziale Faktoren. Die neuen Ergebnisse legen sogar nahe, dass manche Hürden im Bildungssystem überraschend leicht veränderbar wären – wenn man sie erst einmal erkennt.

Das Forschungsprojekt Aspire der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) untersucht seit 2022, wie Jugendliche Bildungsentscheidungen treffen. Gefördert wird das Projekt vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank. Es läuft noch bis 2026.

Rund 1200 Jugendliche sowie deren Eltern und Lehrkräfte werden dafür über drei Jahre hinweg begleitet und befragt. Dadurch sollen die psychosozialen Faktoren sichtbar werden, die jenseits von Noten und sozioökonomischem Hintergrund über Bildungswege entscheiden.

Mehr Chancen
„Wir wollten uns mit dem Wissen, dass Herkunft und Geschlecht Bildungswege bestimmen, nicht zufriedengeben“, sagt Dagmar Strohmeier, Professorin für Interkulturelle Kompetenz und Leiterin des Projekts Aspire. Stattdessen fokussiert diese Forschung auf jene Einflussgrößen, die veränderbar sind – etwa Selbstwirksamkeit, Schulangst, Motivation und das Zusammenspiel zwischen Unterricht und sozialem Umfeld.

Eine zentrale Erkenntnis: Die gefundenen Hindernisse könnten so verändert werden, dass Mädchen sowie allgemein Kinder mit Migrationshintergrund deutlich mehr Chancen in der Schule und im weiteren Berufsleben haben.

Ein jüngst veröffentlichter Teil der Studie zeigt unter anderem, dass Mädchen sich grundsätzlich weniger zutrauen als Jungen, wenn es um Computer und neue Medien geht. Die befragten Mädchen können sich auch seltener eine Lehre oder weiterführende Ausbildung im IT-Bereich vorstellen.

Das zeigt, dass diese geringere digitale Selbstwirksamkeit sich direkt auf ihre Ausbildungsziele auswirkt und damit auch auf die Berufswahl. Bei Jungen sei das Gegenteil zu beobachten, auch weil sie oft mehr Zeit online verbringen und so Kompetenzen aufbauen, meint die Forscherin.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf Jugendlichen mit Migrationserfahrung. Die Forschung hat hier Spannendes ergeben: Diese Schülerinnen und Schüler weisen eine höhere Lernmotivation auf. Auch deren Eltern haben oft den großen Wunsch nach sozialem Aufstieg und wollen deshalb, dass ihre Kinder besonders gut in der Schule sind.

In der Forschung nennt man dieses Phänomen Bildungsaspiration. Doch diese Hoffnung wird oft nicht zur Realität. Denn die migrantischen Jugendlichen haben im Schnitt teils schlechtere Schulnoten, was ihren weiteren Bildungsweg massiv beeinflusst.

„Schulleistungen sind die Eintrittskarte für jede weiterführende Schule“, sagt Strohmeier. „Und schlechtere Noten sind zentrale Hürden, obwohl die Motivation oft höher ist als bei Jugendlichen ohne Migrationserfahrungen.“ Doch eines wundert die Forscherin: Bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund zeigt sich ein erwartbares Muster. Je stärker die Bildungsaspiration der Eltern, desto besser schneiden ihre Kinder in der Schule ab. Dieser Zusammenhang trifft jedoch nicht auf Jugendliche mit Migrationserfahrung zu.

Denn obwohl ihre Eltern im Schnitt sogar eine besonders hohe Bildungsaspiration haben, spiegeln sich diese Erwartungen nicht in entsprechend guten Leistungen deren Kinder wider. Warum das so ist, war nicht Teil der Forschungsstudie. Aber bei den Jugendlichen selbst wurden mehrere relevante Einflussfaktoren identifiziert.

Eine der Antworten ist Schulangst. Jugendliche mit Migrationserfahrungen berichten signifikant häufiger von leistungsbezogener Angst. „Und das führt fast zwangsweise zu schlechteren Noten, selbst wenn man den Stoff eigentlich kann“, so Strohmeier. Gerade hier sieht sie großes praktisches Potenzial: „Schulangst kann man reduzieren. Das wäre einer der am leichtesten veränderbaren Risikofaktoren.“

Das Forschungsprojekt identifiziert außerdem eine Gruppe von Jugendlichen, bei der die Einschätzungen auseinanderdriften: Eltern und Jugendliche streben eine Matura führende Schule an – Lehrkräfte sehen das jedoch skeptischer. Besonders häufig betrifft das Mädchen mit Migrationserfahrung.

„Das hat uns wirklich überrascht“, sagt Strohmeier. Eine abschließende Erklärung gibt es noch nicht, doch eine Hypothese liegt nahe: unbewusste Vorurteile. „Es könnte sein, dass Lehrkräfte Mädchen aus migrantischen Gruppen weniger zutrauen“, mutmaßt Strohmeier. Diese These müsse jedoch in weiteren Analysen geprüft werden.

Deutschunterricht anpassen
Ein weiteres Ergebnis betrifft den Deutschunterricht. Wenn Lehrkräfte dort Zugehörigkeit und Inklusion aktiv fördern, haben die Schülerinnen und Schüler mehr Freude im Unterricht, besonders die Jugendlichen, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Ein inklusiver Unterrichtsstil bedeute, „dass jedes Kind das Gefühl hat, Teil der Klasse zu sein, unabhängig davon, wie gut sein Deutsch ist“, erklärt Strohmeier. Das steigere Motivation, Noten und in weiterer Folge die Chancen auf höhere Bildungswege.

Ob Geschlecht, Herkunft oder Migrationserfahrung – die bisherige Forschung bestätigt die bekannten Muster der Bildungsungleichheit. Doch die Studie der FH Oberösterreich zeigt, dass man etwas verändern kann.

Die Aufgabe eines chancengerechten Bildungssystems sei es daher, Risiken wie Schulangst zu reduzieren und Ressourcen wie Motivation zu stärken. Oder wie Strohmeier es formuliert: „Kinder sollen ihre Bildungsentscheidungen nicht aufgrund von Herkunft oder Geschlecht treffen müssen, sondern aufgrund ihrer Fähigkeiten.“

Weiterer Berufsweg
Wie wir aufwachsen, hat weitreichende Auswirkungen – nicht nur auf unsere Schulzeit, sondern im weiteren Verlauf auf das Berufsleben. Zahlreiche Studien zeigen, dass Menschen aus einkommensschwachen Familien seltener höhere Bildungsabschlüsse erreichen und deutlich seltener in Führungspositionen sind.

Denn auch der Start ins Berufsleben hängt stark davon ab, welche Netzwerke oder welches informelle Wissen man mitbringt. Wie kommt man an ein Praktikum? Wem erzählt man von seinen Talenten? Wer öffnet einem Türen? Selbst mit Engagement und Talent kann der soziale Hintergrund eine unsichtbare Grenze sein. Viele schaffen den Sprung nicht, weil sie gar nicht erst Zugang zu den richtigen Strukturen bekommen. Deswegen sei es so wichtig, betont Studienautorin Strohmeier, dass Jugendliche schon in der Schule richtig gefördert werden – auch, um später mehr Chancen am Arbeitsmarkt zu haben.

Die Angst vorm Klassenzimmer

Herkunft und Geschlecht bestimmen in Österreich häufig schon früh, welchen Bildungsweg jemand einschlägt. Doch ein neues Forschungsprojekt zeigt, dass hinter diesen Mustern mehr steckt als soziale Faktoren...

16/09/2025
08/07/2025

🥾🏔️☀️

29/06/2025

Das Thermometer steigt weiter, und weiter, und immer weiter - bis ... es auf 58 Grad stehen bleibt und der Unterricht abgebrochen werden muss.

Ist das die neue Lebensrealität an unseren Schulen? Wir haben uns angeschaut, wer für das Desaster an einer Grazer Berufsschule verantwortlich ist und was die Verantwortlichen dazu sagen:

Bildungslandesrat Hermann sagt, das Gebäude gehöre der Landesimmobiliengesellschaft. Nicht sein Bereich 🤷‍♂.

Der Finanzlandesrat meint, er ist vielleicht zum Teil zuständig. Aber: Mario Kunasek hat doch mehr Verantwortung 😆.

Und was sagt der Landeshauptmann? Ja, schon … Natürlich ist er für die Landesimmobiliengesellschaft zuständig. Aber eine Klimaanlage? Da müsste doch DIE SCHULE einen Antrag stellen 🤷‍♂.

Also uns hat es die Sprache verschlagen. Liebe Landesregierung, so geht das nicht! 🤬 Wer in Verantwortung ist, muss auch Verantwortung tragen!

Aussender-LogoPany (SPÖ): „Gemeinsam für starke Schulen und gerechte Bildung“Aktuelle Stunde: Landtagsabgeordnete Astrid...
26/06/2025

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Pany (SPÖ): „Gemeinsam für starke Schulen und gerechte Bildung“
Aktuelle Stunde: Landtagsabgeordnete Astrid Pany (SPÖ) setzt sich für mehr bedarfsorientierte Finanzierung ein

Wien (OTS) -
Mit einer eindringlichen Rede in der Aktuellen Stunde appellierte Astrid Pany, SPÖ-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Ausschusses für Bildung, Jugend, Integration und Märkte, im heutigen Wiener Landtag an die Landesregierung für eine bedarfsorientierte Mittelzuweisung.

„Wir wissen, wir brauchen mehr psychosoziale Unterstützung. Und wir haben mehr Psycholog*innen, wir haben mehr Sozialarbeiter*innen und wir haben multiprofessionelle Teams – aber was hören wir von der Opposition? Immer nur: Es ist zu wenig. Nie wird anerkannt, was diese Stadt tagtäglich leistet – Schulter an Schulter mit Schulleiter*innen, Pädagog*innen, Schulsekretär*innen, Sprachförderkräften und vielen anderen“, so Pany.

Gerade dort, wo der Bund jahrelang zu wenig getan hat, habe Wien Verantwortung übernommen: „Der Lehrkräftemangel ist nicht erst seit gestern da – schon Elisabeth Gehrer hat jungen Menschen abgeraten, Lehrer*in zu werden. Seit dem Bildungsreformgesetz haben wir ausschließlich ÖVP-Minister gehabt – und noch nie so viel Planungsunsicherheit.“ Auch bei der Ressourcenzuteilung ortet Pany grobe Versäumnisse: „Ressourcen, die vom Bund erst im September vergeben werden, helfen nicht. Die Stundenplanung passiert vor den Sommerferien – und da braucht es Verlässlichkeit.“

Kinder stärken, nicht schwächen

Schwere Kritik äußerte die SPÖ-Abgeordnete auch an der sprachlich wie pädagogisch fragwürdigen Zuteilung von Kindern in Kategorien wie „mangelhaft“ oder „unzureichend“: „Überlegen Sie sich doch einmal dieses Wording – was macht das mit einem Kind?“ Pany fordert ein radikales Umdenken: „Wir müssen unsere Kinder stärken, nicht beschämen. Wissen Sie, was das mit einem Kind macht, wenn man es als unzureichend bezeichnet? Wir müssen Kinder unterstützen, sie stärken, und ihnen geben, was sie brauchen, um zu lernen. Die Sprachförderung, zum Beispiel, gelingt nicht in monolingualen Klassen ohne Vorbilder. Es macht schlichtweg keinen Sinn, alle Kinder, die kein Deutsch sprechen, in eine Klasse zu stecken. Es braucht einen durchdachten Weg – und die Möglichkeit, diesen schulautonom umzusetzen. Genau das ist jetzt möglich – das war es vorher nicht!“

Investitionen in die Bildung zahlen sich aus

Für die Zukunft hat Pany klare Forderungen:
„Wir brauchen Integration, wir brauchen Inklusion – und dafür brauchen wir vor allem Lehrer*innen. Und wir brauchen eine Finanzierung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert – besonders an jenen Schulstandorten, die täglich mit großen Herausforderungen kämpfen. Wenn Kinder mehr Lehrer*innenstunden haben, können sie mehr leisten.“Auch die volkswirtschaftliche Dimension ließ Pany nicht unerwähnt: „Eine gezielte Investition in Bildung reduziert die Schulabbruchrate und spart langfristig bis zu 460 Millionen Euro jährlich. Denn weniger Abbrüche bedeuten bessere Chancen am Arbeitsmarkt – und weniger Sozialhilfe.“ Zum Abschluss ihrer Rede appellierte sie eindringlich an alle Fraktionen: „Wenn es Ihnen nicht um Ideologie, sondern um die Kinder geht – dann arbeiten Sie mit mir. Seite an Seite für ein gerechtes Bildungssystem. Für eine Schule, die niemanden zurücklässt.“

(schluss)ip

Aktuelle Stunde: Landtagsabgeordnete Astrid Pany (SPÖ) setzt sich für mehr bedarfsorientierte Finanzierung ein

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