04/10/2025
Einsatzübung B1 "Brandgeruch" beim Sägewerk Frischeis – realitätsnahe Großübung mit über 85 Einsatzkräften!
Am Freitag, den 03.10.2025 um 17:55 Uhr, wurde die Feuerwehr Grund zu einem vermeintlichen Brand mit dem Alarmstichwort „B1 – Geruch“ beim Sägewerk Frischeis gerufen. Bereits während der Anfahrt entdeckte unser Einsatzleiter eine starke Rauchsäule und reagierte sofort: Die Alarmstufe wurde auf „B3 – Brand Gewerbebetrieb“ erhöht.
Im Minutentakt wurden daher weitere Feuerwehren durch die Bezirksalarmzentrale-Hollabrunn nachalarmiert – darunter Immendorf, Wullersdorf, Schöngrabern, Guntersdorf, Kalladorf, Hetzmannsdorf, Windpassing sowie die Feuerwehr Hollabrunn mit Drehleiter und Drohne.
Der erste Atemschutztrupp der FF Grund konnte eine vermisste und verletzte Person direkt am Sägenführerstand rasch retten.
Die FF Wullersdorf rettete unter schwerem Atemschutz einen Betriebselektriker im Bereich des Hackguthackers.
Die FF Immendorf baute mit dem Kleinlöschfahrzeug und der Tragkraftspritze vom Lagerhaus Brunnen eine 230 Meter lange Versorgungsleitung unter den Bahngleisen (Brücke) zum Tanklöschfahrzeuges auf und startete gemeinsam mit dem Tanklöschfahrzeug Guntersdorf einen Innenangriff in der Produktionshalle.
Insgesamt konnten 6 Personen aus der stark verrauchten Produktionshalle gerettet werden!
Die Wasserversorgung stellte bei diesem Objekt eine besondere Herausforderung dar:
Tragkraftspritzen der Feuerwehren Windpassing und Hetzmannsdorf wurden beim Windpassinger Graben in Stellung gebracht und begannen, zwei Zubringerleitungen herzustellen.
Da eine 460 Meter lange Förderstrecke zu überwinden war, wurden zusätzlich die Tragkraftspritzen Kalladorf und Schöngrabern im Relaisbetrieb eingebaut.
Von dort aus wurden die letzten 200 Meter zu den beiden Tanklöschfahrzeugen Guntersdorf und Schöngrabern hergestellt und diese versorgt.
Personenrettung im Bürogebäude:
Auch das Bürogebäude des Übungsobjekts wurde abgesucht:
Vier vermisste Personen – darunter zwei im 2. Stock – wurden erfolgreich gerettet.
Eine besonders aufwändige Rettung war die des Schleifmeisters im Schleifraum. Aufgrund seiner Größe und Verletzung war er nicht gehfähig. Mithilfe der Drehleiter Hollabrunn konnte er sicher zu Boden gebracht und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Fazit der Übung:
Nach rund 1,5 Stunde konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden.
Resümee: Die Wasserversorgung, die im Einsatzgebiet normalerweise eine Herausforderung darstellt, konnte durch alternative Lösungen sehr gut gemeistert werden.
In der anschließenden Feedbackrunde mit allen Gruppenkommandanten und den Ansprechpartnern der Firma Frischeis – allen voran Herrn Kranz – wurde die Übung als voller Erfolg bewertet.
🙏 Ein großes DANKE Firma Frischeis die uns erlaubt haben, das Objekt zu beüben und an alle Kameradinnen und Kameraden, die teilgenommen haben – sowie an die freiwilligen Opferdarsteller:innen, die diese realitätsnahe Übung möglich gemacht haben!
Weitere Bilder folgen 😎