Naturpark Karwendel

Naturpark Karwendel Der Naturpark Karwendel ist das größte Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Menschen besucht.

Der Naturpark Karwendel ist in den Bereichen Naturschutz, Erholung & Tourismus, Umweltbildung, Wissen & Forschung sowie Regionalentwicklung aktiv. Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und das Naturschutzgebiet Arnspitze und ist mit einer Fläche von 739 km² der größte Naturpark Österreichs. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwend

el über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern und Wildflüssen und beherbergt eine hohe Artenvielfalt: Viele typische Tier- und Pflanzenarten der Alpen wie Steinadler, Flussuferläufer oder die Deutsche Tamariske haben hier bedeutende Vorkommen. Das Karwendel besitzt aber auch eine 150jährige alpintouristische Geschichte und wird jährlich von ca. 1 Mio. Auch klassische Nutzungsformen wie Alm- und Forstwirtschaft, sowie die Jagd spielen eine wichtige Rolle und prägen das Gebiet seit Jahrhunderten.

Fossil ist nicht gleich Fossil! 🐚🦴🌿Wer an Fossilien denkt, denkt vielleicht zuerst an einen Ammoniten. Ammoniten waren a...
06/09/2026

Fossil ist nicht gleich Fossil! 🐚🦴🌿

Wer an Fossilien denkt, denkt vielleicht zuerst an einen Ammoniten.

Ammoniten waren ausgestorbene Kopffüßer und damit mit heutigen Tintenfischen, Kraken und Nautiliden verwandt. Sie lebten im Meer und existierten rund 350 Millionen Jahre – vom Devon bis zu ihrem Aussterben am Ende der Kreidezeit vor etwa 66 Millionen Jahren.

Typisch war ihr spiralförmiges, gekammertes Gehäuse. Das Tier lebte in der äußersten Kammer, während die übrigen Kammern unter anderem der Regulierung des Auftriebs dienten.

Nach dem Tod sank die Schale auf den Meeresboden und konnte von Sediment bedeckt werden. So konnten über Millionen Jahre unterschiedliche Formen von Fossilien entstehen: 🦕

🐚 ABDRUCK – das Negativ
Das ursprüngliche Lebewesen hinterlässt seine Form im Sediment. Zurück bleibt ein negativer Abdruck, z.B. die Vertiefung eines Muschel- oder Ammonitengehäuses.

🐚 GEGENABDRUCK – das Positiv
Füllt sich dieser Abdruck später mit Sediment oder Mineralen, entsteht ein positiver Abdruck. Die ursprüngliche Form steht dann reliefartig hervor.

🪨 STEINKERN
Wenn die Schale nach dem Tod zerfällt oder sich auflöst und der Hohlraum mit Sediment gefüllt wird, bleibt ein Steinkern zurück. Er zeigt die Form des Inneren der Schale.

🦴 VERSTEINERUNG / KÖRPERFOSSIL
Teile des ursprünglichen Lebewesens bleiben erhalten oder werden im Laufe der Zeit durch Mineralien ersetzt. So können z.B. Schalen, Knochen oder Zähne zu Fossilien werden.

🍃 INKOHLUNG
Bei Pflanzen oder anderen organischen Resten kann unter Druck und Sauerstoffmangel ein dünner Kohlenstofffilm zurückbleiben. So können Strukturen wie Blätter als dunkle Abbildungen erhalten bleiben.

👣 SPURENFOSSILIEN
Hier wird nicht der Körper selbst fossil, sondern eine Spur seiner Aktivität: Fußabdrücke, Fraßspuren, Wohnbauten oder Bohrgänge.

🏔️ Und was hat das mit dem Karwendel zu tun?
Das Karwendel besteht zu großen Teilen aus Kalkgesteinen, die in ehemaligen Meeresablagerungen entstanden sind. Fossilien können uns deshalb zeigen, dass dort, wo heute die Berge des Karwendels stehen, vor Millionen von Jahren Meer war. 🌊

Foto: O. Leiner

🕷️👀 Kennst du diese ausgesprochen süßen Spinnen?Das hier ist die Gekrümmte Springspinne (Evarcha arcuata). Mit ihren gro...
04/09/2026

🕷️👀 Kennst du diese ausgesprochen süßen Spinnen?

Das hier ist die Gekrümmte Springspinne (Evarcha arcuata). Mit ihren großen, nach vorne gerichteten Augen scheint sie einen regelrecht neugierig anzuschauen und kann damit selbst den einen oder die andere überzeugen, die Spinnen normalerweise lieber aus dem Weg gehen.

Anders als viele andere Spinnen baut sie kein Fangnetz. Stattdessen pirscht sie sich langsam an ihre Beute heran und springt im entscheidenden Moment blitzschnell zu. Gemessen an ihrer Körpergröße schafft sie dabei Sprünge über ein Vielfaches ihrer eigenen Körperlänge.

Mit ihren acht Augen gehört sie zu den Sehkünstlern unter den Spinnen. Vor allem die beiden großen Vorderaugen ermöglichen ihr räumliches Sehen. Ideal, um Entfernungen genau einzuschätzen und punktgenau zu springen.

Die Gekrümmte Springspinne fühlt sich auf sonnigen Wiesen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten besonders wohl. Mit etwas Geduld kann man beobachten, wie sie ihre Umgebung aufmerksam mustert und ihren Körper dreht, als würde sie einen ganz genau ansehen.

Für uns Menschen ist sie völlig harmlos und gleichzeitig eine wichtige Helferin, denn sie hält die Bestände kleiner Insekten auf natürliche Weise in Schach.

Bei der nächsten Wanderung lohnt sich also ein Blick auf Blätter, Gräser oder Steine. Vielleicht begegnet euch diese charmante kleine Jägerin.

Foto: Sebastian Frölich

04/09/2026
03/09/2026

Von unserem Ranger Sebastian entdeckt: die Geweihe krachen!

Video: pilloni

🏆 Das TEAM KARWENDEL ist Bezirkssieger!Jetzt geht’s um den Landessieg beim Ehrenamtspreis – und dafür brauchen wir eure ...
02/09/2026

🏆 Das TEAM KARWENDEL ist Bezirkssieger!

Jetzt geht’s um den Landessieg beim Ehrenamtspreis – und dafür brauchen wir eure Unterstützung!

Unser TEAM KARWENDEL steht stellvertretend für all die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich mit viel Herzblut für den Naturpark einsetzen. 🌿

👉 Jetzt abstimmen und dem TEAM KARWENDEL zum Landessieg verhelfen!
https://www.meinbezirk.at/tirol/c-lokales/umwelt-natur-nachhaltigkeit-und-klimaschutz_a8792496

Danke für eure Unterstützung und fürs Weitersagen!

Schon einmal beim Wandern diese merkwürdigen Knubbel an einer Alpenrose entdeckt?Sie sehen fast wie kleine Äpfel oder Fr...
01/09/2026

Schon einmal beim Wandern diese merkwürdigen Knubbel an einer Alpenrose entdeckt?

Sie sehen fast wie kleine Äpfel oder Früchte aus – tatsächlich steckt aber ein faszinierender Pilz dahinter: die Alpenrosen-Nacktbasidie (Exobasidium rhododendri).

Der Pilz lebt unbemerkt im Inneren der Alpenrose und regt die Pflanze dazu an, auffällige Wucherungen zu bilden. Diese werden auch Alpenrosenapfel, Saftapfel oder Ohrläppchen-Krankheit genannt. Anfangs sind sie gelblich-weiß, später färben sie sich leuchtend rot und fallen besonders ins Auge.

Betroffen sind vor allem die Rostblättrige Alpenrose und die Bewimperte Alpenrose, zwei typische Alpenrosenarten unserer Bergwelt.

Das Erstaunliche: So auffällig die Wucherungen auch aussehen, der Pilz schadet seiner Wirtspflanze kaum. Die Alpenrose wächst und blüht in der Regel ganz normal weiter.

Die roten Wucherungen sind keine Früchte und auch keine Insekten-Gallen, sondern umgebildetes Pflanzengewebe. Auf ihrer Oberfläche bildet der Pilz später Millionen winziger Sporen, die mit Wind und Regen verbreitet werden und neue Alpenrosen infizieren können.

Bild: P.Steinmüller

⛰️ Die Namensgeschichte des KarwendelsWoher kommt eigentlich der Name Karwendel?Viele denken bei dem Namen sofort an die...
29/08/2026

⛰️ Die Namensgeschichte des Karwendels

Woher kommt eigentlich der Name Karwendel?

Viele denken bei dem Namen sofort an die zahlreichen Kare – die kesselartigen Landschaftsformen, die durch Gletscher entstanden sind. Diese Erklärung liegt nahe, ist aber nicht die einzige.

Eine überlieferte Namensgeschichte führt ins obere Isartal bei Scharnitz zurück: Dort soll ein Germane namens Kérwentil (etwa „Speerwender“) einen Hof besessen haben. Aus diesem Namen entwickelte sich die Bezeichnung Kerwéndelau.
Über sprachliche Veränderungen entstand daraus später Karwendel. Die Bezeichnung wurde zunächst für die nahegelegene Alm verwendet und schließlich auf das gesamte Gebirge zwischen Seefeld und Achensee übertragen.

Die Tiroler Kartografen Peter Anich und Blasius Hueber verwendeten den Namen Karwendel im Jahr 1774 erstmals offiziell für die Kartierung der Region.
Ob der Name nun auf einen alten Hofnamen oder doch auf die markanten Kare der Berglandschaft zurückgeht – sicher ist: Das Karwendel trägt einen Namen mit langer Geschichte.

Mehr zur Geschichte des Karwendels findet ihr auf unserer Website: https://www.karwendel.org/geschichte/

Foto: Ahornboden 1922, Foto aus dem Gemeindearchiv Vomp.

Der Gelbrandkäfer Wer einen glänzend dunkelgrünen bis schwarzen Käfer mit auffälligem gelbem Rand entdeckt, hat vielleic...
26/08/2026

Der Gelbrandkäfer

Wer einen glänzend dunkelgrünen bis schwarzen Käfer mit auffälligem gelbem Rand entdeckt, hat vielleicht den Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) vor sich. Er gehört zu unseren größten heimischen Wasserkäfern und ist ein echter Meisterschwimmer.

Mit seinen borstigen Hinterbeinen gleitet er mühelos durchs Wasser. Zum Atmen muss er jedoch regelmäßig an die Oberfläche kommen. Dort speichert er eine Luftblase unter seinen Flügeldecken, die ihn bis zu 30 Minuten mit Sauerstoff versorgen kann.

Der Gelbrandkäfer lebt in stehenden oder langsam fließenden, pflanzenreichen Gewässern und manchmal sogar im Gartenteich. Durch seine weiten Überlandflüge entdeckt er immer wieder neue Lebensräume. Auch in unserem Teich im Naturgarten des Naturparkhauses in Hinterriß fühlt er sich sehr wohl.

Was steht auf dem Speiseplan?
Der Gelbrandkäfer ist ein geschickter Räuber. Er jagt Wasserinsekten, Kaulquappen, Schnecken und manchmal sogar kleine Fische. Auch seine Larven sind beeindruckende Jäger und werden wegen ihrer kräftigen Kiefer oft als „Wassertiger“ bezeichnet.

Nicht verwechseln!
Der ähnlich aussehende Gaukler (Cybister lateralimarginalis) bewohnt oft dieselben Gewässer. Beim Gelbrandkäfer ist jedoch das gesamte Halsschild gelb umrandet, während der Gaukler nur an den Seiten einen gelben Rand trägt.

Gefährlich?
Für uns Menschen ist der Gelbrandkäfer völlig ungefährlich. Fühlt er sich allerdings bedrängt, kann er mit seinen kräftigen Mundwerkzeugen zwicken – das kann durchaus schmerzhaft sein.

Hast du schon mal einen Gelbrandkäfer oder seine Larven entdeckt?

Fotos: S.Pilloni

Adresse

Unterer Stadtplatz 19
Hall In Tirol
6060

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