07/09/2026
Yannick Shetty, der Klubobmann der NEOS, möchte eine österreichweite “Integrationslandkarte” einführen, wie es sie in Dänemark gibt. Auf dieser Karte sollen jene Regionen dargestellt werden, wo (Langszeits-)arbeitslosigkeit hoch ist, das Bildungsniveau niedriger und Wohnungen überbelegt sind. Auch der Anteil von Sozialhilfeempfänger:innen und geringe Deutschkenntnisse sollen eingezeichnet werden.
Die Neos möchten damit “Integrationshotspots” erkennen, und dort gezielt die Polizeipräsenz verschärfen und Sprach- und Bildungsförderung verpflichtend einführen. In Dänemark gibt es so eine Landkarte bereits, das sogenannte Integrationsbarometer.
Dieses wurde von den dänischen Sozialdemokraten eingeführt, die EU-weit dafür bekannt sind, zum Thema Migration eher rechte Politik zu betreiben. 2024 unternahm sogar der Berliner Landesverband der rechtsextremen deutschen Partei AfD einen Ausflug nach Dänemark, um vom örtlichen Migrationssystem zu lernen, denn Dänemark hat es sich offen zum Ziel gesetzt, die Zahl der nach Dänemark kommenden Asylsuchenden auf “null” zu senken.
Das dänische Integrationsbarometer gehört zu einem Gesetz, das ursprünglich unter dem Namen “Ghetto-Plan” verabschiedet wurde. Dieser Plan umfasst viele von Menschenrechtsorganisationen kritisierte Punkte, wie zum Beispiel Zwangsumsiedelungen in andere Stadtteile, verpflichtende Kinderbetreuung für alle Kinder ab dem Alter von einem Jahr, stärkere Bestrafung bei kriminellen Vergehen und auch Einschränkungen bei Familiennachzügen.